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Baumpflanzung
Bürgermeister Peter Freier, Geschäftsführer Heiko Linne und Abteilungsleiter Johannes Irgel (hintere Reihe von links) waren dabei, als die Stadtservice-Mitarbeiter Dominik Blum, Marvin Länger und Marcel Niegemann die Hainbuche vor der Christuskirche pflanzten. © SOH
Der zweite heiße und trockene Sommer in Folge wirkte sich auf die Schadensbilanz der städtischen Bäume aus. 500 Exemplare im Offenbacher Stadtgebiet sind abgestorben. Jetzt wurden statt der üblichen 100 Neupflanzungen im Herbst die ersten 200 neuen Bäume vom Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe gesetzt, weitere werden folgen.
Möglich war dieser finanzielle Kraftakt, weil schon nach dem heißen Sommer 2018 die für das Grünwesen zuständige Abteilung Service öffentlicher Raum 100.000 Euro aus ihrem Budget zurückgestellt hatte. Damit plante Leiter Johannes Irgel bereits im Vorjahr, in 2019 vor allem Bäume zu pflanzen, die nach den bisherigen Erfahrungen besser mit den klimatischen Veränderungen zurechtkommen.

200 Bäume als Straßenbegleitgrün gepflanzt

m November wurden jetzt die 200 Bäume alle als Straßenbegleitgrün gepflanzt. Dafür sind die Standorte festgelegt. Parks dagegen werden gestaltet, das heißt, hier wird für die nach dem trockenen Sommer notwendigen zahlreichen Nachpflanzungen wie im Schlosspark erst ein Konzept erarbeitet.

Die Neupflanzungen sind mit dem Amt für Stadtplanung, Verkehr und Baumanagement abgestimmt. Unter den neuen Bäumen sind bisher im Stadtgebiet noch seltene Arten wie Zürgelbaum, Blumenesche, Amberbaum, Hopfenbuche, Ungarische Eiche und Silberlinde.

500.000 Euro zusätzlich für Baumpflanzungen und Baumpflege im Jahr 2020

Der letzte in diesem Jahr, eine Hainbuche, wurde vor der Christuskirche in der Bismarckstraße gesetzt. „Im kommenden Jahr wird die Stadt Offenbach dem Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe im Rahmendienstleistungsvertrag mindestens 500.000 Euro mehr für Neupflanzungen und Grünpflege zur Verfügung stellen,“ kündigte Bürgermeister und Kämmerer Peter Freier als zuständiger Dezernent an.

Gemeinsam mit Heiko Linne, Geschäftsführer des Stadtservices, informierte er sich während der Pflanzarbeiten bei Johannes Irgel über die geplanten Arbeiten im Grünwesen. „Der Stadtservice wird von dem zusätzlichen Geld auch ein weiteres Bewässerungsfahrzeug mit Personal finanzieren“, sagte Heiko Linne. Damit sollen vor allem die jetzt neu gepflanzten und auch die jungen Bäume aus den Vorjahren häufiger gewässert werden.

300 weitere Bäume und Blühpflanzen sollen gesetzt werden

Neben rund 300 weiteren Bäumen will die Abteilung Service öffentlicher Raum auch Blühpflanzen wie Stauden setzen. „Damit wollen wir mehr Leben in die Stadt holen und mit den Blüten auch das Stadtbild verschönern“, sagt Johannes Irgel. Statt monotoner Rasenflächen und Bodendeckern sollen Pflanzen wachsen, die Bienen und anderen Insekten Nahrung und Unterschlupf bieten. Mit diesen Maßnahmen wollen Stadt und Stadtservice gemeinsam zu mehr Vielfalt in einer lebenswerten Stadt beitragen und helfen, das Stadtklima zu verbessern und den Luftreinhalteplan einzuhalten, waren sich Freier und Linne einig.

Bildzeile: Bürgermeister Peter Freier, Geschäftsführer Heiko Linne und Abteilungsleiter Johannes Irgel (hintere Reihe von links) waren dabei, als die Stadtservice-Mitarbeiter Dominik Blum, Marvin Länger und Marcel Niegemann die Hainbuche vor der Christuskirche pflanzten.

6. Dezember 2019