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Laskabrücke
Die Laskabrücke ist schon seit längerem für Fahrzeuge mit einem Gewicht über 3,5 Tonnen gesperrt und soll nach den Arbeiten wieder mit bis zu 7,5 Tonnen Gesamtgewicht befahrbar sein. © Bernd Georg
Die Laskabrücke ist in einem schlechten Zustand und wird für Reparaturarbeiten von Montag, 7. Oktober, an für zwei Wochen komplett gesperrt. An der Stahlkonstruktion über die Eisenbahnstrecke Frankfurt-Bebra nagt der Rost, die Fahrbahn ist marode, Betonteile drohen abzuplatzen. Bei der jüngsten, alle sechs Jahre vorgeschriebenen Hauptprüfung im vergangenen Jahr kam das Bauwerk nur knapp an einer zwangsweisen Sperrung vorbei: Auf der Beurteilungsskala von 1 bis 4 wurde der Zustand mit 3,6 bewertet – bei 4 dürfen keine Fahrzeuge mehr passieren.

Bald wieder für LKWs befahrbar

Als Konsequenz ist die Brücke seither für Fahrzeuge gesperrt, die schwerer als 3,5 Tonnen sind. „Jetzt soll die Laskabrücke mit Mitteln aus dem städtischen Haushalt so weit ertüchtigt werden, dass auch Lastwagen mit einem Gewicht bis 7,5 Tonnen dort wieder fahren dürfen“, sagt Bürgermeister Peter Freier. Die Arbeiten werden vom Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe beauftragt.

Der Rost ist das Hauptproblem an der mehr als 100 Jahre alten Stahlkonstruktion. Das betrifft vor allem die Tropftüllen, die an dem sogenannten Tonnengewölbe unter dem Brückenkörper hängen. Dieses Tonnengewölbe ist der Unterbau der Fahrbahn. Ist diese intakt, sickert schlimmstenfalls bei extremen Starkregen Wasser bis auf den Grund dieser Stahlkonstruktionen ab. Damit es sich dort nicht staut und von unten für Fahrbahnschäden oder Rost sorgt, wird es über die Tropftüllen als Notüberlauf abgeleitet. Bei Fahrbahnschäden läuft aber so häufig Wasser durch die stählernen Tüllen, dass sie korrodieren und abzufallen drohen. Dies würde den darunter verlaufenden Zugverkehr gefährden, deshalb müssen die Fahrbahn saniert und Tropftüllen erneuert werden.
Auch der am Stahlgerüst verbaute Beton droht an einigen Stellen abzuplatzen. Hier werden die schadhaften Stellen abgeschlagen und erneuert.

Während der Bauarbeiten besteht bei einigen Arbeiten die Gefahr, dass Bauteile herabfallen. Deshalb dürfen dann auf den jeweils darunter verlaufenden Gleisen keine Züge fahren. Um den Bahnverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, wird an diesen Stellen nachts gearbeitet, die jeweils darunter verlaufenden Gleise werden in Abstimmung mit der Bahn währenddessen gesperrt. Die Brückenreparatur wird insgesamt länger dauern als die Fahrbahn gesperrt ist.

Schienen
Blick von der Laskabrücke. © Stadt Offenbach

Sonderbudget von 1,5 Millionen Euro

Finanziert werden die Arbeiten aus dem von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Sonderbudget von jährlich 1,5 Millionen Euro für Verkehrswegesanierungen. Daraus wurden von der Abteilung Straßenunterhaltung der Stadtwerke Unternehmensgruppe unter anderem bereits die Brücken am Hainbach hinter der Stadthalle, der Erlensteg in Bieber und die Brücke am Friedhof Bieber ersetzt sowie die Schilderbrücke über die Bieberer Straße an der Kreuzung mit der Unteren Grenzstraße/Röhnstraße repariert. „Dieses Sonderbudget von 1,5 Millionen Euro gibt es seit dem Jahr 2018. Es wurde bewusst geschaffen, um Straßen und Verkehrswege instand zu setzen, die schon seit Jahren auf der Sanierungsliste standen, für die aber nie Geld vorhanden war“, erklärt Bürgermeister und Stadtkämmerer Peter Freier. „Sofern die Stadtverordnetenversammlung zustimmt, wird dieses Sonderbudget auch in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen. Der Magistrat wird das der Stadtverordnetenversammlung im Rahmen der Haushaltsberatung vorschlagen.“

Das Geschäftsfeld Stadtservice war in der Vergangenheit ausschließlich für die Prüfung der sogenannten Ingenieurbauwerke in Offenbach zuständig, nicht aber für deren Reparaturen. Mit dem Finanzierungsbeschluss hatte sich der Magistrat auch entschieden, für die Instandsetzung, beziehungsweise die Erneuerung, ebenfalls die fachliche Kompetenz des Stadtservices zu nutzen.

25.09.2019