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© SOH, J. L. Valentin
Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe erwirtschaftet Jahresüberschuss in Höhe von 5,47 Millionen Euro – operatives Geschäft der Gesellschaften entwickelt sich stabil auf gutem Niveau.

Das Geschäftsjahr 2014 hat die SOH-Unternehmensgruppe in einem anspruchsvollen  wirtschaftlichen Umfeld im Konzernabschluss mit einem Überschuss in Höhe von 5,47 Millionen Euro beendet. Die Gesellschaften der Unternehmensgruppe haben sich auf gutem Niveau planmäßig und stabil entwickelt. Zusätzlich hat die SOH-Unternehmensgruppe den städtischen Haushalt mit 600.000 Euro entlastet. Darüber hinaus förderte die Unternehmensgruppe mit einem Betrag von 500.000 Euro Euro kulturelle, sportliche und soziale Projekte und Veranstaltungen in Offenbach.

Die Investitionen in infrastrukturelle Maßnahmen, besonders im Geschäftsfeld Immobilien für Neubauten, Sanierung und Erschließung, betrugen im Berichtsjahr 6,2 Millionen Euro. Für das Jahr 2015 ist ein deutlicher Anstieg des operativen Ergebnisses prognostiziert. Dennoch setzt die Unternehmensgruppe den wirtschaftlichen und strategischen Konsolidierungskurs konsequent fort, da die weiterhin angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Stadt Offenbach und  der Energieversorgungsbranche keine Alternative zulassen.

„Im Geschäftsjahr 2014 hat die Stadtwerke Offenbach Holding Unternehmensgruppe ihre Aufgaben als verlässlicher Partner der Stadtwirtschaft erfüllt und deutlich gemacht, dass ihr das Gemeinwohl der Offenbacher Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegt“, lobte Oberbürgermeister Horst Schneider. Die SOH habe über das operative Geschäft hinaus Verantwortung für den Standort Offenbach übernommen und sich in einem herausfordernden Umfeld als verlässlicher Dienstleister gezeigt. Dank des breiten Spektrums der Beteiligungen habe die Unternehmensgruppe die Verluste unverzichtbarer Leistungen der Daseinsfürsorge, wie zum Beispiel die des Öffentlichen Personen Nahverkehrs mit den positiven Erträgen anderer Bereiche, insbesondere der Versorgungswirtschaft ausgeglichen. „Unter der Geschäftsführung von Peter Walther hat sich das Geschäftsführungsteam mit den Unternehmen für die Ziele der Stadt Offenbach eingesetzt und uns in komplexen Themen der kommunalen Beteiligungen kompetent, im Sinne der Stadt und ihrer Bürger beraten “, so Schneider.

Ergebnis und Geschäftsverlauf

Die Planung für 2014 sah einen Konzernjahresüberschuss von 3.077 T€ vor. Dieser Planansatz wurde um 2.386 T€ überschritten, so dass das Geschäftsjahr 2014 mit einem Konzernjahresüberschuss von 5.463 T€ abschließt. Die Umsatzerlöse haben sich um 9.103 T€ im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Vermögens- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2014 hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 17.943 T€ auf 6.028 T€ verbessert. Im Vorjahr hatten Kostensteigerungen für das dritte energetische Sanierungsprogramm im Bereich der Hausbewirtschaftung das Ergebnis ebenso belastet wie außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlage- und Umlaufvermögen aufgrund einer erwarteten dauerhaften Wertminderung im Zuge der Insolvenz des Stadion-Hauptmieters am Bieberer Berg.

 

Die Mitarbeiterzahl ist in Folge der Einführung der Biotonne und der Übernahme des Recyclingzentrums um rund 14 Köpfe gestiegen, so dass auch der Personalaufwand von 38.454 T€ um 2.542 T€ auf 40.996 T€ stieg. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Geschäftsjahr um 161 T€ auf 10.834 T€ – ein Resultat der fortgeführten Kostenoptimierungsmaßnahmen.

Das Beteiligungsergebnis hat sich im Geschäftsjahr um 707 T€ auf 7.340 T€ erhöht. In der Ergebnisentwicklung  sind die EVO Energieversorgung Offenbach AG mit 7.371 T€ (Vorjahr 6.617 T€), die RMN Rhein-Main-Deponienachsorge GmbH mit -31 T€ (im Vorjahr 16 T€) und  die OSG Offenbacher-Stadtinformation-GmbH enthalten. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 6.198 T€ und liegen damit um 3.117 T€ unter den Vorjahresinvestitionen (9.315 T€).

Die Bilanzsumme hat sich um 6.018 T€ von 363.133 T€ auf 357.115 T€ vermindert.

Zentrale Projekte im Berichtsjahr

Die SOH hat auch 2014 ihre Rolle als geschäftsleitende Holding konsequent wahrgenommen und gemeinsam mit den Tochtergesellschaften das operative Geschäft in den Geschäftsfeldern positiv vorangetrieben. Um die vier Geschäftsfelder weiter zu optimieren, wurden alle Kompetenzzentren mit Managementfunktion an die Holding angebunden.

In den Bauprojekten An den Eichen und Hafen Offenbach ging der Verkauf der Grundstücke aufgrund der richtigen Vermarktungsstrategie und der steigenden Nachfrage auf dem Immobilienmarkt im Rhein-Main-Gebiet zügig voran. Die Verkaufserlöse aus diesen Grundstücksverkäufen leisteten auch 2014 mit rund 7,3 Millionen Euro den erwarteten stabilen Beitrag zum Ergebnis der SOH und der Unternehmensgruppe.

Um der geplanten Vergabe des öffentlichen Dienstleistungsauftrages zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 vorzugreifen, wurden im Geschäftsfeld Mobilität die Beschlüsse zur gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung der betroffenen Gesellschaften gefasst. Folglich wird die MMO als Tochtergesellschaft der OVB und diese wiederum als Tochtergesellschaft der NiO geführt. Diese Maßnahme gewährleistet wesentliche Synergien in der betriebswirtschaftlichen Steuerung und trägt zur wirtschaftlichen Optimierung des Bereiches bei.

Gemäß der Unternehmensstrategie, die die wirtschaftliche Konsolidierung, eine stärkere Anbindung an die Stadt Offenbach und die Formierung der Gesellschaften zu einer Unternehmensgruppe beinhaltet, tritt die Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe seit 2014 als Dachmarke mit den vier Geschäftsfeldern Immobilien, Stadtservice, Mobilität und Veranstaltungen sowie eigenständigen Produktmarken nach außen auf. Es wird deutlich, wie umfangreich das Angebot der Stadtwerketöchter tatsächlich ist und wie nah am Bürger  die SOH-Gruppe arbeitet. Die bisherigen Auftritte sind durch die neue Markenarchitektur in allen Geschäftsfeldern nahezu vollständig umgesetzt.

Ausblick

Die SOH-Unternehmensgruppe ist mit ihren Tätigkeitsfeldern eng an die Rahmenbedingungen der Stadt Offenbach und an die Entwicklung der übernommenen Projekte in der Stadt- und Standortentwicklung gekoppelt. Die weiterhin angespannte Haushaltssituation der Stadt Offenbach, die unter dem Schutzschirm des Landes Hessens steht, stellt auch in den kommenden Jahren hohe wirtschaftliche Erwartungen an die Unternehmensgruppe. Um unter diesen Voraussetzungen künftig ein ausgeglichenes bzw. positives Ergebnis erzielen zu können, sind die bereits beschlossenen Sparmaßnahmen sowie weitere Vorhaben in allen Geschäftsfeldern konsequent umzusetzen. Gemeinsam mit dem Gesellschafter, der Stadt Offenbach, hat die SOH einen umfangreichen, sehr detaillierten Maßnahmenkatalog erarbeitet und Projekte ins Leben gerufen, die kurz- und mittelfristig zur Stabilisierung der Ertrags- und Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe beitragen sollen.

Wesentliche Projekte des Jahres 2015 sind die Neuverhandlungen bezüglich der Verpachtung des Offenbacher Wassernetzes und einer entsprechenden Entgeltregelung. Darüber hinaus wird das Projekt zur „Zukunft Energieversorgung“ fortgesetzt. Ziel ist es jeweils, die  Erträge in diesem Bereich nachhaltig zu steigern.

Mit der Vergabe der städtischen Busverkehre an die OVB sind der Fortbestand und die Arbeitsplatzsicherheit der Sparte gewährleistet. Konkrete Zielsetzung für die kommenden Jahre ist die vollumfängliche Ausschöpfung bereits identifizierter Sparpotenziale.

Mit dem Projekt „Convenio Phase 2.0“ sollen bis zum Herbst 2015 die erforderlichen Maßnahmen für das Geschäftsfeld Immobilien betreffend abgeschlossen werden. Im Mittelpunkt steht die Zusammenführung unter einer einheitlichen Geschäftsführung.

Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde für die Verlängerung der Rahmendienstleistungsverträge zwischen der Stadt Offenbach und den Tochtergesellschaften GBM Gebäudemanagement GmbH und ESO Stadtservice ein Projekt aufgelegt. Darin erarbeiten  alle betroffenen Ämter der Stadt Offenbach und Vertreter der SOH-Unternehmensgruppe gemeinsam die vertraglichen und organisatorischen Bedingungen für die Zukunft der Dienstleistungsbeziehung.

Infolge der Nachfrage nach ansprechendem Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet werden die weiter voranschreitende Vermarktung der Bau- und Entwicklungsprojekte Hafen und „An den Eichen“ auch in den kommenden Jahren einen positiven Beitrag zum Ergebnis der SOH leisten. Die ersten beiden Vermarktungsabschnitte  „An den Eichen“ sollen 2015 mit dem Verkauf der letzten Grundstücke beendet werden. Mit der Erschließung des nördlichen Teils des Neubaugebietes „An den Eichen“ hat die beauftragte Tochtergesellschaft OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH bereits begonnen.

Die für 2015 prognostizierte Einlösung der Kaufoption des Landes Hessen im Hafen Offenbach und die erwartete Kaufpreiszahlung in Höhe von 10 Mio. Euro für das freigeräumte Buchhügel-Grundstück zum Bau des Polizeipräsidiums Hessen Südost sollen die Liquiditätssituation positiv beeinflussen. In der Sparte Hausbewirtschaftung wird ein umfangreiches Neubauprogramm mit insgesamt 123  Wohnungen aufgelegt.

„Wir haben im vergangenen und laufenden Geschäftsjahr gezeigt, dass die Geschäftsfeldstrategie mit der damit verbunden Trennung von operativem Geschäft in den Tochtergesellschaften und übergeordneten Managementfunktionen in der Holding richtig ist“, betonte SOH-Geschäftsführer Peter Walther. „Die guten Einzelergebnisse der Gesellschaften zeigen, dass die seitens der SOH vorgegebenen Konsolidierungsziele erreicht wurden.“ Trotz zunehmend knapper werdender finanzieller Spielräume verfüge die Unternehmensgruppe über ein durchaus positives Grundgeschäft. „Dennoch müssen wir auch in den kommenden Jahren weiter daran arbeiten, in allen vier Geschäftsfeldern Kosten und Strukturen zu verbessern und zugleich Wachstumschancen zu erschließen. Dafür werden wir uns auch zukünftig immer flexibel den jeweiligen Rahmenbedingungen anpassen müssen, besonders wenn sie aufgrund ihrer Langfristigkeit enorme Auswirkungen auf unsere wirtschaftliche Entwicklung haben. Unseren Mitarbeitern und meinen Geschäftsführerkollegen und -kolleginnen, die in diesen bewegten und anspruchsvollen Zeiten täglich professionell ihren Job erledigen und uns unterstützen, unsere Ziele zu erreichen, gilt meine besondere Anerkennung und Dank“, sagte Walther