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Weißer Asphalt an der Bushaltestelle am Bahnhof Bieber
© SOH
Weiß ist ja eine eher unpraktische Farbe, zumal als Straßenbelag. Trotzdem läuft jetzt am Bahnhof Bieber ein Test mit einem sogenannten Halbstarren Belag, der den Belastungen der dortigen Bushaltestelle besser standhalten soll.

Denn unter an- und abfahrenden Bussen ist ein Asphalt besonders gefordert: Nicht allein das Gewicht setzt ihm zu, das Problem ist vor allem die Hitze des am Fahrzeugboden angebrachten Motorblocks. Die lässt eine ursprünglich glatte Fahrbahn besonders in den ohnehin warmen Sommermonaten nicht ganz dahinschmelzen, sorgt aber dafür, dass der Asphalt weich wird und die Reifen Spurrillen hinterlassen.

Der jetzt am Bahnhof Bieber im Auftrag des Geschäftsfeldes Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe neu aufgebrachte Belag ist eine Mischung aus Asphalt- und Betonfahrbahn. Er ist härter, schneller wieder befahrbar und Wärmeabstrahlung kann ihm weniger anhaben. Außerdem sind an der Haltestelle optimale Bedingungen für das Aufbringen: So stören beispielsweise keine Einbauten in der Fahrbahn wie Sinkkästen. Allerdings müssen während der Arbeit optimale Bedingungen herrschen: Das Material ist sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit, bei Regen oder Nebel kann es nicht aufgebracht werden.

Dass der Halbstarre Belag so hell erstrahlt, wird sich allerdings bald ändern. Nicht nur, weil die Busreifen ihre Spuren darauf hinterlassen, sondern weil die Fahrbahn hier noch einmal kugelgestrahlt wird. Diese Behandlung ergibt einen Terrazzoeffekt, der allerdings nicht aus optischen Gründen hergestellt wird, sondern um die Oberfläche noch einmal zu glätten.

20.04.2018