Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bedeckt16°C
Suche
Suche

Weihnachtsbäume Wertstoffhof mit Bagger
Auf dem Wertstoffhof türmen sich die eingesammelten Weihnachtsbäume. © SOH
In der zweiten Januarwoche haben Mitarbeiter des Stadtwerke-Geschäftsfelds Stadtservice wieder die abgeschmückten Weihnachtsbäume in Offenbach eingesammelt. Auf dem Wertstoffhof stapeln sich nun die Bäume.

2017 wurden 66 Tonnen Weihnachtsbäume gesammelt

Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume stehen landesweit am Jahresende in deutschen Wohnzimmern. Herausgefunden hat das der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland. Wie viele es in Offenbach sind, lässt sich in Stückzahlen schwer schätzen. Im vergangenen Jahr waren es aber rund 66 Tonnen, die die Mitarbeiter der Stadtwerkegruppe/Geschäftsfeld Stadtservice am Jahresanfang 2017 am Straßenrand eingesammelt, beziehungsweise auf dem Wertstoffhof direkt aus dem Kofferraum entgegengenommen haben. Und auch aktuell stapeln sich dort wieder die ersten Berge aus abgeholzten Tannen und Fichten, ein ziemlich trauriger Anblick für alle, die dem Fest noch etwas hinterhertrauern.

Seit Montag, 8. Januar, werden die abgeschmückten Nadelbäume wieder vom Stadtservice abgeholt. Wer vergessen hat, seinen Baum rechtzeitig herauszulegen, kann ihn auch direkt auf dem Wertstoffhof abgeben. Beim Einsammeln auf der Straße müssen die städtischen Mitarbeiter flott sein, Offenbach ist groß und mehr als 60 Tonnen Bäume wollen erst mal auf einen Wagen verladen sein. Umso ärgerlicher ist es dann für die Mitarbeiter, wenn viele Bäume in Müllsäcken verpackt am Straßenrand liegen. Das mag zwar eine gute Idee für den nadelfreien Transport durch das Treppenhaus sein. Aber das Auspacken hält die Abfuhr auf und ein übersehener Plastikbeutel verunreinigt die gesamte Fuhre, die noch weiterverwendet werden soll.

Elefantenfutter oder Kleiderständer?

Natürlich hat auch das Internet viele Tipps bereit, wie der Verbraucher selbst die Bäume verwerten kann: Elefanten, so erfährt man dort, haben abgeholzte Tannen und Fichten zum Fressen gern. Aber zum einen bevorzugen sie die Exemplare, die nicht rechtzeitig vor Heilig Abend verkauft wurden, weil sie dann ganz sicher ohne jeden Rest von Lametta oder vergessene Glaskugeln sind, und zum anderen hat auch nicht jeder einen Elefanten zur Hand, an den er seinen abgetakelten Weihnachtsbaum verfüttern könnte.

Weihnachtsbäume Wertstoffhof
Etwa 66 Tonnen Weihnachtsbäume hat das Geschäftsfeld Stadtservice im letzten Jahr gesammelt. © SOH

Praktikabler ist da zumindest für Gartenbesitzer der Tipp, mit den Zweigen Blumenbeete abzudecken, um sie vor der Kälte zu schützen. Die abfallenden Nadeln haben darüber hinaus den Vorteil, dass in der warmen Jahreszeit Schnecken nicht gerne über einen solch pieksigen Untergrund kriechen. Gehäckselt ist der Baum auch für den Komposthaufen geeignet.

Der häufig im Internet verbreitete Tipp, aus dem Stamm und den kahlen Ästen einen Kleiderständer zu basteln, trifft dagegen vermutlich nur auf eine mäßig große Zielgruppe.

Bäume werden zur Erzeugung von Fernwärme verbrannt

Die vom Stadtservice gesammelten Bäume werden jedenfalls von einem Unternehmen aus Wiesbaden vom Offenbacher Wertstoffhof abgeholt. Das lässt die Stars des vergangenen Weihnachtsfestes dann - an dieser Stelle müssen sensible Gemüter tapfer sein – schreddern. Die groben Teile werden verbrannt und erzeugen so noch einmal über die Fernwärme Behaglichkeit in vielen Wohnzimmern. Die kleineren Teile landen in der Kompostierung, werden zu Erde und verkauft. Und Romantiker können sich jetzt vorstellen, dass sie in einem Garten landen, in dem eine neue Tanne oder Fichte heranwächst.

12.01.2018