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Seit dem 01.Dezember 2016 komplettiert Heiko Linne die Betriebsleitung im Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe neben Geschäftsführer Peter Walther. Im Gespräch stellen die beiden Führungskräfte die Ausrichtung im Geschäftsfeld sowie die künftigen Ziele vor.
Heiko Linne und Peter Walther.
Machen das Unternehmen fit für die Zukunft, das Geschäftsführer-Duo Heiko Linne (links) und Peter Walther aus dem Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH. © SOH

Herr Walther, wie sieht die aktuelle Organisationsstruktur im Geschäftsfeld Stadtservice aus und wie gestaltet sich die Aufgabenverteilung?

Das Geschäftsfeld Stadtservice ist, neben Mobilität, Immoblien und Veranstaltungen, eines der vier Geschäftsfelder, die in der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge für Offenbach leisten. Das Geschäftsfeld Stadtservice ist gegliedert in den ESO Eigenbetrieb, die ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH, deren Anteilseigner die Firma Meinhardt Städtereinigung GmbH & Co. KG mit einem Unternehmensanteil von 49 und die SOH mit einem Anteil von 51 Prozent sind, sowie die ESO Stadtservice GmbH. Der Eigenbetrieb verantwortet für die Stadt die „hoheitlichen Aufgaben“ wie z.B. Abfallbeseitigung, Straßenreinigung, Entwässerung, Unterhaltung der Friedhöfe und so weiter. Der Eigenbetrieb beauftragt mit der Durchführung der Arbeiten die ESO Stadtservice GmbH, die über das Personal und die entsprechenden Geräte und Fahrzeuge verfügt.
Die ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH hingegen ist auch für Privatkunden tätig. Heiko Linne, der bereits seit vielen Jahre im Geschäftsfeld Stadtservice tätig ist, ist seit dem 08. Dezember neben mir zweiter Geschäftsführer der ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH und Betriebsleiter der ESO Stadtservice GmbH .

Herr Linne, Sie sind kein Unbekannter im Geschäftsfeld Stadtservice. Welche Vorkenntnisse und Erfahrungen bringen Sie mit und was reizt Sie an der neuen Aufgabe?

Mit der ESO verbinde ich in der Tat einen großen Teil meines bisherigen Berufslebens. Seit 1995 konnte ich in meinen bisherigen Funktionen als Mitarbeiter im Controlling, als Leiter Logistik und Leiter Vertrieb fundierte Einblicke in die betrieblichen Abläufe erhalten und umfangreiche Erfahrungen sammeln. Ich konnte etwa den Aufbau des Offenbacher Wertstoffhofs intensiv begleiten und gestalten, baute ein Mülltonnenidentifikationssystem mit auf, das noch heute im Einsatz ist und war in die Weiterentwicklung der ESO hin zu Entsorgungsfachbetrieben involviert. Die Sanierung des Krematoriums sowie die systematische Erfassung des Straßenzustandes waren weitere Projekte. Auch begleitete ich verschiedene Veränderungsprozesse im Unternehmen, wie die Beteiligung der Firma Meinhardt Städtereinigung GmbH und Co. KG an der ESO Dienstleistungsgesellschaft.Zuletzt war ich als „Leiter Kundenmanagement“ für die Bereiche Entwässerung, städtische Friedhöfe, Straßenunterhaltung, Werkstatt und Wertstoffhof verantwortlich. In meiner mehr als 20-jährigen Tätigkeit lagen mir stets die Stadt Offenbach und ihre Bewohner am Herzen.

Mich reizen die Vielfältigkeit der Aufgaben sowohl der ESO Dienstleistungsgesellschaft als auch der ESO Stadtservice GmbH und die zahlreichen Dienstleistungen, die im Umfeld einer Kommune zu erbringen sind. Wir verbinden tagtäglich menschliche Leistung mit dem Einsatz moderner Technik, um den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht zu werden. An meiner Faszination und Motivation hat sich bis heute nichts geändert. Ich werde mich auch zukünftig für ein sauberes und lebenswertes Offenbach einsetzen.

Welche Ziele streben Sie in Ihrer neuen Funktion an?

Mit unseren Dienstleistungen stellen wir einen reibungslosen Alltag für die Offenbacher Bürgerinnen und Bürger sicher. Ob Abfallentsorgung, Winterdienst, Grünflächenpflege oder die Betreuung der  Friedhöfe und des Abwassernetzes – die Berührungspunkte sind vielfältig. Deshalb hat es für mich oberste Priorität, dass wir die Aufgaben der Daseinsvorsorge, die wir im Auftrag der Stadt Offenbach leisten, bestmöglich erfüllen und die Offenbacherinnen und Offenbacher mit unserer Leistung zufriedenstellen. Konkret ist es mir daher sehr wichtig, mit meinen Kolleginnen und Kollegen tagtäglich einen guten Job zu machen. Den eingeschlagenen Weg der ESO, hin zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen, werde ich fortführen. Dabei kann und werde ich insbesondere auf das vielfältige Knowhow unserer Mitarbeiter zurückgreifen, und deren Wissen systematisch weiter auszubauen. Unser Erfolg und Engagement sind auch anhand der Einhaltung der Qualitätsmaßstäbe messbar. Erst in dieser Woche wurde uns zudem nach einer mehrtägigen externen Überwachung die Eignung als Entsorgungsfachbetrieb und die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 wiederholt bescheinigt.

Für die ESO Dienstleistungsgesellschaft mbH ist mein zentrales Ziel, das Unternehmen stärker am Markt zu platzieren und mehr kommunale, wie auch private Kunden zu gewinnen. Unsere Serviceleistungen sowohl für Privatkunden als auch Unternehmen sind vielen gar nicht bekannt. Unser Angebot im Bereich Entsorgung und Pflege, wie z.B. Abfallentsorgung, Aktenvernichtung, Containerdienstleistungen, Entrümpelungen usw. möchte ich daher bekannter machen.

Wie sieht es im Inneren des Unternehmens aus – welchen Stellenwert haben die Mitarbeiter für den Erfolg des Unternehmens?

Heiko Linne:
Unsere Mitarbeiter stellen das Rückgrat unseres Unternehmens dar. Die Bewältigung des Tagesgeschäfts wäre ohne ein motiviertes Team unterschiedlicher Spezialisten nicht denkbar. Auch 2017 werden wir die Zahl der Arbeitskräfte weiter aufstocken, um weiterhin eine hohe Serviceleistung in einer stetig wachsenden Stadt wie Offenbach gewährleisten zu können. Wünschen würde ich mir eine größere Anerkennung insbesondere für die gewerblich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei Wind und Wetter tätig sind und oftmals am Rande des Möglichen sind, wünschen. Dies beinhaltet auch eine Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer im Umfeld von eingesetzten Fahrzeugen, um Gefährdungen schon im Vorfeld zu vermeiden.

Peter Walther:
Als  Geschäftsführungsteam stehen wir für einen wertschätzenden Umgang im Unternehmen und bemühen uns nach Möglichkeit, alle Fachbereiche in Entscheidungsprozesse einzubinden. Die verbindliche Zusammenarbeit an gemeinsamen Zielen und Projekten, wie etwa der Digitalisierung, ist besonders wichtig und stärkt uns von innen heraus. Durch die kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung unserer internen Prozesse sowie die Einstellung zusätzlicher Fachkräfte, werden wir auch weiterhin einen überzeugenden Stadtservice in Offenbach sicherstellen.

Mit welchen besonderen Herausforungen sehen Sie sich konfrontiert?

Eine Überalterung der Belegschaft mit den damit verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen findet sich auch in unserem Hause wieder. Diese Tatsache mit den Erfordernissen einer sich wandelnden Arbeitswelt in Einklang zu bringen und dabei alle Interessen angemessen zu berücksichtigen, wird unsere Aufgabe sein. Parallel müssen wir fachkundigen Nachwuchs gewinnen, der die zunehmenden Anforderungen in einer sich immer stärker technisierenden Arbeitswelt erfüllt. Weiterhin steigen auch die Anforderungen von Seiten des Gesetzgebers, unserer Kunden und der Bürger stetig an. Diese müssen wir mit den vorhandenen Mitteln in Einklang bringen und unsere Mittel so effizient wie möglich einsetzen.

Gestalten Sie Ihr Privatleben auch eher städtisch oder zieht es Sie in Ihrer Freizeit hinaus aufs Land?

Als naturverbundener Mensch unternehme ich gerne Wanderungen in den wunderschönen, vielfältigen deutschen Mittelgebirgen. Im Gegensatz zum Berufsleben faszinieren mich ältere Technik und Maschinen, etwa wenn ich, wie zuletzt, im Harz mit Dampflokomotiven zum Brocken unterwegs bin. Generell interessieren mich Reisen quer durch Europa und der Besuch von Ländern auf verschiedenen Kontinenten – gerne auch in Verbindung mit der Erkundung archäologisch interessanter Orte. Für 2017 ist etwa eine Reise nach Machu Picchu in Peru geplant.

17.01.2017