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Einem Besucher wird das Arbeitswerkzeug eines Kanalbauers gezeigt.
Einem Besucher wird das Arbeitswerkzeug eines Kanalbauers gezeigt. © georg-foto,offenbach am main
Bagger, Kanalkameras, riesige Motoren, Versuchsflächen für Pflasterarbeiten und vieles mehr: Wer junge Menschen dazu bringen möchte, die Unterschrift unter einen Ausbildungsvertrag in einem technischen Beruf zu setzen, muss sich schon etwas einfallen lassen. Entsprechend hatten die Geschäftsfelder der Stadtwerke Unternehmensgruppe auf dem Betriebsgelände in der Daimlerstraße einiges aufgefahren, um den Besuchern bei der 1. Nacht der Ausbildung in Offenbach etwas bieten zu können. An diesem Angebot waren auch fünf weitere Offenbacher Unternehmen an ihren jeweiligen Standorten beteiligt, zwischen denen für die Interessierten drei Shuttle-Busse der SOH Unternehmensgruppe verkehrten.
Bei der Abteilung Straßenbau durften die Besucher einen Bagger bedienen
Bei der Abteilung Straßenbau durften die Besucher einen Bagger bedienen © georg-foto,offenbach am main

Die Stationen auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke Unternehmensgruppe zogen nicht nur die Jugendlichen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz an, sondern auch die begleitenden Eltern. „Fahr doch mal mit dem Bagger, sonst mach ich es“, ermunterte eine Mutter ihren noch etwas zögerlichen Sprössling. Manche Väter holten sich Heimwerker-Tipps an der Station mit den Pflasterarbeiten, an der unter anderem Pascal Boccuzzi über seine  Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter informierte. Die Abteilung Entwässerung ist für die Arbeit unterhalb der Asphaltdecke zuständig: Sie zeigte potenziellen Kanalbauern per Kanalkamera, wie der künftige Verantwortungsbereich aussieht.

Aber nicht nur mit Show-Effekten sollten die Fachkräfte von morgen gewonnen werden. Aktuelle Auszubildende der Stadtwerke Unternehmensgruppe erzählten im Verwaltungsgebäude und auf dem Betriebsgelände von ihrem Arbeitsalltag, Kollegen und Ausbilder informierten über Anforderungen, Inhalt  und Aussichten des jeweiligen Berufes. Rund 100 Interessenten kamen im Verlauf des Abends vorbei, die meisten schon gut vorbereitet und mit gezielten Fragen. Einige hatten sogar schon ihre Bewerbungsunterlagen dabei.

Die Abteilung Entwässerung gewährte Einblicke
Was passiert unter dem Asphalt? Die Abteilung Entwässerung gewährte Einblick bei der Nacht der Ausbildung. © georg-foto,offenbach am main

Es waren aber vor allem die technischen Berufe, die an diesem Abend beworben werden sollten. Die kaufmännischen Berufe sind nach wie vor gefragt und finden genügend Bewerberinnen und Bewerber, erzählt Jasmin Noll, Ausbildungsleiterin bei der Stadtwerke Unternehmensgruppe. Nach wie vor der Renner ist die Ausbildung zur Kauffrau/ zum Kaufmann für Büromanagement. Der Ausbildungsberuf „Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft“ dagegen kämpft vermutlich mit seinem Namen, jedenfalls ist das Interesse daran bisher noch gering. Dabei ist es ein Beruf mit Zukunft: Wer hier seinen Abschluss macht, hat beste Aussichten, in der gesamten Bandbreite von Entsorgungsunternehmen das Recycling von Wertstoffen zu managen, erklärten der aktuelle Auszubildende Jakob Ziems und seine Ausbilderin Vanessa Peter. Auch hier gab es bei der Nacht der Ausbildung einige Nachfragen zu Bewerbungsdetails.

Auch Kevin Gruchot steuert einen gefragten Beruf an: Er lernt bei der Stadtwerke Unternehmensgruppe Berufskraftfahrer und vermittelte allen Besuchern, dass er sich für den richtigen Weg entschieden hat: Während der Ausbildung wird der Führerschein gleich mitgezahlt und er ist dank der schulischen Ausbildung ohne weitere Fortbildung gleich zum gewerblichen Fahren berechtigt. In seinem Ausbildungsbetrieb seien alle Fahrer abends wieder zuhause und hätten keinen Ärger mit überfüllten Lastwagen-Parkplätzen auf Autobahnen. Und das Beste: „Das Fahren mit den großen Wagen macht richtig Spaß“, sagte er, „wir bewegen unglaubliche Gewichte.“ Bis zu 40 Tonnen, das sind die Lastwagen für die Abrollcontainer, fährt er über die Straßen.

Wer später Berge versetzen will, konnte auf dem Betriebsgelände üben
Wer später Berge versetzen will, konnte auf dem Betriebsgelände des Stadtservices schon mal mit Baumstämmen üben. © georg-foto,offenbach am main

Gewichte konnten Besucher auch per Ladekran bewegen. Mit einer Fernbedienung konnten sie unter Anleitung alle Hebel in Bewegung setzen und zersägte Baumstämme umlagern. Mit einem armlangen Ringmaulschlüssel hatten Leon Stapf und Jan Schwarz, die Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeuge lernen,  einen echten Hingucker auf ihrer Station  liegen. Haben die zierlichen Verwandten im heimischen Werkzeugkasten die Größe sechs bis 17 Zoll, sind es bei dem gigantischen Schlüssel, der in den Werkstätten der Geschäftsfelder Stadtservice und Mobilität verwendet wird, satte 70. „Das ist ein Spezialwerkzeug für die Bremsscheiben unserer Müllfahrzeuge oder Linienbusse“, erklärten Stapf und Schwarz immer wieder.

Jasmin Noll war am späten Abend zufrieden, obwohl die erste Nacht der Ausbildung durchweg verregnet war: Die weit überwiegende Mehrheit der Jugendlichen war nicht nur gekommen, um die drängenden Eltern ruhigzustellen, sondern hatte sich auf den Besuch gut vorbereitet, stellte gezielte Fragen. Und im Nachgang sind auch schon vereinzelte Bewerbungen bei ihr angekommen.

Kontakt für Ausbildungen
Jasmin Noll
Ausbildungsleiterin Kompetenzcenter Personal der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe (SOH)
Waldemar-Klein-Platz 1
63071 Offenbach
Telefon: 069 / 840004 565
E-Mail: bewerbungensoh-ofde

Das Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe

Mit ihrem Geschäftsfeld Stadtservice sorgt die Stadtwerke-Gruppe für ein gepflegtes Stadtbild in Offenbach. Zu den Entsorgungs- und Dienstleistungsunternehmen gehören die ESO Stadtservice GmbH als hundertprozentige Tochter der SOH und der ESO Eigenbetrieb Stadt Offenbach – Kommunale Dienstleistungen. Rund 400 Mitarbeiter erbringen jeden Tag wichtige Beiträge zur Lebensqualität in Offenbach: Sie leeren Mülltonnen, reparieren und kehren die Straßen. Sie pflegen Grünanlagen, kümmern sich um die fünf städtischen Friedhöfe, den Hochwasserschutz sowie das städtische Kanalnetz und leisten den Winterdienst.

14. März 2018