Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bewölkt26°C
Suche
Suche

Wochenlang aufgestaute Energie von den jüngsten Offenbachern darf sich seit kurzer Zeit wieder auf den städtischen Spielplätzen entladen. Doch mit der Freigabe der Spielplätze nach der coronabedingten Schließung gab es für den mit der Entsorgung beauftragten Stadtservice der Stadtwerke Offenbach auch eine unschöne Begleiterscheinung: Die wilden Müllablagerungen im Stadtgebiet haben enorm zugenommen. Haben die Mitarbeiter des Stadtservices der Stadtwerke sonst etwa zehn bis 20 solcher nicht angemeldeten und damit illegalen Müllhaufen beseitigt, waren es in jüngster Zeit täglich bis zu 50. Dafür musste zusätzliches Personal eingesetzt werden.

Aber auch die Abfallbehälter waren deutlich schneller voll als sonst. Besonders über die von schönstem Wetter begleiteten Pfingstfeiertage mit wenigen Alternativen für die Freizeitgestaltung wurden die Grün- und Spielanlagen wieder intensiv bespielt und offenbar auch für Picknicks genutzt. Reichte vor der Corona-Krise in den meisten Fällen eine wöchentliche Leerung, waren die Behälter oft bereits nach einem Tag wieder gefüllt. Meist  genügt schon ein hineingestopfter Pizzakarton, um das Volumen komplett auszufüllen.

Leerungsintervalle für Abfallkörbe bereits erhöht

Dabei wurden die Leerungsintervalle in den Anlagen, die für überquellende Abfallbehälter bekannt sind, bereits seit Ostern erhöht. Im Leonhard-Eißnert-Park und am Mainufer beispielsweise sind die Mitarbeiter des Stadtservices täglich, im Martin-Luther-Park alle  zwei Tage, um die Behälter zu leeren und aufzuräumen.

Noch weiter erhöhte Leerungsintervalle im gesamten Stadtgebiet wären eine logische, aber bei rund 3000 Abfallbehältern im Stadtgebiet nicht bezahlbare Option. Hinzu kommt, dass die aktuelle Leerung in den meisten Fällen ausreicht. Diese Kosten für die Abfallentsorgung im öffentlichen Raum fließen auch in die Müllgebühren ein, die alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt zahlen müssen.

Kartons kleinreißen, auf leere Abfallkörbe ausweichen

Deshalb wollen sich die zuständigen Abteilungen des Stadtservices nun kommende Woche anschauen, welche Grünanlagen derzeit besonders von überquellenden Abfallbehältern betroffen sind. Gegebenenfalls wird dort dann häufiger geleert.

Allerdings können auch die Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, den unappetitlichen und unschönen Anblick von vollgestopften Gefäßen und daneben gelagerten Müllhaufen zu vermeiden: In den meisten Grünanlagen wie beispielsweise dem Leonhard-Eißnert-Park gibt es in kurzen Abständen viele Abfallbehälter. Ist einer voll, kann schon der nächste eine paar Schritte weiter noch Kapazitäten bieten. Pizzakartons gehören wie alle Kartonagen nicht in die öffentlichen Abfallbehälter, sondern zum Altpapier. Wenn jemand verständlicherweise nicht mit der leeren Verpackung unter dem Arm heimgehen möchte, sollten die Kartons zumindest zusammengeklappt oder zerrissen entsorgt werden.

12. Juni 2020