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Laskabrücke
Im September wurde die Laskabrücke intensiv geprüft. © SOH/georg-foto.de
Seit 102 Jahren führt die Laskabrücke vom Lämmerspieler Weg zur Mühlheimer Straße über die Bahngleise zwischen Frankfurt und Bebra. Doch an der Stahlkonstruktion nagt der Rost.
Deutlich ist von unten der rötliche Schimmer zu sehen. Das Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe hat Mitte September ein Ingenieurbüro mit der alle sechs Jahre routinemäßig anstehenden Bauwerksüberprüfung beauftragt. Dieses hat mehrere Tage lang die Brücke auf Rost und Nieten geprüft und nun den Bericht vorgelegt: Danach erhält die Brücke auf der Skala von 1 bis 4 die Zustandsnote 3,7; bei der Prüfung zuvor lautete das Fazit 3,4. Das war gerade noch ausreichend, doch wurde damals ein Verbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen verhängt.

Nun hat sich der Zustand weiter verschlechtert. Als Konsequenz dürfen ab sofort nur noch Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen über das Bauwerk fahren; entsprechende Schilder wurden bereits vom Stadtservice aufgestellt. Wird das Verbot nicht beachtet, wird aus Sicherheitsgründen die Brücke komplett gesperrt.

Doch nach wie vor halten sich viele Fahrer von Lastwagen nicht an das Fahrverbot – und gehen damit ein unkalkulierbares Risiko ein. Zwar droht der Brücke nicht der Zusammenbruch. Doch viele der rostenden Bauteile, darunter auch die sogenannten Tropftüllen, an denen das Wasser aus der Brückenkonstruktion nach unten ablaufen kann, sind Gefahrenpunkte.  Auch an ihnen nagt der Rost und sie könnten durch die von schweren Fahrzeugen ausgelösten Erschütterungen abfallen. Fährt dann auf den darunter verlaufenden Bahngleisen ein Güterzug durch, kann ein solches Bauteil zum gefährlichen Geschoss werden.

Deshalb wird die Polizei in der nächsten Zeit die Einhaltung des Fahrverbotes intensiv kontrollieren.

Offenbach am Main, 22. Dezember 2017