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Stadt Offenbach

Sanierung der Trauerhalle auf dem Neuen Friedhof beginnt

11.07.2025 – Die Sanierung der Trauerhalle auf dem Neuen Friedhof unter dem Dach der Stadtwerke Offenbach rückt näher. Erster für die Besucherinnen und Besucher sichtbarer Hinweis darauf war der neu asphaltierte Weg, der in Richtung einer großen freien Fläche in relativer Mitte des Friedhofsareals führt. Jetzt beginnt dort der Aufbau einer sogenannten Leichtbauhalle. Hier werden ab Anfang August während der Arbeiten im Bestandsgebäude vorübergehend die Trauerfeiern auf dem „Neuen Friedhof“ abgehalten.

„Was sich nach einem sterilen Funktionsraum anhört, wird vor der ersten Abschiedszeremonie in ein würdiges Gebäude mit der Ausstattung der bisherigen Halle umgewandelt“, sagt Gabriele Schreiber, Leiterin der Städtischen Friedhöfe. „Die Innenwände werden verkleidet und die vertrauten Requisiten wie Urnenständer und Leuchter aus der Trauerhalle mit in das Interimsgebäude umziehen. Damit haben wir eine gute, hochwertige Lösung zur Überbrückung der Sanierungszeit.“ 

Sanierung soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden

Die Sanierung der bestehenden Trauerhalle aus dem Jahr 1968 dauert nach aktueller Planung bis Ende 2026 sofern es keine unangenehmen Überraschungen in dem alten Baukörper gibt. „Das Gebäude bleibt in seiner bestehenden Form erhalten und wird instandgesetzt“, sagt Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm. „Die Baugenehmigung liegt vor, aktuell laufen noch Ausschreibungen und die Leistungsvergabe.“ 

„Im Zuge der Planungen war der Wechsel des haustechnischen Fachplaners erforderlich, dadurch änderte sich auch der Zeitplan für die Fertigstellung. Sein Nachfolger hat sich innerhalb kürzester Zeit intensiv mit dem bisherigen Planungsstand auseinandergesetzt und sogar noch Einsparpotenziale gefunden“, sagt Frank Herrgen, Projektleiter von der Stadtwerke-Tochter OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH. 

Trauergäste erreichen Trauerhalle nach Umbau barrierefrei

„Vom Parkplatz aus erreichen die Trauergäste künftig die Halle barrierefrei“, sagt Christian Loose, stellvertretender Leiter des ESO Eigenbetriebs Kommunale Dienstleistungen. „In der Halle selbst werden die Lüftung und die Heizung sowie die Sanitäranlagen erneuert, es werden unter anderem im Foyer ein Aufzug sowie eine Toilette für Behinderte ergänzt. Zur Empore führt nach der Sanierung eine zusätzliche Treppe, mit der wir den neuen Anforderungen an einen zweiten Rettungsweg nachkommen.“

Der betriebliche und der öffentliche Bereich werden getrennt. Das heißt, die rituellen Waschungen durch Angehörige müssen künftig nicht mehr im Sezierraum stattfinden, sondern in einem ausschließlich dafür vorgesehenen Raum, der abseits der Funktionsräume liegt.

Da das bestehende Kupferdach nicht mehr sanierungsfähig ist, wird es vollständig erneuert und gedämmt. Die alten Fenster mit Einfachverglasung werden mit Mehrfachverglasung erneuert, die Lichtkuppeln werden saniert. Bisher verliefen die Fallrohre für die Regenentwässerung inwendig und waren durchgerostet. Im Rahmen der Sanierung werden sie nun auf die Fassade montiert. Geheizt wird die Trauerhalle künftig mit einem Pufferspeicherkonzept, das die Abwärme des Krematoriums außerhalb dessen Betriebszeiten nutzt.   

Interimslösung bietet Platz für 100 Trauergäste

Bis zur Fertigstellung steht die zentral gelegene Interimshalle zur Verfügung. Der Weg dorthin wird von der alten Trauerhalle an ausgeschildert. Der asphaltierte Weg sorgt dafür, dass die Trauergemeinden sich auch bei schlechtem Wetter keine schmutzigen Schuhe holen.

„Rund 100 Menschen werden in der Übergangshalle Platz finden“, sagt der stellvertretende Friedhofsleiter Andreas Bär. „Hier haben wir auch eine Klimaanlage, die im Winter das Gebäude wärmt und im Sommer kühlt.“ Für die Übergangszeit hat die Friedhofsverwaltung eine Orgel analog der Halle in Bieber angeschafft. Die alte Orgel in der Trauerhalle kann nicht abgebaut werden. Sie wird professionell eingehaust, damit sie für die Dauer der Sanierung vor Beschädigungen und Staub geschützt ist.

Zufahrt ist während der Baurbeiten nicht möglich - Friedhofstaxi fährt dienstags bis donnerstags

Das Krematorium wird im laufenden Betrieb saniert. Hier werden die Kühlkapazitäten ausgeweitet, um auch dem steigenden Bedarf nachzukommen. Die Sozialräume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden entkernt und saniert. Für die Bestatter wurden für den Übergang Sozialräume in einem zuvor renovierten Nebengebäude der Verwaltung eingerichtet, die auch bereits bezogen sind.  

Da die Baufahrzeuge über den Haupteingang von der Ulmenstraße aus auf den Friedhof fahren, wird während der Bauarbeiten ab Montag, 4. August, die Zufahrt für private Fahrzeuge gesperrt. Auch mit dem Zufahrtschip, der für Gehbehinderte die Poller in der Einfahrt versenkt, ist die Zufahrt nicht mehr möglich. Dies soll zu größerer Sicherheit im Eingangsbereich führen. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können sich von dienstags bis donnerstags vom Friedhofstaxi zu den jeweiligen Grabstellen bringen lassen. Der Fahrer ist für die Buchung der Fahrt erreichbar unter 0157 71821332. 

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