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Wasserfontäne im Martin-Luther-Park
Nach Ostern wird auch die Fontäne im Martin-Luther-Park wieder sprudeln. © SOH
Der kalte März mit seinen späten Nachtfrösten hat viele angenehme Begleiterscheinungen des Frühlings verzögert: Blumen werden später gesetzt und auch die 15 städtischen Wasserspiele sprudeln später als gewöhnlich. Hatte die Abteilung Entwässerung der Stadtwerke Unternehmensgruppe/Geschäftsfeld Stadtservice die Fontänen der elf Springbrunnen und vier Weiher in den vergangenen Jahren immer zum Osterfest angestellt, wurde in diesem Jahr erst in der ersten Aprilwoche damit begonnen.

Als erstes haben die Stadtservice-Mitarbeiter die Wassersspiele im Martin-Luther-Park und im Senefelder Quartier sowie den rathausbrunnen eingeschaltet. Seit Montag, 09. April, werden auch die anderen Springbrunnen und Fontänen nach und nach angeschaltet.

Wassernebel könnte Eisfläche am Boden bilden

Für die Verzögerung sind die späten Frostnächste verantwortlich. Aber nicht weil die Technik unter den niedrigen Temperaturen leiden würde, sagt Mitarbeiter Thomas Becker. Die Pumpe kann auch bei wenigen Grad unter dem Gefrierpunkt noch gut funktionieren. Die Fontänen der nahe an Bürgersteigen gelegenen Springbrunnen könnten bei Temperaturen unter null Grad für die Passanten gefährlich werden. „Der Wassernebel könnte am Boden neben den Springbrunnen gefrieren und eine Eisfläche bilden“, erklärt er.

Also musste auf besseres Wetter gewartet und kurzfristig entschieden werden, wann die Pumpen wieder angestellt werden. Der grobe Schmutz und das Laub waren jedenfalls rechtzeitig aus den Becken entfernt worden und auch die Technik ist längst vorbereitet: die im Oktober ausgebauten Pumpen und Sprühdüsen wurden über die Wintermonate gereinigt und gewartet sowie gegebenenfalls gestrichen.

Stadtservice-Mitarbeiter pflegen die Anlagen

Wenn die Fontänen dann täglich von 7 bis 22 Uhr sprudeln, gehört es zu den Aufgaben des Stadtservices, das Wasser in den Springbrunnen regelmäßig mit Chlor in geringer Konzentration zu desinfizieren. Denn die erfrischenden Sprudler sind für Kinder bei entsprechender Wärme zu verlockend und werden gerne zum Plantschen genutzt. Deshalb sollte das Wasser möglichst keimfrei sein. Auch bei den Wasserspielen im Leonhard-Eißnert-Park herrscht bei Sommerwetter großer Andrang. Sie werden morgens erst um 9 Uhr eingeschaltet, weil sie alle zwei Tage gründlich gereinigt werden. Kontrolliert wird die Wasserqualität vom Stadtservice mit eigenen Messgeräten.

Bei den neueren Anlagen, beispielsweise auf der Hafeninsel oder im Senefelder-Quartier, ist bereits eine automatische Dosieranlage für die richtige Chlormenge eingebaut, bei den anderen machen das die Stadtservice-Mitarbeiter per Hand. Auch die bei den neueren Springbrunnen eingebaute Impulstechnik wird mit dem Computer gesteuert und muss richtig programmiert werden, damit der Wasserstrahl nicht über den Beckenrand hinausschießt. Das ist eine sehr komplexe Arbeit, die seit vier Jahren von Brunnenmeister Steffen Seikel, ebenfalls aus dem Team des Stadtservices, erledigt wird.

Einbau der Technik erfolgt im eiskalten Wasser

Der Einbau des Zubehörs in den Weihern verlangt Thorsten Hammer, zuständig für die Technik und die Wasserspiele im Leonhard-Eißnert-Park, immer etwas Überwindung ab. Denn das Wasser ist kalt. Eiskalt. Dass Hammer zunächst durch das manchmal bauchhohe Wasser bis zum Anschluss der Fontäne waten muss, findet er nicht so schlimm – dafür hat er eine Wathose, die seine dicke Arbeitskleidung vor Nässe und Kälte schützt.

Aber die Pumpe und die Sprühdüse, die müssen unter Wasser montiert werden: Mit den Fingern, ohne Handschuh und mit nackten Armen. „In langen Gummihandschuhen, die die Kleidung schützen, hat man kein Gefühl für den Einbau der Technik“, erklärt Hammer. Hinterher dürfte er dann auch eine Zeitlang kein Gefühl mehr in den Fingern haben, aber er sieht es mit Humor: „Das ist gut für den Kreislauf – und beim Ausbau im Oktober ist das Wasser dann auch wärmer.“

11.04.2018