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Für viele Offenbacher Gebührenzahler könnte es im Bereich Abwassergebühr ab 2016 günstiger werden. ESO und Stadt planen die Senkung der Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser.
Begehung des neugebauten Kanals
© Bernd Georg

Grundlage für die neue Gebührenkalkulation ist die im Jahr 2010 eigeführte gesplittete Abwassergebühr, welche die Gebührensystematik in Offenbach grundlegend änderte. Die damalige Gebührenkalkulation wurde auf fünf Jahre kalkuliert. Entgegen den Annahmen aus 2010 haben sich einige Faktoren über die Jahre anders entwickelt als angenommen, was sich im nächsten Jahren positiv auf die Portmonaies der Gebührenzahler auswirken könnte. Faktoren sind zum Beispiel eine ansatzfähige Gutschrift des Klärwerks in Frankfurt in Höhe von 440 TEUR oder auch das sehr günstige Zinsniveau, durch das geplante Finanzierungskosten nicht angefallen sind. Durch diese und weitere Faktoren entstanden Gebührenausgleichsrückstellungen in Höhe von rund 11,6 Mio Euro, die innerhalb der nächsten fünf Jahre abgeschmolzen werden sollen.

Aufgrund dieser und weiterer Einflussfaktoren schlägt ESO vor, die Abwassergebühr bei einer geplanten Entahme von jährlich 2.749 TEUR aus den Rückstellungen wie folgt zu senken: Die Gebühr für Schmutzwasser soll um rund 23 Prozent von ehemals 1,97 auf 1,52 Euro pro Kubikmeter gesenkt werden. Bei der Gebühr für Niederschlagswasser ist eine Reduzierung um rund 18 Prozent von jährlich ehemals 0,87 auf 0,71 pro Quadratmeter befestigter Fläche, die in den Kanal ableitet, vorgesehen.

In seiner Sitzung vom 03. Juni stimmte der Magistrat für die Gebührensenkung, so dass diese nun im nächsten Schritt dem Haupt- und Finanzausschuss, sowie der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt wird.

3.6.2015