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Ausbesserung von Schlaglöchern nach der Frostperiode
Ausbesserung von Schlaglöchern nach der Frostperiode © ESO Stadtservice GmbH
Es tut sich was auf Offenbachs Straßen: Innerhalb der kommenden zwei Jahre sollen Offenbachs Fahrbahnen auf Vordermann gebracht werden. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag, 17. Februar 2017, stellten Bürgermeister Peter Schneider, der stellvertretende Eigenbetriebsleiter Christian Loose sowie Thomas Möller, Fachbereichsleiter Straßenbau und –unterhaltung der ESO Stadtservice GmbH die geplanten Reparaturmaßnahmen an der Verkehrswegeinfrastruktur (Fahrbahnen, Fahrrad- und Fußwege) vor.
Im Zuge der Erfüllung hoheitlicher Aufgaben werden vom SOH-Geschäftsfeld Stadtservice ausschließlich Straßenunterhaltungsmaßnahmen im Bereich des 250 km umfassenden Offenbacher Straßennetzes durchgeführt. Beim sogenannten „Bauen im Bestand“ werden etwa Erneuerungen der Asphaltdecke vorgenommen, bei denen eine obere Deckschicht von etwa 12 cm Dicke abgefräst und anschließend neu aufgetragen wird. Im Gegensatz dazu obliegt die grundhafte Erneuerung, bei der deutlich tiefergehende Maßnahmen im Bereich von etwa 70 cm vorgenommen werden, wiederum dem städtischen Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement.
Die roten Felder zeigen es - der Fahrbahnzustand ist hier sehr schlecht
Die roten Felder zeigen es - der Fahrbahnzustand ist hier sehr schlecht © ESO Stadtservice GmbH
Massive Schäden auf der Sprendlinger Landstraße
Massive Schäden auf der Sprendlinger Landstraße © ESO Stadtservice GmbH
Mit den geplanten Maßnahmen werden demnach keine überaus großen Verbesserungen erzielt werden können, vielmehr verhindere man eine weitere Verschlechterung des Fahrbahnzustands. Für eine grundhafte Erneuerung der Straßen in Offenbach und damit einer merklichen Verbesserung müssten Kosten von rund 36 Mio. Euro aufgewendet werden, wie ein Gutachten aus den Jahren 2015 und 2016 ergeben hat. Im Tagesgeschäft stehen der ESO Stadtservice GmbH jährlich 625.000 Euro für kleinere Reparaturen und Unterhaltungsmaßnahmen zur Verfügung. Für die nun großflächig angelegten Maßnahmen stehen 4,175 Mio. Euro aus den Rücklagen des ESO Eigenbetriebs zur Verfügung, die über einen Zeitraum von rund zwei Jahren in die ausgewählten Projekte fließen werden. Die Haltbarkeit der Straßenbelege ist für einen geschätzten Zeitraum von etwa zehn Jahren gewährleistet.

Siebzehn größere Projekte geplant

Bei der Auswahl der Straßenbereiche für die großflächig angelegten Maßnahmen konzentrierte man sich nicht zwangsläufig auf Hauptverkehrsstraßen; vielmehr spielten Kriterien wie Schadensstand der Fahrbahnen, öffentlicher Personennahverkehr sowie Radwegs-Verkehrsbeziehungen eine Rolle. Ausgearbeitet wurden 17 größere Projekte, bei denen hinsichtlich der genannten Kriterien insbesondere aber auch hinsichtlich der Verkehrssicherheit akuter Handlungsbedarf besteht. Als Hilfsmittel bei der Beurteilung diente auch eine Software, die mit den Gutachterdaten gefüttert wurde, und in einer Übersichtskarte den Zustand der einzelnen Straßen widerspiegelt – die Farbe Blau bedeutet etwa einen sehr guten Zustand, rot eingefärbte Straßen befinden sich in einem sehr schlechten Zustand und sind dringend reparaturbedürftig.
Ein Problemfall - die Buchhügelallee
Ein Problemfall - die Buchhügelallee © ESO Stadtservice GmbH
Fahrspur trotz Reparaturmaßnahmen befahrbar
Fahrspur trotz Reparaturmaßnahmen befahrbar © ESO Stadtservice GmbH
Im Rahmen der Pressekonferenz wurden sechs Straßenbereiche vorgestellt, die zum Großteil noch im ersten Halbjahr 2017 bearbeitet werden. Bereits am Montag, den 20.02.2017 starten die Arbeiten im Taunusring, bei denen stadtein und –auswärts jeweils eine Spur bearbeitet wird. Am 06. März beginnen die Maßnahmen auf der stark frequentierten Sprendlinger Landstraße in Richtung Stadtgrenze. Da eine Vollsperrung dort nicht denkbar ist, muss die Straße abschnittweise repariert werden. Der Bereich um die intensiv genutzte Tankstelle konnte bereits zu einem früheren Zeitpunkt im vergangenen Jahr bearbeitet werden, sodass diesbezüglich nicht mit Einschränkungen zu rechnen ist. Schon eine Woche später beginnen die Arbeiten in der Waldstraße im Rahmen einer sogenannten „Mitgehmaßnahme“. Um möglichst wenige Einschränkungen für die Bevölkerung zu gewährleisten erfolgen die Straßenunterhaltungsmaßnahmen in enger Abstimmung mit den Maßnahmen des örtlichen Energieversorgers. Bei der Planung derartiger Projekte müssen zudem stets viele weitere Aspekte berücksichtigt werden, wie etwa eine fortlaufende Anbindung für Bewohner von Sackgassen, o.ä. wie auch ein möglichst uneingeschränkter Betrieb für die örtlichen Gewerbetreibenden.

Verkehrsfreundlich planen

Die Maßnahmen in der Buchhügelallee sind für die Osterferien angesetzt, die seit Jahren notwendige Bearbeitung der Unteren Grenzstraße erfolgt am 1.Maiwochenende. Der Kreuzungsbereich Untere Grenzstraße/Mühlheimer Straße ist einer der meist frequentierten Knotenpunkte im Straßenverkehrsnetz und kann daher nicht komplett für Reparaturmaßnahmen gesperrt werden. Die Mitarbeiter nutzen daher die LKW-freien Tage rund um den Maifeiertag, um die Maßnahmen möglichst störungsfrei für den Straßenverkehr durchführen zu können.
20.02.2017