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Baustelle Kaiserstrasse
Schwitzen im Job: Um das ein oder andere nasse Shirt kommen die Mitarbeiter der Straßenunterhaltung nicht herum wenn es heiß wird: wie hier bei Asphaltarbeiten auf der Kaiserstraße. © SOH
Lange Hose statt Klimaanlage: Wie Mitarbeiter des Stadtservices ohne Arbeitsplatz im kühlen Büro der Hitze trotzen

Sportliche 40 Grad wird es in diesen Tagen werden, warnt der Deutsche Wetterdienst. Die meisten Offenbacher bemühen sich, Wohnung und Büro kühl zu halten und durchforsten den Kleiderschrank nach luftigen Hosen und Oberteilen. Viele Kollegen aus dem Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe können solche Vorkehrungen nicht treffen: Sie arbeiten in Schutzkleidung auch in der Mittagsglut auf den aufgeheizten Straßen.

Auch im Hochsommer hat der Stadtservice viel zu tun

Gehwege müssen auch in hochsommerlicher Hitze gekehrt oder neu gepflastert, die bei Hitze besonders miefenden Mülltonnen in der prallen Sonne zum Fahrzeug geschoben, Beete vom Unkraut befreit oder Baumkronen in nicht wirklich luftiger Höhe kontrolliert werden. Einen Parkplatz in praller Sonne zu markieren macht ebenfalls nur begrenzt Spaß. Und auch eine Straße zu asphaltieren, auf der der Asphalt noch mit zusätzlichen 120 Grad heizt, ist bei mehr als 30 Grad eine echte Herausforderung. Dabei ist die Schutzkleidung auch bei Temperaturen jenseits jeder Erträglichkeit Pflicht: Alle Mitarbeiter haben in ihren Berufen erhöhte Verletzungsgefahr, außerdem bieten beispielsweise lange Hosen auch Schutz vor Sonnenbrand. Der Haken: Wegen der Schutzfunktion, der gelben Warnfarbe und der Reflektionsfähigkeit sind die Hosen und Schutzwesten vorwiegend aus Kunststoff gearbeitet. Der hat zumindest im Winter den Vorteil, dass es darin warm bleibt.

So schützen sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Dennoch gibt es Erleichterungen für alle Kolleginnen und Kollegen vom Stadtservice: Mineralwasserflaschen stehen kostenlos zur Verfügung, ebenso Kopfbedeckungen, auch mit Nackenschutz. Alle Fachbereichsleiter und Disponenten wurden bereits in der vergangenen Woche angeschrieben, die gewerblichen Mitarbeiter auf die kommende Hitzewelle und entsprechende Verhaltensregeln wie das Eincremen mit Sonnenschutz, ausreichend trinken und Kopfbedeckung aufmerksam zu machen. Die Kollegen aus der Straßenunterhaltung, der Entwässerung, der Straßenreinigung und dem Grünwesen, sofern diese nicht mit Kehrmaschinen durch Wohngebiete fahren, dürfen bereits morgens um sechs Uhr beginnen. Bei entsprechender Hitzevorhersage ist ihnen freigestellt, ab 12 Uhr Stunden aus dem Bereitschaftsdienst oder Überstunden abzubauen und Feierabend zu machen.

Viele Mitarbeiter sehen ihren heißen Job auch sportlich: „Uns geht es ähnlich wie der Feuerwehr“, sagt einer der Kollegen, „die können auch nicht sagen: ‚Uns ist es heute zu heiß, wir löschen den Brand nicht‘“.

27. Juni 2019