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Ansicht SOH Gebäude von außen
Sitz der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe © SOH
Die Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe (SOH) hat das Geschäftsjahr 2016 im Konzernabschluss in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld mit einem hervorragenden Ergebnis in Höhe von 8,41 Millionen Euro beendet. Das Konzernjahresergebnis ist von 8.850 T€ auf 8.410 T€ leicht gesunken, liegt jedoch deutlich über dem Planansatz für 2016, der einen Überschuss von 5.163 T€ vorsah.

Umbau zu Unternehmensgruppe und Konsolidierunsgkurs zeigen sichtbare Wirkung

Der strategische Umbau zur Unternehmensgruppe und der wirtschaftliche Konsolidierungskurs zeigt mit diesem weiter positiven Ergebnis seine sichtbare Wirkung. Die Tochtergesellschaften der vier Geschäftsfelder Immobilien, Mobilität, Stadtservice und Veranstaltungen sind stabil aufgestellt- dennoch ist die Unternehmensgruppe angesichts der zunehmend enger werdenden finanziellen Spielräumen gefordert, kontinuierlich den eingeschlagenen Konsolidierungskurs weiter zu verfolgen.

Auch 2016 förderte die Unternehmensgruppe mit einem Betrag von 606 TEuro das kulturelle, sportliche und soziale Leben in Offenbach in den unterschiedlichsten Bereichen.

Die Unternehmensgruppe ist und bleibt damit der verlässliche Partner der Stadtwirtschaft für ihren Anteilseigner, die Stadt Offenbach, und für die Offenbacher Bürgerinnen und Bürger.

Zentrale Projekte

Im Berichtsjahr hat die Unternehmensgruppe eine Reihe von zentralen Projekten abgeschlossen.

Fortsetzung des Projektes Convenio

Zum Ende des Berichtsjahr 2016 wurde im Geschäftsfeld Immobilien, aufgrund der besonderen Bedeutung der gesamten Aufgaben eine weitere Geschäftsführerin benannt. Beide Geschäftsführerinnen werden unter dem Projekttitel „Convenio 2017“ die künftige strategische Ausrichtung und Aufgabenverteilung im Geschäftsfeld konzeptionell erarbeiten.

Projekt Opal 2.0

Aufgrund des Ablaufs der Bestandschutzrechte zum 31.03.2017 regelte die SOH mit dem Projekt „Opal 2.0“ die langfristige Zusammenarbeit als Minderheitsaktionär der EVO AG mit dem Mehrheitsaktionär, der MVV Energie AG, neu. Zwischenzeitlich konnte ein neuer Konsortialvertrag von den zuständigen Gremien verabschiedet werden.

Verpachtung des Offenbacher Frischwassernetzes

Mit Beginn des Geschäftsjahres hat die SOH GmbH das Offenbacher Frischwassernetz an den Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach verpachtet. Aufgrund der neuen vertraglichen Vereinbarung konnten die Erlöse um 284 T€ auf 2.100 T€ gesteigert werden.

Leitbild 2.0 und Personalmarketing

Einen zentralen Punkt zur Gestaltung des Unternehmenserfolgs bilden die Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung. Die SOH hat im Berichtsjahr das  „Leitbild 2.0“ ins Leben gerufen, mit dem mit geschäftsfeldübergreifenden Grundsätzen und Werten ein gemeinsames Leitbild für die Unternehmensgruppe sowie ein darauf basierendes Konzept zur Führungskräfteentwicklung erarbeitet wurden.

Der neu aufgelegte Außenauftritt für die Gewinnung neuer Mitarbeiter erhielt  regional eine sehr gute Resonanz. Mit dem Konzept des Personalmarketings ist es gelungen, die Attraktivität der Stadtwerkegruppe als Arbeitgeber heraus zu arbeiten und gut qualifizierte und engagierte Mitarbeiter zu gewinnen und an die Unternehmensgruppe zu binden. Im Berichtsjahr arbeiteten in der Unternehmensgruppe 932 Mitarbeiter (2015: 916 Mitarbeiter). Damit gehört die Stadtwerkegruppe zu den größten Arbeitgebern in Offenbach.

Ausblick

Für 2017 hat die Unternehmensgruppe das Potenzial, ein positives Ergebnis in Höhe von circa 3,9 Millionen Euro zu erwirtschaften. Jedoch könnten Risiken wie rückläufige Ausschüttungen des Energieversorgers und korrelierend zum Bevölkerungswachstum ansteigende Kosten des Nahverkehrs und anderer Infrastrukturleistungen dieses Ergebnis schmälern.

Als eine der zentralen Herausforderungen für Stadtverwaltung und Stadtwerke Unternehmensgruppe benennt Geschäftsführer Peter Walther den anhaltenden Bevölkerungsanstieg Offenbachs: „ Wachsende Einwohnerzahlen erfordern ein Mitwachsen der öffentlichen Infrastruktur und Daseinsvorsorge. Diese notwendigen Investitionen in die Zukunft bieten einerseits große Chancen für die Auslastung der Stadtwerke-Gruppe, zwingen aber gleichzeitig die verschuldete Kommune Offenbach und in Folge die Stadtwerkegruppe, diese Investitionen zu finanzieren. Um diesen Spagat zu meistern, sind Kommune, politische Mandatsträger und die Verantwortlichen in der Unternehmensgruppe gefordert, eng zusammenzuarbeiten und die kommunale Daseinsvorsorge/ Stadtwirtschaft für die Zukunft fit zu machen. Ich halte es für erfolgsversprechend, wenn es uns gelingt, sämtliche Kompetenzen und finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten des Geschäftsmodells und der Konzernstruktur der der Stadtwerke Unternehmensgruppe zu nutzen und damit die die „Stadtwirtschaft von morgen“ zu gestalten.“ betonte SOH-Geschäftsführer Peter Walther anlässlich der Präsentation des Jahresergebnisses.

10.08.2017