Sprungmarken
Aktuelles Wetter:Regen13°C
Suche
Suche

Wer am kommenden Wochenende durch Offenbachs Straßen fährt, bekommt unter Umständen ein eigenartiges Fahrzeug zu sehen. Dies ist speziell für die Erfassung von Straßenschäden ausgestattet und befährt Anfang Juni 2015 das gesamte Offenbacher Straßennetz. Grund dafür ist die Ermittlung des Straßenzustandes im Auftrag des ESO Eigenbetriebes.
Das ESO Patcherfahrzeug im Einsatz gegen Schlaglöcher
Patcherfahrzeug im Einsatz. © Bernd Georg

Die Zielsetzung des ESO besteht darin, Kenntnisse darüber zu gewinnen, wie der Gesamtzustand der Fahrbahnen ist und sich gegenüber einer Ersterfassung aus 2009 entwickelt hat. Anhand der Ergebnisse kann ESO im Anschluss eine Priorisierung der größeren Sanierungsmaßnahmen für die nächsten Jahre vornehmen. Mit Auswirkungen auf den Verkehrsfluss ist während der Befahrung nicht zu rechnen.

Unterschiedliche Verfahren im Kampf gegen Schlaglöcher
Neben der Fahrbahnüberprüfung und Sanierung setzt ESO auf weitere Techniken. Zwei Teams, bestehend aus jeweils zwei bis drei Mitarbeitern führen punktuelle Reparaturen per Hand durch. Dabei setzen die Kolonnen auf sogenannten „Kaugummiasphalt“. Dieser hat den Vorteil, dass er nicht vollständig aushärtet. Mit jedem Fahrzeug, das über ein ausgebessertes Schlagloch fährt, verdichtet sich das Material und passt sich damit besser den Gegebenheiten an. In der Vergangenheit bestand durch den Einsatz von anderem Füllmaterial die Gefahr, dass komplett ausgehärtete Füllungen wieder ausbrechen.

Darüber hinaus begegnet ESO den Winterschäden mit einem Spezialfahrzeug (dem Patcher). Im Heckbereich verfügt das Fahrzeug über einen Tank für die Splitt- und Bitumenmischung. An einem Schlagloch angekommen, wird der Schaden zunächst per Luftdruck gereinigt und mit Bindemittel eingesprüht. Im Anschluss erfolgt dann das Auffüllen mit Splittgemisch, um die Schäden auf Fahrbahndecken zu beseitigen. Punktgenau bessern die Mitarbeiter der ESO Straßenunterhaltung so Schäden und Schlaglöcher aus.

Der Vorteil des Patchverfahrens besteht darin, dass die Mitarbeiter der ESO Straßenunterhaltung mehrere Arbeitsschritte in einem Durchgang erledigen können (Reinigung, Aufbringen der Bindemittel und die Verfüllung) und damit deutlich schneller und effektiver vorankommen. Darüber hinaus bleiben längere Straßensperrungen aus, was sich positiv auf den Verkehrsfluss auswirkt.

3.6.2015