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Sie leeren weiterhin die Abfalltonnen, halten den Kanal sauber und sorgen für gute Busverbindungen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke-Unternehmensgruppe bleiben auch während der Corona-Pandemie im Einsatz. Viele sind jetzt mehr denn je gefordert und zeigen besonderes Engagement. Mit ihren Dienstleistungen sorgen sie dafür, dass das öffentliche Leben in Offenbach aufrechterhalten werden kann.
Müllfahrzeuge im Dunklen auf dem Betriebshof
© Bernd Georg

Unterwegs für die Menschen in Offenbach

„An Offenbachs Bushaltestellen wird trotz Corona niemand stehen gelassen“, versichert OVB-Geschäftsführerin Anja Georgi: „Wir halten Offenbach mit einem Sonderfahrplan mobil.“ Die Stadtbusse der Offenbacher Verkehrs-Betriebe verkehren weiterhin auf allen neun Linien – wenn auch mit einem verringerten Takt. Trotz Infektionsgefahr halten die Fahrerinnen und Fahrer des Stadtwerke-Unternehmens den Betrieb aufrecht. Die Linie 101 fährt zurzeit alle 15 Minuten, die übrigen Linien alle 30 Minuten.

Zu Schutz des Fahrpersonals, aber auch zum Schutz der Fahrgäste bleibt die Vordertür geschlossen. Tickets werden nicht mehr im Bus verkauft. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, bleibt der Fahrerbereich per Flatterband vom Wageninneren abgetrennt. Eine Sicherheitsmaßnahme, die viel dazu beigetragen hat, die Anspannung unter den Fahrerinnen und Fahrern zu mindern und die auch von den Fahrgästen überwiegend gutgeheißen wird.

Busfahrerin in Fahrerkabine
© Alex Habermehl

Busse werden täglich gereinigt & desinfiziert

Die Sauberkeit der Stadtbusse gehört zu den Pluspunkten, die Offenbachs Fahrgäste regelmäßig bei Befragungen den Verkehrs-Betrieben der Stadtwerke vergeben. Jetzt haben die OVB ihre Anstrengungen noch weiter erhöht. Um für noch mehr Hygiene in den Fahrzeugen zu sorgen, wird das Wageninnere allabendlich nach Betriebsende nicht nur gereinigt, Haltestangen und Stopp-Knöpfe, aber auch die Fahrerarbeitsplätze werden vom Reinigungstrupp zusätzlich jede Nacht desinfiziert.

Die sechs eMobil-Leihstationen werden ebenfalls regelmäßig kontrolliert und die Elektroautos dreimal wöchentlich gereinigt.

Erschwerte Bedingungen für die Müllwerker

„Auch die Kolleginnen und Kollegen im Stadtservice gehen weiter ihrer Arbeit nach“, sagt Betriebsleiter Heiko Linne. „Einige Abteilungen haben jetzt erschwerte Arbeitsbedingungen. Da viele unserer Mitarbeiter draußen arbeiten, um die Stadt sauber und lebenswert zu halten, bitten wir die Bürger um Rücksichtnahme und entsprechenden Abstand.“

Müllwerker haben schon zu normalen Zeiten einen harten Job. Aktuell nimmt die Anforderung noch weiter zu. Sie sind es, die die Hygiene im Stadtgebiet aufrechterhalten und die steigenden Abfallmengen bewältigen. Denn viele Heimarbeiter und Familien in den Wohngebieten produzieren sehr viel mehr Abfall als sonst. Weil weniger Menschen morgens zur Arbeit fahren, stehen zudem tagsüber deutlich mehr Autos in den Wohngebieten. Oft parken die Fahrzeuge zu weit auf der Fahrbahn oder in den Kurven. Damit behindern sie die Fahrer der Müllwagen: Sie passen mit den großen Fahrzeugen kaum und manchmal gar nicht mehr durch. Dann müssen die Trupps auf die kleineren Müllfahrzeuge zurückgreifen, die sonst den wilden Müll in der Innenstadt einsammeln. Der bleibt dann erst mal liegen.

Die kleineren Fahrzeuge sind zwar schmaler und wendiger, fassen aber auch weniger Abfälle und müssen häufiger zwischendurch geleert werden. Dadurch kommt es zu Verzögerungen bei den Touren. Trotzdem schaffen es die Kollegen, auch unter erschwerten Bedingungen die reguläre Entsorgung aufrecht zu erhalten. Fallen erfahrene Müllwerker aus, sind bereits Ersatzleute aus den Reihen des Stadtservices benannt.

Luftaufnahme Wertstoffhof
© Alex Habermehl

Großer Andrang auf dem Wertstoffhof

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Wertstoffhof stehen dort am Einlass ihre Frau und ihren Mann und haben derzeit vor allem am Wochenende deutlich mehr zu tun. Die Bürger liefern nicht nur jahreszeitgemäß mehr Grünschnitt an, sondern auch mehr Sperrmüll und Renovierungsabfälle. Trotz des großen Andrangs können die notwendigen Abstände gewahrt bleiben, da die Besucher fast alle in ihren Autos sitzen, von denen aber maximal zehn auf das weitläufige Gelände gelassen werden. Dadurch kommt es zu teilweise erheblichen Wartezeiten. Am vergangenen Samstag dauerte es bis zu einer Dreiviertelstunde. Damit jeder abladen konnte, schlossen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Anlage eine halbe Stunde nach der regulären Öffnungszeit.

Da der Wertstoffhof weiter offen bleiben soll, werden die Bürger gebeten, möglichst nicht am Samstag zu kommen, über die Maybachstraße anzufahren und auch die Öffnungszeiten an den Wochentagen von 8.30 bis 17 Uhr zu nutzen.

Sperrmüll wird auch weiter regulär vor der Haustür abgefahren, Termine vereinbart der Kundenservice unter 069/840004-545. Allerdings kann dort häufiger besetzt sein: Das Team der Hotline bewältigt aktuell rund 100 Anrufe mehr am Tag – statt bis zu 250 sind es rund 350.

Das Entwässerungs-Team sorgt für freie Kanäle

Die Mitarbeiter der Entwässerung sind ebenfalls im Einsatz. Wo sich mehr Menschen daheim vor der Ansteckungsgefahr in Sicherheit bringen, sind die Kanalarbeiter draußen unterwegs und sorgen dafür, dass Dusch-, Handwasch- und Toilettenwasser zuverlässig abläuft. Dafür spülen sie im Kanalnetz nach, wo der Abwasserfluss ins Stocken gerät.

Dies passiert derzeit häufiger als normal: Nicht nur, weil mehr Menschen daheim sind, sondern auch, weil es länger nicht geregnet hat – und weil sich wohl die Klopapier-Schere in der Bevölkerung bemerkbar macht. Während die einen unfassbare Vorräte an Rollen haben müssen, gehen andere leer aus und behelfen sich offenbar mit Alternativen, die nicht in den Kanal gehören. Materialien wie beispielsweise Küchenrollen lösen sich dort kaum auf, bleiben an Stellen mit weniger Gefälle hängen und setzen sich auch in den Pumpen fest. Damit es nicht zu Rückstaus kommt, fahren dann die Kollegen aus der Entwässerung mit dem Saugspülfahrzeug raus und sorgen für freien Fluss.

Aziz und seine Kollegen aus der Abteilung Entwässerung sorgen dafür, dass in der Offenbacher Kanalisation alles im Fluss bleibt. © Stadtservice

Auch in Krisenzeiten leisten die Stadtwerke verlässliche Arbeit

Auch die Straßenkehrer halten die Stadt sauber, die Gärtnerinnen und Gärtner pflanzen neue Bäume und Stauden und pflegen die Grünanlagen und die Mitarbeiter der Straßenunterhaltung reparieren Fahrbahnen schneller als während der regulären Verkehrsströme.

SOH-Geschäftsführer Peter Walther: „Als öffentliches Unternehmen der Daseinsvorsorge bleiben wir auch in Situationen wie dieser ein bewährter und leistungsstarker Partner der Stadt. Ich bin stolz auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trotz der Gefährdung weiterhin ihren Dienst versehen oder gerade jetzt auch ein ganz besonderes Maß an Engagement zeigen.“

Mit jedem Bus, der fahre, jeder Mülltonne, die geleert und jeder öffentlichen Fläche, die gereinigt werde, sähen die Offenbacherinnen und Offenbacher, dass ihre Stadt weiterhin funktioniere. Peter Walther: „Auch in Krisenzeiten können sich die Menschen in Offenbach auf uns verlassen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung arbeiten wir als Stadtwerke weiter zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger.“

1.4.2020

Die Stadtwerke Offenbach sind auch in Krisenzeiten für Bürgerinnen und Bürger im Einsatz. © VKU