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Die Arbeit im Krematorium ist für die Mitarbeiter leichter geworden. Mussten sie früher in gebückter Haltung die heißen Aschekästen mit glühendem Inhalt in etwa 40 Zentimeter Höhe mit einer Stange aus dem Ofen angeln, ein Stück weiter mit Schutzhandschuhen heben und dann in gleicher Höhe wieder in die Abkühlung schieben, können sie nun die heißen Kästen auf einem Kugellagergestell von einer Öffnung zur nächsten rollen lassen. Eine Idee von Mitarbeiter Günther Schierle.
Mitarbeiter Günther Schierle im Krematorium
Günter Schierle demonstriert, wie die von ihm konstruierte Rollvorrichtung funktioniert. © SOH

„Das schont nicht nur den Rücken, sondern schützt auch vor Verbrennungen an dem heißen Ofen und den Kästen“, sagt Günter Schierle. Der gelernte Schlosser ist seit 32 Jahren bei der Stadt Offenbach. Jetzt ist er beim Stadtservice angestellt. Dort hat er auch sieben Jahre im Krematorium gearbeitet. „Für unsere Leute ist das Rollgestell eine enorme Erleichterung“, lobt auch Werner Hornof, technischer Leiter des Krematoriums.

Schierle tüftelt und konstruiert gerne,  und hat schon mehrere Auszeichnungen, verbunden mit einer finanziellen Belohnung, für Verbesserungsvorschläge an seinem  Arbeitsplatz erhalten. Immer wieder hat er in den vergangenen Jahren erfolgreich überlegt und gerechnet, wie er seine  Kollegen mit seinen Ideen an ihrem Arbeitsplatz unterstützen, Gefahren reduzieren sowie Anstrengungen ersparen und auch der Stadtwerke Unternehmensgruppe Geld sparen kann. „Bisher haben ich keinen Verbesserungsvorschlag umsonst gemacht“, erzählt er.

Gute Ideen sparen Geld

Sieben Mal wurden seine Ideen umgesetzt. Diese reichten von einer deutlich einfacheren Methode, Wellen an einer Drehvorrichtung im Krematoriumsofen innerhalb kürzester Zeit auszutauschen, ohne die gesamte Anlage tagelang stilllegen zu müssen, über Verbesserungen der Sicherheit von Kunden und Kollegen auf dem Wertstoffhof bis hin zu einer Korrektur beim Wiegen der Müllfahrzeuge, die seinem Arbeitgeber viel Geld gespart hat.

Die Rollvorrichtung im Krematorium ist sein jüngster Coup. Sie schont die Gesundheit der Kollegen, die sich durch die gute Idee nicht mehr unnötig tief bücken müssen und die heißen Kästen auf Distanz halten können.

Auch alle anderen Mitarbeiter der Stadtwerke Unternehmensgruppe sind eingeladen, ihre Ideen zur Arbeitserleichterung oder Kostensenkung ihrem jeweiligen Vorgesetzten mitzuteilen.

20.09.2018