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Außenansicht SOH-Gebäude mit Eingang Senefelder Straße
© SOH
Die SOH-Unternehmensgruppe hat auch 2017 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ein hervorragendes Ergebnis erzielt: Das Geschäftsjahr schließt mit einem Konzernjahresüberschuss von 8,96 Millionen Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Ergebnis um 0,55 Millionen Euro verbessert. Der Konzernjahresüberschuss liegt damit wieder deutlich über dem Planansatz, der ein Ergebnis von 3,9 Millionen Euro vorsah. Diese erhebliche Ergebnissteigerung resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg betrieblicher Erträge um 5,6 Mio. Euro, denen nur ein geringfügiger Anstieg der Betriebsaufwendungen gegenübersteht. Um Vorsorge für schlechtere Zeiten zu tragen und den besonderen Herausforderungen in der wachsenden Stadt Offenbach zu begegnen, hat die SOH-Gruppe das Zukunftsprogramm be one aufgelegt.
Der operative Geschäftsverlauf der SOH-Unternehmensgruppe mit ihren vier Geschäftsfeldern Immobilien, Mobilität, Stadtservice und Veranstaltungen war positiv. Gleichzeitig wurden wie auch in den vergangenen Jahren die Bankverbindlichkeiten in der Holdinggesellschaft sukzessiv verringert. Mit diesen guten Ergebnissen zeigen der strategische Umbau zur Unternehmensgruppe und der wirtschaftliche Konsolidierungskurs weiter positive Wirkung. Die finanzielle Situation der Stadtwerke-Gruppe ist einerseits geprägt von den positiven Ergebnissen des Energieversorgers EVO AG, an der die SOH mit 48,42 % beteiligt ist, sowie der Entsorgungsbetriebe und der Immobiliengesellschaften, während sich andererseits Verluste aus dem öffentlichen Nahverkehr ergeben.

Wachsende Stadt als zentrale Herausforderung

Die Unternehmensgruppe erwirtschaftet seit 2011 stabile Ergebnisse; allerdings machte sich bereits in den vergangenen Jahren die wirtschaftliche Lage im Energiesektor durch rückläufige Dividenden der EVO bemerkbar. Parallel hierzu werden die erweiterten Leistungen im öffentlichen Nahverkehr – zum Fahrplanwechsel ab 9. Dezember 2018 wächst das Angebot um insgesamt ein Drittel - zu höheren Verlusten im Geschäftsfeld Mobilität führen. Dem Geschäftsfeld Immobilien stehen hohe Investitionen in den Neubau von Wohnungen bevor, da der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Offenbach steigt. Insgesamt wächst die Stadt kontinuierlich, was sich auf das gesamte breitgefächerte Portfolio der SOH als deren zentraler Dienstleister auswirkt: Alle Bereiche und Geschäftsfelder der Unternehmensgruppe stellen sich darauf ein, ihre Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu erweitern. „Diese Perspektive ist Chance und Risiko zugleich und bildet DIE Herausforderung für die kommenden Jahre - für die SOH wie für die Konzernunternehmen“, betont SOH-Geschäftsführer Peter Walther. Denn angesichts der geringer werdenden finanziellen Spielräume ist die Stadtwerke-Gruppe auch 2018 aufgefordert, den Weg der Konsolidierung konsequent weiter zu gehen. Damit leistet sie einen Beitrag zur Stabilisierung der kommunalen Beiträge und für die finanzielle Entlastung des städtischen Haushalts. Gleichzeitig trägt sie mit erfolgreichen Stadtentwicklungsprojekten wie dem Hafen Offenbach und einem regional wie überregional attraktivem Veranstaltungsangebot in Capitol, Stadthalle und Sparda-Bank-Hessen-Stadion zum Imagegewinn des Standortes Offenbach bei.

„Die Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe ist als 100% Beteiligung der Stadt Offenbach unser Dienstleister für die Daseinsvorsorge. Trotz eines permanent herausfordernden Umfelds ist die Unternehmensgruppe mit ihren vier Geschäftsfeldern Stadtservice, Immobilien, Mobilität und Veranstaltungen ein verlässlicher und vorbildlicher Partner für uns und hat erneut mit einem hervorragenden Ergebnis das Geschäftsjahr 2017 abgeschlossen. Als unser Partner der Stadtwirtschaft hat die Stadtwerkegruppe dazu beigetragen, dass Offenbach regional und auch international positive Aufmerksamkeit erhält und sich alteingesessene und neu angekommene Offenbacherinnen und Offenbacher in ihrer Stadt wohl und zu Hause fühlen. Neben den klassischen Tätigkeiten der Daseinsvorsorge tragen die Stadtwerke mit ihren Investitionen dazu bei, die Lebensqualität der Stadt zu erhalten und zu verbessern und Offenbach in der Rhein-Main-Region als zukunftsfähigen Wohn- und Gewerbe Standort aufzustellen und den Masterplan umzusetzen. Meine Erwartung an die Stadtwerke-Unternehmensgruppe ist es, ihre Möglichkeiten und Leistungen zum Wohle der Stadt einzusetzen, und die Herausforderungen, die sich aus dem anhaltenden Wachstums Offenbach ergeben, zu meistern.“
(Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Aufsichtsratsvorsitzender der SOH GmbH)

Mitarbeiter und Engagement

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Unternehmensgruppe im Durchschnitt 918 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; zum 31. Dezember 2017 waren es 914. In den vier Geschäftsfeldern bildet die Unternehmensgruppe 40 junge Menschen in 14 technischen und kaufmännischen Berufen aus, was weit über den eigenen Bedarf hinausgeht. Insgesamt ist für die SOH ist der unternehmerische Erfolg direkt mit der gesellschaftlichen Verantwortung verbunden: Als Ausdruck der Verbundenheit mit der Stadt Offenbach und ihren Bewohnern unterstützt die Unternehmensgruppe zahlreiche Projekte und Aktivitäten aus den Bereichen Kultur und Bildung, Soziales und Sport. Im Jahr 2017 flossen insgesamt rund 590.000 Euro in Spenden und Sponsoring.

„Das weiter anhaltende Bevölkerungswachstum mit hohem Migrationsanteil ist eine der zentralen Herausforderungen für die Stadtverwaltung und Stadtwerke Unternehmensgruppe. Wachsende Einwohnerzahlen erfordern ein Mitwachsen der öffentlichen Infrastruktur und Daseinsvorsorge. Aus dieser Perspektive ist wird die zentrale Aufgabe der gesamten SOH-Gruppe sein, den bereits seit 2011 von Geschäftsführer Peter Walther eingeschlagenen und erfolgreichen Konsolidierungskurs weiter fortzuführen.“
(Kämmerer und Beteiligungsdezernent Peter Freier)

Ausblick: Programm be one und Erfolgsbild 2022

Die bevorstehenden Herausforderungen stellt die Stadtwerke-Unternehmensgruppe vor grundlegende strategische Entscheidungen. Zudem eignet sich gerade der Blick auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr, um über die Zukunft und womöglich weniger gute Zeiten nachzudenken. Wie lassen sich auch die kommenden Jahre wirtschaftlich erfolgreich und stabil gestalten? Wie kann die Unternehmensgruppe langfristig eine gute Qualität für die Stadt Offenbach und ihre Bürgerinnen und Bürger mit der erforderlichen Wirtschaftlichkeit verbinden? Den zentralen Rahmen dafür bildet weiterhin der Schutzschirm, unter dem die Stadt Offenbach steht und der auch für die SOH Priorität hat.

Gemeinsam mit den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der einzelnen Geschäftsfelder macht sich die SOH nun fit für die Zukunft. In einer ersten Projektphase haben sich die Verantwortlichen mit der gegenwärtigen Situation und mit den Möglichkeiten der Unternehmensgruppe in den kommenden Jahren beschäftigt. In intensiver und offener Zusammenarbeit verständigten sie sich auf ein gemeinsames Erfolgsbild 2022 und das Programm be one. „All unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aufgerufen, sich mit ihren jeweiligen Fachkompetenzen und Ideen aktiv daran zu beteiligen“, sagt Walther. Um die gemeinsame Ausrichtung aller Unternehmen voranzubringen, wurden übergreifende Teams gebildet und erste Maßnahmen auf den Weg gebracht. Als Ziele nennt der SOH-Geschäftsführer unter anderem die stärkere Übertragung von Know-how und die Bündelung von Arbeitsschwerpunkten innerhalb der Unternehmensgruppe. So ermögliche es das Programm be one, den Großteil der kommenden Herausforderungen ohne externe Beraterleistung zu bewältigen. „Die Aufgaben werden uns nicht ausgehen – und wir haben jetzt die Chance, die Zukunft aktiv im Sinne der Stadt Offenbach und ihrer Bürgerinnen und Bürger zu gestalten.“

Für das Folgejahr strebt die SOH-Unternehmensgruppe im Kontext dieser Maßnahmen, bei stabilen Umsätzen und Beteiligungsergebnissen, ein insgesamt positives Ergebnis von rund 3,4 Mio. € an.

09.08.2018