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Rapper Tao während eines Auftritts
Rapper Tao auf dem Schulhof der Edith-Stein-Schule in Offenbach. © Monika Müller
Vier Auftritte, viel Jubel: An der Schillerschule endete am Donnerstag, 18. Oktober, die vier Stationen umfassende Tournee von Rapper Tao durch Offenbacher Schulen. Das ungewöhnliche Pausenangebot sollte die Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Schule, der Bachschule, der Geschwister-Scholl-Schule und der Schillerschule nicht nur unterhalten, sondern auch für das Thema Abfalltrennung sensibilisieren. Dafür hat Tao gemeinsam mit der Offenbacher Kreativagentur U 9 im Auftrag des Geschäftsfeldes Stadtservice der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe einen witzig-kreativen Bio-Rap geschrieben. Dazu gibt es ein Video an Offenbacher Schauplätzen, dessen Klick-Zahlen bei Youtube inzwischen fünfstellig sind.

Jugendliche mit ihrer Sprache erreichen

Der Rap ist Teil der vor eineinhalb Jahren gestarteten Bioabfallkampagne „Die Zukunft ist im Eimer“, mit der das Geschäftsfeld Stadtservice die Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren möchte, den Abfall zu trennen und die Biotonne stärker als bisher zu nutzen. Damit sollen nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Bürger die Entsorgungskosten gesenkt werden. Außerdem ist die richtige Befüllung der Biotonne ein Beitrag zum Umweltschutz: Die Obst- und Gemüseschalen, der welke Salat und die gammelige Tomate werden in einer Biogasanlage vergoren und produzieren damit Strom. Was übrig bleibt, wird als Dünger genutzt.

Aktuell liegt der Fokus dabei auf den jungen Offenbachern. „Wir müssen einen langen Atem haben, um Bürger, die bisher noch keinen Abfall trennen, zur Nutzung der Biotonne zu ermutigen“, sagt Christian Loose, stellvertretender Leiter des Eigenbetriebes Stadt Offenbach. „Deshalb möchten wir mit diesem Rap die Jugendlichen auf ihren Kommunikationswegen und mit ihrer Sprache erreichen.“

Rap "Die Zukunft ist im Eimer" © Tao feat. Biobabo

Die Jugendlichen können das Thema Abfalltrennung jetzt schon in ihre Familien hineintragen und dort – so die Hoffnung des Stadtservice - eine Verhaltensänderung bewirken. Wenn sie selbst einen eigenen Haushalt gründen, so die weitere Überlegung, ist ihnen das Thema Abfalltrennung dann vertraut, auch wenn es vielleicht noch nicht im Elternhaus vorgelebt wurde. Und beim Einzug in die erste eigene Wohnung gehören dann nicht nur Bett, Regal und Spielekonsole, sondern auch die Bioabfalltüten dazu.

Für die Schillerschule passt der Bio-Rap gut zu den Bausteinen, mit denen bereits im Unterricht die Abfalltrennung behandelt wird. Schon seit vielen Jahren beteiligen sich die Schüler an der vom Stadtservice unterstützten hessenweiten Aktion Sauberhafter Schulweg. „Anlässlich des Auftritts von Tao haben wir den Donnerstag als Aktionstag zum Thema Abfalltrennung ausgerufen“, sagt der stellvertretende Schulleiter Rainer Thomas. Die Schülervertretungsstunden bieten dann Anlass, das Thema Abfall in den Klassen zu besprechen. Dies soll der Auftakt für die anschließende Bearbeitung im Unterricht sein.

Bürger können Herbstlaub über Biotonne entsorgen

Neben der Kooperation mit den Schulen hat der Stadtservice bereits seine Abfallsammelfahrzeuge mit dem Slogan „Die Zukunft ist im Eimer“ und der prägnanten leuchtenden Abfalltonne beklebt, es gab Infostände auf dem Wochenmarkt zur Getrenntsammlung, viele Haushalte in der Offenbacher Innenstadt haben ein persönliches Anschreiben mit einer Bioabfalltüte aus Papier als Einstieg in die Getrenntsammlung erhalten. In dieser Woche bringt die Kampagne einige Bushaltestellen zum Leuchten: Auch dort werden die Werbeplakate mit der Biotonne nachts illuminiert. Zudem hängen Banner über der Berliner Straße.

„Das Herbstlaub ist eine gute Gelegenheit, die Offenbacher jetzt nochmals darauf aufmerksam zu machen, dass sie die Blätter und auch ihren Grünschnitt aus dem Garten zwar gerne auch auf dem Wertstoffhof abgeben, aber auch bequem über die Biotonne entsorgen können“, sagt Christian Loose. Selbstverständlich gehören aber auch Essensreste und auch gekochte Speisen in die Biotonne.

Flyer in 14 Sprachen

Im nächsten Kampagnenschritt werden nun mit einer Mailingaktion Hausverwaltungen von Großwohnanlagen angeschrieben. Sie erhalten das Angebot einer Abfallberatung zusammen mit einem Infopaket mit Plakaten und Flyern in 14 verschiedenen Sprachen. Damit können sie bei den Mietern ihrer Liegenschaften für die Getrenntsammlung von Bioabfällen werben. Denn wenn Bioabfälle über die günstige Biotonne entsorgt werden, kann gerade in großen Liegenschaften auf Dauer das Volumen des teureren Restabfallgefäßes verringert werden – dies senkt die Umlagen für jeden einzelnen Mieter und ist zudem ökologisch sinnvoll.