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ESO-Mitarbeiter mit Kettensäge
Die Kettensäge des Stadtservices gleitet leise und ohne Emissionen durch das städtische Grün. © georg-foto
Das Geschäftsfeld Stadtservice hat immer mehr Arbeitsgeräte mit Stromakku in Betrieb / Erleichterung für Anwohner und Mitarbeiter

Ein Kettensägen-Massaker im Horrorfilm, bei dem die Protagonisten mit weit aufgerissenen Augen panisch auf ein leise surrendes Gerät mit Akkuantrieb starren? Sensationslüsternem Kinopublikum dürfte die ökologisch bessere Variante dieses Geräts wohl kaum das Popcorn aus den Händen gleiten lassen, Offenbacher Bürger könnten aber Gefallen daran finden. Denn eine Akku-Kettensäge in den Händen eines städtischen Mitarbeiters in einer öffentlichen Grünanlage produziert deutlich weniger Lärm und keine Abgase.

„Vor dem Hintergrund des Klimawandels bemühen wir uns, wo immer es sinnvoll ist, unseren Maschinenpark auf Elektrobetrieb umzustellen“, sagt Heiko Linne, Betriebsleiter des Geschäftsfeldes Stadtservice.

Die ESO Stadtservice GmbH im Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe hat jetzt wieder mehrere Geräte mit leisem Antrieb und geringem Schadstoffausstoß gekauft, darunter erstmals eben auch eine neuentwickelte Kettensäge, deren Zähne sich geräuscharm mittels Stromantrieb durch Äste und Baumstämme fressen. 

Auch neue elektrische Laubbläser sind jetzt im Einsatz. Zwar wird nach einem entsprechenden Stadtverordnetenbeschluss das Laub in Offenbach bereits seit 2012 nicht mehr mit lärmenden benzinbetriebenen Geräten, sondern vorzugsweise mit Hilfe von Besen oder eben elektrischen Laubbläsern von den Gehwegen geholt. Doch diese waren längst nicht so leistungsfähig wie die lärmenden Geräte mit Benzinmotor. Jetzt ist aber eine neue Generation von Akkulaubbläsern am Start, die leichter, leiser und leistungsfähiger sind. Die Gesundheit der Mitarbeiter wird nicht nur wegen des geringeren Gewichtes ihres Arbeitsgerätes geschont, sondern auch, weil sie nicht mehr den Abgasen und dem Lärm der Motoren ausgesetzt sind. Dies kommt auch den Anwohnern und Passanten am jeweiligen Einsatzort zugute.

Weniger Lärm und gesundheitliche Vorteile

Wegen dieser Vorteile können Elektrogeräte auch gut von Mitarbeitern eingesetzt werden, die aus gesundheitlichen Gründen beispielsweise nicht mehr schwer heben dürfen oder eine Hörbehinderung haben. Liegt bei einem Mitarbeiter eine medizinische Indikation vor, ist eine Förderung des Elektro-Arbeitsgerätes durch das Integrationsamt des Landes Hessen von bis zu 75 Prozent möglich. Dies hat der Stadtservice bereits in Anspruch genommen.

Außerdem kauft die ESO Stadtservice GmbH im kommenden Jahr zu Beginn der nächsten Grünsaison einen elektrisch betriebenen Freischneider. Dieser ist gemeinsam mit der bereits genutzten Heckenschere mit Akku vor allem für den diskreten Einsatz auf den städtischen Friedhöfen vorgesehen. Und auch Offenbacher Grashalme in öffentlichen Grünanlagen sollen dank einer neuen Generation leistungsstarker Elektrorasenmäher künftig mit Antrieb aus dem Akku einen neuen Schnitt erhalten. 

„Wir wollen Vorreiter bei der umweltfreundlichen Stadtreinigung und Grünpflege sein“, sagt Heiko Linne.

Elektro-Gabelstapler
Elektro-Gabelstapler © SOH

Und auch der neue Kollege auf dem Wertstoffhof in der Dieselstraße ist kräftig, sparsam und leise. Nur drei Stunden an der Steckdose braucht der elektrisch betriebene Gabelstapler, um wieder tagelang mit ruhigem Summen Fässer, alte Kühlschränke, Waschmaschinen und andere ausrangierte Elektrogeräte aus Offenbacher Haushalten auf einen Container zu hieven. Das Team des Wertstoffhofes und dessen Kunden schätzen den leisen und abgasfreien Antrieb. Beim Rückwärtsfahren warnt er allerdings durch lautes Piepen. „Wir können außerdem ein durchdringendes Hupen zuschalten“, sagt Ayla Sauer, stellvertretenden Leiterin des Wertstoffhofes, „vor allem wenn Bürger auf dem Hof vor den Containern ihren Abfall abladen, ist es sinnvoll, wenn man den heranfahrenden Gabelstapler hören kann.“

Das Geschäftsfeld Stadtservice der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe

Mit ihrem Geschäftsfeld Stadtservice sorgt die Stadtwerke-Gruppe für ein gepflegtes Stadtbild in Offenbach. Zu den Entsorgungs- und Dienstleistungsunternehmen gehören die ESO Stadtservice GmbH als hundertprozentige Tochter der SOH und der ESO Eigenbetrieb Stadt Offenbach – Kommunale Dienstleistungen. Rund 400 Mitarbeiter erbringen jeden Tag wichtige Beiträge zur Lebensqualität in Offenbach: Sie leeren Mülltonnen, reparieren und kehren die Straßen. Sie pflegen Grünanlagen, kümmern sich um die fünf städtischen Friedhöfe, den Hochwasserschutz sowie das städtische Kanalnetz und leisten den Winterdienst.

http://stadtservice.soh-of.de  

15. Dezember 2017