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Die Ausstellung „Die Bilder der Buchkünstler IX – Anja Harms und Eberhard Müller-Fries" der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH in Kooperation mit dem Klingspor Museum wurde am Mittwochabend, 20. November 2019, in der Senefelderstraße 162 eröffnet. Zahlreiche Interessierte kamen bei der SOH mit den beiden Künstlern ins Gespräch.
Anja Harms und Eberhard Müller-Fries
Die Künstler Eberhard Müller-Fries und Anja Harms. © Bernhard Frantsits

Mit der Ausstellungsreihe, die 2010 in Kooperation mit dem Klingspor Museum ins Leben gerufen wurde, würdigen die Stadtwerke die freie Malerei und Druckgrafik von Künstlerinnen und Künstlern, deren hochkarätige Buch- und Schriftkunst das Klingspor Museum Offenbach sammelt und ausstellt. Da Bücher stets mehrere Seiten haben, würdigt die Ausstellung diesmal gleich zwei Kreative, die ein um das andere Buch schaffen. Sie verwandeln Texte zu Bildern und umgekehrt. Dabei richten sie ihre besonderen Fähigkeiten für Zeichnen und Radierung, Linolschnitt und Holzformen immer wieder neu aus.

Besucher im Flur der SOH zur Kunstausstellung
Interessierte Besucher während der Eröffnung der Kunstausstellung "Bilder der Buchkünstler" im November 2019. © SOH

Grafische und organische Qualitäten

Künstlerbücher prägen das Schaffen von Anja Harms seit ihrem Abschluss an der HfG Hochschule für Gestaltung Offenbach 1988. Mit Konsequenz und Eindringlichkeit hat sie eine grafische Sprache im Buch geschaffen, die weithin Beachtung findet. Ihre Fertigkeiten in der konzeptionellen wie auch handwerklichen Umsetzung garantieren stets die höchste Qualität ihrer Bücher – das belegen u.a. Ankäufe der Tate Gallery in London und der Bibliothek des Museum of Modern Art in New York.

In Eberhard Müller-Fries hat Anja Harms seit 2011 ihren Konterpart gefunden. Der Künstler aus Offenbach beweist seine Ader fürs Organische: Seine Holzarbeiten bringen das Gewachsene in die Form des jeweiligen Werks. Die innere Verfasstheit des Materials überträgt der Künstler in eine Formensprache, die sich in den Raum hinein ausdehnt. Dieselbe Motivation zeigt sich auf den Seiten seiner Bücher: Was nicht buchstäblich zu lesen ist, erschließt sich dem Auge als Sprache der Spuren, denen auch in den Räumlichkeiten der SOH gefolgt werden kann.

Die neunte Schau in Folge bei der SOH läuft bis Herbst 2020 und ist nach Vereinbarung zu sehen: Telefon 069/840004-168 oder E-Mail uksoh-ofde.

Besucher im Foyer der Stadtwerke Offenbach Holding
Volles Haus: Im Foyer der SOH (Senefelderstraße) versammelten sich die Besucher der Vernissage zur Begrüßung. © SOH