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Solarmodule auf dem Betriebsgelände des Geschäftsfeldes Stadtservice
© Stadtwerke Offenbach
Die Stadtwerke Offenbach wollen in ihrem Geschäftsablauf nachhaltiger werden. Dafür nutzen sie auch die Kraft der Sonne. Auf dem Betriebsgelände des Geschäftsfeldes Stadtservice in der Daimlerstraße wird jetzt auch Strom für den Eigenbedarf produziert.

Auf dem großen Schleppdach, das die großen Altpapierballen vor Regen schützt, sind 270 Solarmodule installiert. Seit Juni versorgen sie den Stadtservice mit Strom. „Über das Jahr gerechnet können wir damit rund 17 Prozent des Verbrauchs an diesem Standort decken“, sagt Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH. „Und wir wollen noch nachhaltiger werden: Zu unseren bereits vorhandenen Solarmodulen sollen weitere für den Eigenbedarf hinzukommen, unter anderem am Standort unserer Tochtergesellschaft GBO.“

Weitere Solarmodule werden auf Werkstatt-Dach installiert

Rund 90.000 Euro haben die Stadtwerke in die nun aufgebauten Module auf dem Schleppdach an der Daimlerstraße investiert. Weitere Module werden im kommenden Jahr auf das Dach der standorteigenen Werkstatt installiert.

„In den sonnenreichsten Monaten können wir damit vermutlich den gesamten Strombedarf des Stadtservices decken, im gesamten Jahr rechnen wir mit etwa 40 Prozent“, sagt Christian Müller, Leiter des Gebäudemanagements beim Stadtservice.  Er wurde von der Geschäftsführung der Stadtwerke mit der Planung und Organisation des Ausbaus der Photovoltaikanlage beauftragt. „Für Unternehmen wie uns, aber auch für Schulen und Kitas rentiert sich eine solche Solaranlage für den Eigenbedarf vor allem deshalb, weil tagsüber, wenn am meisten Strom produziert wird, auch am meisten verbraucht wird“, sagt Christian Müller.

Erste Solarmodule schon 2006 - Strom wurde ins Netz eingespeist

Neu ist die Nutzung der Sonne beim Stadtservice nicht: Bereits seit 2006 wird auf dem Dach der Sortierhalle des Stadtservices Sonne in Strom umgewandelt. Die Energie, die diese ersten Module produzieren, wird aber komplett ins städtische Stromnetz eingespeist. Wie viel das seither war und aktuell produziert wird, zeigt die große Säule an der Einfahrt zum Betriebshof an. Auch eine Stromproduktion aus den neuen Modulen, die über den Eigenbedarf hinaus ginge, könnte ins städtische Stromnetz geleitet werden; dies ist aber eher unwahrscheinlich.

Zwar achten die Stadtwerke in allen ihren Geschäftsfeldern auf Einsparmöglichkeiten von Ressourcen und gehen damit auch verantwortungsvoll mit Strom um.  Gleichzeitig werden aber auch immer mehr umweltschonende E-Fahrzeuge und auch E-Geräte wie Rasenmäher oder auch Kettensägen gekauft und mit der nachhaltigen Energie aus den Modulen aufgeladen. Deshalb erhöht sich trotz der Einsparung in anderen Bereichen insgesamt der Bedarf. Dieser Mehrbedarf soll nun zum größten Teil durch die neuen Solarmodule kompensiert werden.

Die Stadtwerke haben außer auf dem Betriebsgelände in der Daimlerstraße auch auf dem Dach des Ledermuseums, auf GBO-Liegenschaften in der Hugo-Wolf-Straße und auf dem Standort der Stadtwerke in der Senefelder Straße Solarmodule installiert.

23. November 2021