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Noch nie sind in Offenbach so viele Bäume verdurstet wie im diesjährigen Sommer. Doch schon der Sommer 2018 war lang, heiß und trocken. Deshalb hatte das Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe bereits im Herbst vergangenen Jahres 100.000 Euro im Budget für Grünwesen zurückgestellt, um in 2019 zusätzlich vor allem neue Bäume zu pflanzen, die mit den veränderten klimatischen Veränderungen besser zurechtkommen. Dass die Entscheidung richtig war, hat sich in diesem Jahr gezeigt: 500 von insgesamt rund 22.000 Bäumen im Stadtgebiet müssen nach den heißen und vor allem auch trockenen Sommermonaten gefällt werden.

Straßenbegleitgrün wird nachgepflanzt

Um alle zu ersetzen, müssen erst Gelder bewilligt werden. „Dank der Rückstellung kann aber jetzt schon das jährliche Kontingent von Bäumen, die nachgepflanzt werden, von 100 auf 200 verdoppelt werden“, sagt Stadtkämmerer und Stadtservice-Dezernent Peter Freier.

Die neuen Bäume werden ausschließlich als Straßenbegleitgrün im Stadtgebiet als Ersatz für abgestorbene Bäume gesetzt. Für das Straßenbegleitgrün sind die Standorte festgelegt; Parks dagegen werden gestaltet, das heißt, hier wird für die nach dem trockenen Sommer notwendigen zahlreichen Nachpflanzungen wie im Schlosspark erst ein Konzept erarbeitet.

Unter den neuen Bäumen sind bisher im Stadtgebiet noch seltene Arten wie Zürgelbaum, Blumenesche, Amberbaum, Hopfenbuche, Ungarische Eiche und Silberlinde.

Bepflanzung wird langfristig dem Klimawandel angepasst

Die Neupflanzungen sind mit dem Amt für Stadtplanung, Verkehr und Baumanagement und dem Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz abgestimmt. Im November sollen die Bäume gesetzt werden. Die Hälfte wird von den Mitarbeitern des Stadtservices selbst gepflanzt, für die andere Hälfte sind Fremdfirmen beauftragt.

Künftig wird der Stadtservice bei neuem Grün im Stadtgebiet wieder mehr auf Biodiversität setzen und auch Stauden zwischen Bäume, Sträucher und Bodendecker pflanzen. Sie bereichern mit ihren farbigen Blüten nicht nur das Stadtbild, sondern bieten auch Nahrung für Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und andere Insekten. Mit den neuen Baumarten und abwechslungsreicheren Grünflächen soll die Bepflanzung in Offenbach langfristig an den Klimawandel angepasst werden.

11. Oktober 2019