Rundgang durch das Nordend zum Thema Straßenreinigung
08.12.2025 – Die Sauberkeit im Nordend war Thema eines Rundgangs mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, zu dem das Quartiersmanagement und der Stadtservice der Stadtwerke Offenbach gemeinsam eingeladen hatten. Ziel war es, mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort über die in der Verantwortung des Stadtservices liegende Straßenreinigung ins Gespräch zu kommen. Fünf Teilnehmende kamen während des Märktchens zum Treffpunkt im Stadtteilbüro am Goetheplatz.
Es war ein entspannter, angenehmer Austausch, für den von Seiten des Stadtservices die Leiterin der für die Straßenreinigung zuständigen Abteilung Service öffentlicher Raum, Jasna Volk, die Leiterin der Abteilung Qualitätssicherung, Katrin Kaiser und der zuständige Disponent für die Straßenreinigung in dem Gebiet, Dominik Wehner bei dem Abendrundgang zur Verfügung standen. Sie wollten mit unzufriedenen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, Reklamationen entgegennehmen und sich die bemängelten Stellen zeigen lassen. Mit dabei war auch Quartiersmanagerin Karin Zein.
Jasna Volk und Dominik Wehner erklärten den Teilnehmenden, dass überall dort im Stadtgebiet, wo nicht die Anwohnerreinigung gilt, ein festes Reinigungsteam für einen Bezirk zuständig ist. Im Nordend sind die Grenzen des Reinigungsbezirks ungefähr mit den Stadtteilgrenzen deckungsgleich. Im Dienstplan des Teams sind dabei die jeweils an einem Tag zu reinigenden Straßen vorgeschrieben, nicht aber die Uhrzeit. Dies wurde von einem Teilnehmer bedauert: Früher habe man genau gewusst, wann die Kehrmaschine durch die Straße fährt. Entsprechend habe er das Fenster schließen können, bevor Dreck aufgewirbelt werde. Und er merkte an, dass das Unkraut auf den Gehwegen regelmäßig mit beseitigt werden sollte.
Neue Papierkörbe werden im Frühjahr aufgehängt
An einer Stelle sah es dann tatsächlich nicht gut aus: Dort hatten wohlmeinende Anwohnerinnen und Anwohner morgens einen Kasten mit gläsernen Weihnachtskugeln zum Verschenken auf den Gehweg gestellt. Die Kugeln wurden aber offenbar zum Fußballspielen missbraucht. Überall lagen Scherben herum, die, wo sie erreicht werden konnten, gleich von der Kehrmaschine beseitigt wurden. Auch an einer anderen Stelle lagen im Kreuzungsbereich Taschentücher, Blätter und leere Verpackungen. Zahlreiche Kaugummi- und andere Flecken auf den Gehwegplatten tragen dazu bei, dass eine Straße nicht gepflegt aussieht – diese Art von Verschmutzung lässt sich allerdings nicht mit Kehrmaschine und Besen beseitigen.
Katrin Kaiser kündigte an, dass im Frühjahr die in die Jahre gekommenen Papierkörbe ausgetauscht werden. Die neuen Exemplare sind dann auch mit einem Aschenbecher ausgestattet, in der Hoffnung, dass dann weniger Kippen auf den Boden geworfen werden. Dazu merkte eine Anwohnerin an, dass leider nicht alle Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg die Abfallgefäße nutzen würden. Ob man da nicht mal mit den Schulen im Nordend reden könnte? Die Leiterin der Qualitätssicherung verwies auf die von Schulen und Kindergärten gut angenommenen Informations- und Aufklärungsangebote der Ressourcen- und Abfallberatung des Stadtservices der Stadtwerke in den Kitagruppen und Klassen. Dabei wird über Mülltrennung, Entsorgung und Abfallvermeidung informiert, um dem Nachwuchs frühzeitig den richtigen Umgang mit Abfällen zu vermitteln.
Stadtservice will im Dialog bleiben
Ein Vater mit kleinem Sohn bemängelte vor allem die Verkehrssituation im Nordend, für die allerdings die anwesenden Ansprechpartner des Stadtservices nicht zuständig sind. Dafür durfte aber der Sohn eine Runde auf der von Dominik Wehner mitgebrachten Kehrmaschine mitfahren. Wehner zeigte dabei, wie viel Fingerspitzengefühl die Fahrer brauchen, um beim Kehren mit der Maschine auf dem Gehweg Laternen, Straßenschilder und Stromkästen zu umfahren.
Der Stadtservice wird die Einladung zum Dialog wiederholen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern im Gespräch zu bleiben.