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Muslimisches Gräberfeld auf dem Neuen Friedhof in Offenbach
Auf dem neuen Areal in zentraler Lage des Neuen Friedhofs sind bereits die ersten Gräber angelegt. © SOH
Ein neues muslimisches Gräberfeld wurde am Montag auf dem Neuen Friedhof in Offenbach von Imam Halil Elma eingeweiht. Mit dabei waren Stadtrat Peter Freier, als Dezernent sowohl zuständig für das Ausländeramt als auch den Eigenbetrieb der Stadt Offenbach, dem die städtischen Friedhöfe zugeordnet sind, Christian Loose, stellvertretender Leiter des Eigenbetriebs der Stadt Offenbach, Abdelkader Rafoud, Vorsitzender des Offenbacher Ausländerbeirates und Selim Tunc, Vorsitzender der DiTib Türkisch-Islamischen Gemeinde Offenbach, Gabriele Schreiber, Leiterin der städtischen Friedhöfe, sowie Vertreter :der muslimischen Gemeinden.

Das neue Gräberfeld an zentraler Stelle des neuen Friedhofs sei ein Zeichen von Integration, sagte Stadtrat Freier, zeige es doch, dass die Menschen muslimischen Glauben hier ihr Zuhause gefunden hätten und auch bestattet werden wollten. Christian Loose sagte, in Kooperation mit den muslimischen Gemeinden sei es gelungen, dass hier die spezifischen Gebräuche einer muslimischen Bestattung eingehalten werden könnten.

Nachfrage nach muslimischen Bestattungen steigt

Die Nachfrage nach Bestattungen auf einem muslimischen Gräberfeld steigt in Offenbach an. Wurden Muslime der ersten Generation nach ihrem Tod noch fast ausschließlich in die Heimat überführt, möchten immer mehr ihrer in Offenbach heimisch gewordenen Nachfahren nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Angehörigen ein Grab in der neuen Heimat. Das erste Areal auf dem Neuen Friedhof ist mit 250 Gräbern bereits voll belegt und auch auf dem neu ausgewiesenen Feld wurden bereits die ersten Muslime bestattet. Bis zu 400 nach Mekka ausgerichtete Gräber haben hier Platz, eine sarglose Bestattung ist möglich.

Am Rande der offiziellen Einweihung sprachen die Vertreter der muslimischen Gemeinden ab, gemeinsam etwas für ein gepflegteres Aussehen des ersten muslimischen Grabfeldes tun zu wollen und das Unkraut dort zu beseitigen. Auch am Islamischen Runden Tisch will Ausländerbeiratsvorsitzender Rafoud das Thema ansprechen.

13.07.2018