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Die mächtige Hängeblutbuche am Weg zwischen Sheraton-Hotel und Büsingpark gehörte viele Jahre lang zu den prägenden Bäumen der Grünanlage. Obwohl diese Art als sehr robust gilt, hat sie aber die vergangenen trockenen Sommer nicht überlebt.

Sie musste im vorigen Jahr von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtservices der Stadtwerke Offenbach entfernt werden. „Wir wollten an dieser markanten Stelle wieder einen besonderen Baum setzen, der auch schon größer ist als es unsere Neupflanzungen normalerweise sind“, sagt Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach.

Die Wahl der Abteilung Grünwesen in Abstimmung mit dem Amt 60 Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement fiel auf einen Tulpenbaum, der durch eine außergewöhnliche Krone und etwa alle zwei Jahre durch besondere Form der Blüten ins Auge fällt. Er steht auf der sogenannten GALK-Liste (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz), auf der unter anderem die Erkenntnisse, Erfahrungen und wissenschaftliche Daten über Wachstum, Resistenz und Verwendbarkeit von Bäumen in der Stadt zusammengefasst werden. Die Liste berücksichtigt auch die sich ändernden Rahmenbedingungen durch Klimaveränderungen für die Bäume. Der Tulpenbaum sollte also gute Chancen haben, dort ebenfalls bald zu einem prägenden Element der Parklandschaft zu werden.

Der neue Tulpenbaum im Büsingpark
Der neue Tulpenbaum im Büsingpark mit Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach, Rechtsanwältin Luisa Stein und Rechtsanwältin Ronia Seggelke von der Kanzlei Knolle. © Monika Müller

Eine solche besondere und auch schon hochgewachsene Baumschönheit mit einem Stammumfang von 45 Zentimetern ist aber nicht zum Schnäppchenpreis zu bekommen. Die dafür fälligen gut 3000 Euro hätten das Budget für Neupflanzungen beim Stadtservice gesprengt. Deshalb hat der Stadtwerke-Geschäftsführer nach einem Sponsor oder einer Sponsorin für diesen Baum gesucht. Fündig wurde er im Gespräch mit Olaf Meister, einer der Partner der Anwalts- und Notar-Kanzlei Knolle, die die Stadtwerke häufiger in rechtlichen Fragen berät.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kanzlei kommen auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause häufig am Büsingpark vorbei. Die Idee, einen Baum im nahegelegenen Büsingpark zu sponsern, kam in der Belegschaft mit immer größerem Frauenanteil sehr gut an. Jetzt wurde der Tulpenbaum gepflanzt und mit einer Namensplatte des Sponsors versehen. Seitens der Kanzlei nahmen nun die Rechtsanwältinnen Luisa Stein und Ronia Seggelke den Baum gemeinsam mit Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Walther in Augenschein.

„Pflanzen sind wichtig für die Atmosphäre, insbesondere innerhalb einer Stadt“, sagt Ronia Seggelke, die neu als Rechtsanwältin in die Kanzlei eingestiegen ist. „In der Kanzlei können wir dies jedoch nur im Kleinen umsetzen.“ „Wir haben zwar eine Dachterrasse, auf der wir ein größeres Beet mit geeigneter Bepflanzung und hoffentlich bald ein Bienenvolk halten, aber eine richtige Gartenlandschaft ist das natürlich nicht“, ergänzt ihre Kollegin Luisa Stein, die seit 2017 in der Kanzlei arbeitet, seit 2020 als Partnerin und dieser Tage auch als Notarin zugelassen wurde.  „Deshalb freuen wir uns, hier im Büsingpark einen Baum zu sponsern. Denn Grün braucht jede Stadt.“

21. Mai 2021