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Scheckübergabe an den Zeugen.
© SOH
Auf dem Heimweg nach der Arbeit hörte Francesco Ferro auf der Berliner Straße das Geräusch einer Spraydose, drehte sich um und sah, wie ein Mann ein Hinweisschild zur Maskenpflicht mit einer Spraydose unleserlich machte. Ferro griff zum Handy und rief die Polizei, die den Sprayer festnahm.
„Ich finde es völlig richtig, dass man hier in der Innenstadt eine Schutzmaske tragen muss, um sich und andere zu schützen“, sagt er. „Das mache ich selbst immer und darüber sollen auch alle anderen mit den Hinweisschildern informiert werden.“

Keine weiteren Schmierereien seit Sprayer gestellt wurde

Dass er mit dem Anruf bei der Polizei um 500 Euro reicher war, konnte Ferro an dem Tag noch nicht wissen. Denn am Tag vorher hatte der Eigenbetrieb der Stadt Offenbach diese Belohnung für Zeugenhinweise auf den- oder diejenige ausgesetzt, der oder die immer wieder diese Schilder beschmierte. Allerdings war diese Mitteilung noch nicht von den Medien verbreitet worden, als Ferro seine Beobachtung an die Polizei weitergab.

„Die Reinigung der Hinweistafeln, die von Mitte Februar bis Anfang März beschmiert worden sind, hat mehr als 3000 Euro gekostet“, sagt Frank Weber, stellvertretender Leiter des städtischen Ordnungsamtes. „Seit wir dank Herrn Ferro den Mann gestellt haben, gab es auch keine weiteren Schmierereien mehr.“

„Die Belohnung erschien uns angesichts des dauerhaften hohen Reinigungsaufwandes der Schilder zur Maskenpflicht in der Innenstadt eine sinnvolle Ergänzung zu einem schon früher veröffentlichten Zeugenaufruf“, sagt Christian Loose, stellvertretender Leiter des ESO Eigenbetriebs der Stadt Offenbach. „Dass sie allerdings schon geholfen hat, bevor sie überhaupt veröffentlicht wurde, ist ein großartiger Erfolg“, ergänzt er schmunzelnd bei der Übergabe des offiziellen Schecks an den Zeugen.

12. April 2021