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Da freuen sich die professionellen Entsorger in Offenbach und die Krähen wundern sich: Am Hainbachtal hinter einem Schnellrestaurant können die Vögel nicht mehr die Umgebung verwüsten.

Die klugen Tiere hatten sehr schnell gelernt, wie man aus den bisherigen Abfallbehältern mit Schwung die weggeworfenen Essensverpackungen herauszieht und dann die Lebensmittelreste fressen kann. Der Müll verteilte sich weit über die Grünflächen, die von vielen Menschen gerne für Picknicks genutzt werden.

Jetzt hat der mit der Entsorgung beauftragte Stadtservice der Stadtwerke Offenbach dafür gesorgt, dass die Vögel keine Abfälle mehr verstreuen können. Die Abteilung Service öffentlicher Raum hat für dieses Areal vier neue Abfallbehälter gekauft, die für Krähen unzugänglich sind. Dafür gab es angesichts der Vermüllung der Umgebung eine Ausnahmegenehmigung vom Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, das für die Stadtgestaltung und damit auch für das einheitliche Aussehen der Abfallbehälter im Stadtgebiet zuständig ist.

Die Behälter kosten rund 300 Euro pro Stück und haben eine kleinere Öffnung, durch die größere Verpackungen nicht mehr einfach von oben durchgezogen werden können. Es müssen keine Abfalltüten mehr verwendet werden, weil die Mitarbeiter des Stadtservices den Behälter öffnen und den Inneneimer leeren können. Da die Behälter bis zum Boden reichen, haben sie mehr Volumen und der Abfall ist quasi tiefer gelegt. Deshalb werden Burgerkartons und Pommestüten erst dann greifbar, wenn die Behälter bis oben hin voll sind. Für die Vögel dürfte es trotzdem schwierig werden: Die Oberfläche auf dem Deckel ist glatt und etwas gerundet, so dass Krähenfüße dort leicht ins Rutschen kommen.

23. September 2020