Kunst im Gegenüber II: Ausstellungseröffnung bei den Stadtwerken am 9. Oktober
30.09.2025 – In Kooperation mit dem Klingspor Museum stellen die Stadtwerke Offenbach schon seit 2011 Kunstwerke am Standort Senefelderstraße aus. Immer wieder werden dabei Akzente gesetzt, die so im Buch- und Schriftmuseum weniger in Erscheinung treten. Auf viele Jahre Kunst, Museum und Stadtwerke im engagierten Gegenüber blickt nun die neue Ausstellung „Simon Malz – Aussicht auf Rückschau“. Zur Vernissage am Donnerstag, 9. Oktober, ab 18 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, der Künstler ist anwesend.
Mit der Ausstellungsreihe richten die Stadtwerke Offenbach und das Klingspor Museum den Blick auf die Malerei, Grafik und Druckgrafik von Künstlerinnen und Künstlern, deren hochkarätige Buchkunst das Klingspor Museum Offenbach sammelt. Damit übernehmen die Stadtwerke nicht nur die Rolle eines finanziellen Unterstützers des international renommierten Hauses – bereits seit 2010 fördern sie das Klingspor Museum mit 7.500 Euro netto pro Jahr. Die jährlichen Ausstellungen in ihrem Konzernzentrum bieten auch den Raum, um die Sichtbarkeit der zeitgenössischen Kunst zu erweitern.
Neue Inspiration auf den Fluren
Die neue Schau des Gestalters und Fotografen Simon Malz erinnert an die bisher zu sehenden Kunstwerke – und vor allem an die Besucherinnen und Besucher, die zu den Eröffnungen kamen. „Das ist auch für uns als Stadtwerke-Team in der Senefelderstraße besonders spannend: Wir bekommen wie unsere Gäste die einzigartige Gelegenheit, die Aufnahmen, die vor mehr oder weniger Jahren hier vor Ort getätigt wurden, auch bei uns vor Ort zu sehen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Walther. „In diesem Gegenüber sehen wir, was sich hier ereignet und in der Kamera ein Nachleben gefunden hat. Die zeitliche und räumliche Verschiebung verleiht unseren Fluren einmal mehr eine neue, inspirierende Wirkung.“
Das Miteinander in Augenblicken einfangen
Simon Malz studierte in Konstanz Grafikdesign mit Schwerpunkt Typografie und erwies sich darüber hinaus als versierter Fotograf. Das Klingspor Museum Offenbach beauftragt ihn seit mehr als zehn Jahren mit der typografischen Gestaltung und fotografischen Dokumentation seiner Ausstellungen. Mit Objekt- oder Kapitelerläuterungen in Vitrinen und an der Wand führt Malz typografisch durch Ausstellungen, um sich anschließend beinahe unbemerkt den Besucherinnen und Besuchern der Vernissagen zu widmen. Als Fotograf beobachtet er ihre konzentrierte (oder nicht konzentrierte) Art des Zugegenseins, er bemerkt, wie sie sich in die Angebote vertiefen – sehen und lesen –, und er hat große Freude daran, ihr Miteinander in Augenblicken einzufangen. Ungewöhnliche Blicke auf das unmittelbare, interaktive Moment zwischen Mensch und Exponat prägen seine Arbeit. So entstand im Laufe der Jahre ein Archiv, das die jüngere Geschichte des Klingspor Museums und seiner Ausstellungen, auch in den SOH-Räumen, abbildet. Erstmals werden diese Lichtbilder nun in einer eigenen Ausstellung gezeigt.
Werke waren schon in Südkorea zu sehen
Die neue Präsentation von Simon Malz hatte eine kleine Vorgeschichte in Südkorea. In Cheongju begleitete eine Auswahl seiner Bilder die umfangreiche Ausstellung der Bestände des Klingspor Museums, die 2022 im Kulturzentrum der fernöstlichen Stadt gezeigt werden durfte.
Die Ausstellung setzt die seit 2011 bestehende Reihe „Die Bilder der Buchkünstler“ fort. Im vergangenen Jahr lag der Fokus auf Druckgrafikerinnen und Druckgrafikern, damit änderte sich der Titel in „Kunst im Gegenüber“. Dabei bezieht sich „Gegenüber“ einerseits auf die Ausstellenden und andererseits auf die Besuchenden oder auch auf zwei (oder mehr) Künstlerinnen und Künstler, die ihre Arbeiten im Dialog miteinander zeigen.
Die Vernissage zur „Kunst im Gegenüber II: Simon Malz – Aussicht auf Rückschau“ startet am 9. Oktober um 18 Uhr in der Senefelderstraße 162. Der Eintritt ist frei, Interessierte sind herzlich eingeladen. Wer kommen möchte, meldet sich bitte per Mail an ukstadtwerke-ofde vorab an.
Nach der Eröffnung läuft die Ausstellung vom 10. Oktober 2025 bis 31. Juli 2026. Sie ist an Werktagen von 10 bis 17 Uhr zu sehen, auch hier wird vorab um Anmeldung gebeten.