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Taucheriensatz am Mainauslass
Ein Taucher bereitet unter Wasser die Betonierung vor. © Monika Müller
Es gibt Bauwerke, die werden erst errichtet und laufen dann ungeplant mit Wasser voll, und es gibt Bauprojekte, die werden von Anfang an erst mal unter Wasser vorbereitet und dann leergepumpt. In Offenbachs größtem aktuellen Kanalbauprojekt war dafür jetzt ein Taucher im Einsatz.
Tauchereinsatz am Mainauslass
Der Taucher wird in die Baugrube hinab gelassen. © Monika Müller
Tacher im Einsatz an der Baustelle für den Mainauslass
In sieben Metern Tiefe hat der Taucher alles entfernt, was verhindern könnte, dass das Fundament hält. © Monika Müller
Betonmischer an der Mainauslass-Baustelle
Mit Unterwasserbeton wurde das Fundament für den Mainauslass betoniert. © Monika Müller

Die von der Abteilung Entwässerung vom Stadtservice der Stadtwerke Offenbach beauftragten Arbeiten am Mainauslass gehen jetzt im Uferbereich unter Wasser in die nächste Phase, bevor die Pumpen zum Einsatz kommen.

Das Auslassbauwerk entsteht in Höhe des Innovationscampus (vormals Clariant-Gelände) neben der denkmalgeschützten Rohrbrücke,  einer ehemaligen Entladestelle für Tankschiffe, die das frühere Chemiewerk belieferten. Dort wird nach Fertigstellung bei starkem Regen Wasser aus dem großen Sammelkanal  in den Main fließen. Damit soll verhindert werden, dass es nicht in den Straßen hochdrückt. 

Die noch unter Wasser stehende Baustelle ist bereits von Spundwänden im Flussbett abgegrenzt, davor stehende Dalben sollen sie vor dem Aufprall von Booten und Schiffen schützen.  Am Dienstag, 15. Juni, hat ein Taucher die Betonierung vorbereitet und in sieben Metern Tiefe Schlamm und alles entfernt, was verhindern könnte, dass der Untergrund dicht hält, wenn das Wasser abgepumpt wird.  

Anschließend hat ein Spezialunternehmen damit begonnen, 140 Kubikmeter Unterwasserbeton aus einem Schlauch einzuleiten, um ein 1,50 Meter dickes Fundament für das eigentliche Auslassbauwerk herzustellen. In den nächsten Tagen wird nun die Baugrube leergepumpt und die Bauarbeiter können im Trockenen weiterbauen. 

16. Juni 2021