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Räumfahrzeug des Geschäftsfeldes Stadtservice im Einsatz.
Räumfahrzeug des Geschäftsfeldes Stadtservice im Einsatz. © Bernd Georg
Den ersten Schneeeinsatz der laufenden Saison haben rund 100 Mitarbeiter des Geschäftsfeldes Stadtservice am ersten Adventswochenende geleistet.

Winter hat offiziell am 1. November angefangen

Die Nacht von Samstag auf Sonntag verbrachten sie von 2 bis 6 Uhr morgens auf Räumfahrzeugen und Kehrmaschinen. Nach zweieinhalb Stunden ging der Einsatz weiter. Bis zum späten Abend wurde vor allem auf den Hauptverkehrsstraßen Schnee geräumt und auch an Übergängen und Bushaltestellen gegen Glätte gestreut. In der Nacht zum Montag wurden die Teams wieder bis zum frühen Vormittag zum Einsatz gerufen.

Für das Geschäftsfeld Stadtservice in der Stadtwerke Unternehmensgruppe hatte der Winter aber schon am 1. November offiziell angefangen. Seit diesem Tag bekommen die Disponenten jeweils um 6 und 12 Uhr vom Deutschen Wetterdienst eine Prognose über etwaige Schneefälle und mögliche Glatteisbildung, bei akuter Wetterlage wird aktuell zusätzlich informiert.

Für den Winter vorgesorgt

Mit den Vorbereitungen auf Schnee und Eis sind die Mitarbeiter des Stadtservices der Stadtwerke Unternehmensgruppe aber schon viel länger fertig. Als die meisten Offenbacher Ende August/Anfang September noch im T-Shirt Eis gegessen haben, wurde auf dem Betriebshof in der Daimlerstraße bereits für den Winter vorgearbeitet: Die Fahrzeugflotte, bestehend aus sieben für den Winterdienst umgerüsteten sogenannten Großstreuern, drei kleineren Mehrzweckfahrzeugen und vier Traktoren, sonst für die Abteilung Grünwesen im Einsatz und jetzt mit Schneepflug und Schneebürste ausgerüstet, war seither für den ersten Einsatz bereit.

In den beiden prägnanten Silos auf dem Betriebshof lagern insgesamt gut 220 Tonnen Streusalz, außerdem hält der Stadtservice 50 Tonnen Splitt bereit. Einen satten Vorrat von weiteren 1000 Tonnen Salz hat die Stadt im interkommunalen Salzlager in Wiesbaden angelegt.

Etwa 100 Mitarbeiter befreien Straßen von Schnee und Eis

Damit das Streugut im Schneefall auch vom Betriebshof auf die Straße kommt, können die Disponenten gut 100 Mitarbeiter einplanen. Sie arbeiten sonst in den Abteilungen Grünwesen, Straßenreinigung, Entwässerung, Containerdienst und Straßenunterhaltung und rücken bei Winterwetter aus, damit die Fußgänger, unerschrockenen Radfahrer und motorisierten Verkehrsteilnehmer so sicher wie möglich auch bei Schnee ans Ziel kommen. Dazu hat jeder der Kollegen einen persönlichen Einsatzplan und weiß was zu tun ist, auch wenn während des Bereitschaftsdienstes nachts das Telefon klingelt und zum Schneeräumen und Streuen ruft.

Der Stadtservice reinigt mit seinen Räumfahrzeugen vorrangig die Haupteinfallstraßen und Hauptstraßen sowie deren Kreuzungen; das sind rund 220 Kilometer Einsatzfläche. Dem Planungsaufwand standen aber in den jüngsten Jahren relativ wenige Schneefälle gegenüber: Im vergangenen Winter musste der ESO Stadtservice nur acht Mal ausrücken, im vorletzten Winter sechs Mal, aber vor sechs Jahren waren es knapp 30 Einsätze.

Räum- und Streupflicht für Haus- und Grundstückseigentümer

Zusätzlich zu den Räumfahrzeugen sind bei Schneefall und Eisglätte 18 sogenannte Handmannschaften unterwegs. Diese bemühen sich, mit Schneeschiebern und Streugut die Bushaltestellen, Zebrastreifen, Ampelübergänge und öffentlichen Treppen frei von Eis und Schnee zu halten.

Der Einsatz der städtischen Mitarbeiter entbindet aber Haus- und Grundstückseigentümer nicht von ihrer Verpflichtung, tagsüber bis 20 Uhr bei Schnee und Glätte den Gehweg vor ihrer Liegenschaft auf mindestens 1,5 Meter Breite zu räumen und zu streuen. Glätte muss sofort mit Sand oder Splitt abgestreut werden. Schnee muss geräumt werden, sobald es aufhört zu schneien. Dies gilt wochentags ab 7 Uhr, samstags ab 8 Uhr und sonntags ab 9 Uhr. Wenn es taut, ist die Arbeit aber noch nicht vorbei: Dann müssen die Anlieger das Streumaterial auch wieder aufkehren.

04.12.2017