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Kind rutscht Rutsche runter
Nach Beendigung der Arbeiten, fallen und rutschen die Kinder wieder in sauberen Sand. © Habermehl
Die Spielplatzsaison wird derzeit in Offenbach großflächig vorbereitet: Auf 50 der 68 Spielplätze im Stadtgebiet werden insgesamt 90 Kubikmeter Sand entfernt, 200 Kubikmeter werden neu angeliefert. Die Differenz ist die Menge Sand, die aus den vorgesehenen Flächen herausgespielt wird – also beispielsweise beeindruckende Bauwerke, die auf einem Sandkastenrand errichtet und dann vom Wind in die falsche Richtung davongeblasen werden – oder wird in Kinderschuhen, Hosentaschen oder ähnlichem abtransportiert.

200 Kubikmeter neuer Sand für die Spielplätze

Auf 48 Spielplätzen wird der Sand im Auftrag des Geschäftsfeldes Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe maschinell gereinigt, das heißt: Eine spezielle Maschine, der sogenannte Sandmaster, wird vom Mitarbeiter einer beauftragten Firma durch den Sand gefahren. Auf insgesamt 8500 Quadratmetern Fläche siebt er bis in 40 Zentimeter Tiefe alles aus, was aus Hosentaschen, Kinderrucksäcken, Hunden oder Katzen herausfällt oder was dort sonst noch so hineingeworfen wird: Zigarettenkippen, Essensreste, Papiertaschentücher, Scherben, Spritzen, Münzen, Einwickelpapier, Plastikflaschen. Aber auch tote Haustiere werden dort vergraben, Blätter hineingeweht. Durch die Reinigung und Belüftung wird schädlichen Keimen im Sand der Nährboden entzogen.

Kletterschiff auf einem Spielplatz
© Alexander Habermehl

GBM überprüft Sicherheit der Spielgeräte

Wenn die Maschine durch ist, hat der Sand die gleiche Qualität wie neuer Spielsand. Außerdem ist das Verfahren billiger als der Austausch. Dass trotzdem noch so manche Sandkiste mühevoll per Hand leergeschaufelt werden und die Füllung auf einer Deponie entsorgt werden muss, liegt an der Größe: viele der Spielgruben sind für den Einsatz der Maschine schlicht zu klein.

Der Sand wird aber nicht nur aus hygienischen Gründen gereinigt und gelockert, er dient unter den Spielgeräten auch als Fallschutz und puffert Sprünge oder Stürze ab. Dafür soll er möglichst nicht klumpen.

Um die Spielgeräte in den Anlagen kümmert sich eine andere Tochter der Stadtwerke Unternehmensgruppe, die GBM Service GmbH. Deren Mitarbeiter überprüfen die Sicherheit der kompletten Spielplätze mit deren Spielgeräten, wie beispielsweise Wippen, Rutschen und Klettergeräte. Und sie informieren die Kolleginnen und Kollegen vom Stadtservice, wenn unter einem der Geräte oder in einer der Spielgruben zu wenig Sand ist.

29.03.2019