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Die SOH Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe und das Klingspor Museum zeigen die neue Schau „Die Bilder der Buchkünstler VII“: Seit 23. November sind Werke von Petra Ober in den Räumen der Stadtwerke an der Senefelder Straße zu sehen. Die Ausstellungsreihe ist Teil der Sponsoring-Partnerschaft von SOH und Klingspor, die im Sommer um fünf Jahre verlängert wurde. Der Vertrag sorgt auch dafür, dass das Museum für seine Plakate den renommierten Designer Uwe Loesch beauftragen kann, der in seinen internationalen Ausstellungen auch das Klingspor Museum repräsentiert.

„Die Zusammenarbeit mit dem Klingspor Museum garantiert uns eine hohe künstlerische Qualität in den Büros und auf dem Gang“, sagt SOH-Geschäftsführer Peter Walther. Die Räumlichkeiten der Holding seien geprägt von einem klaren Stil und hoher Transparenz: „Um sie zu gestalten, ist das Offenbacher Vorzeigemuseum ein guter und richtiger Partner.“

Das hatte Walther schon erkannt, als er Anfang 2010 den Backsteinbau an der Senefelder Straße von seinem Vorgänger Joachim Böger „erbte“: Kurz darauf rief der neue Geschäftsführer die Sponsoring-Partnerschaft mit dem international renommierten Haus für Buch- und Schriftkunst ins Leben. „Damit haben wir das Sponsoring-Portfolio der SOH, das bis dato vor allem Sport und Kultur umfasste, um die Kunst ergänzen können.“

Im Sommer 2017 wurde die Kooperation vertraglich für weitere fünf Jahre bestätigt: Die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH unterstützt das Klingspor Museum mit 7.500 € netto pro Jahr. Im Gegenzug erhält sie dafür seit 2011 eine jährliche Ausstellung „Die Bilder der Buchkünstler“ in ihrem Konzernzentrum und verpflichtet sich dazu, jeweils ein Werk der Schau als Dauerleihgabe für das Museum zu erwerben.

„Diese substanzielle Unterstützung ist für uns eine große Freude“, unterstreicht Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor Museums. „Die Ausstellungen bei der SOH dienen als Herzstück unserer öffentlichen Wahrnehmung.“ Seit seinem Amtsantritt 2002 verfolge er das Ziel, die Buch- und Schriftkunst aus dem Museum in die Stadt hinein zu holen. „Und über die Stadtwerke erreichen wir Leute, die wir sonst nicht ohne weiteres in unser Haus locken.“

Sponsoring bringt Plakate aus Offenbach nach New York

Plakat Uwe Loesch Flaschenpost für Klingspor Museum
© Loesch

Auch der persönliche Kontakt ist Soltek und Walther wichtig. 2011 besuchten die beiden im Vorfeld einer Ausstellung den Künstler Anton Würth in seinem Atelier. „Seitdem kann ich nachvollziehen, welche Arbeit hinter einem Kupferstich steckt“, berichtet Walther. Stefan Soltek hat noch lebhaft in Erinnerung, wie der Geschäftsführer ihm nach dem Abhängen einer Ausstellung half, das Auto zu beladen.

Von der vieljährigen Partnerschaft profitiert die Stadt Offenbach insgesamt. Ein Teil der SOH-Fördermittel fließt in die Kommunikation des Klingspor Museums, und damit kann sich das Haus den berühmten Grafik-Designer Prof. Uwe Loesch als Gestalter seiner Ausstellungsplakate leisten. Loeschs Entwürfe gelten ihrerseits als hohe Kunst und sind unter anderem in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York zu sehen. „Damit kommen Plakate aus Offenbach in alle Welt – und das in A 0-Größe, wodurch die Aufmerksamkeit für die Stadt und unser Haus auch international wächst“, freut sich Soltek. Der Museumsleiter hat bisher alle Ausstellungen bei der SOH selbst kuratiert: „Ich liebe das Gebäude, und es ist immer eine besondere Herausforderung, die Wände hier zu bespielen.“ 2017 machte Soltek eine Ausnahme und delegierte die Schau an Klingspor-Mitarbeiterin Nina Mößle, die damit die „Kür“ ihres zu Ende gehenden Volontariats ablieferte.

Die Kunsthistorikerin arbeitete eng mit Petra Ober zusammen, besuchte die Künstlerin im Atelier und besichtigte mit ihr den Backsteinbau, um gemeinsam für seine Flure eine ganz individuelle Ausstellung zu konzipieren. Welche Werke dann in welche Büros gelangten, durften die Beschäftigten der SOH mit entscheiden.

Großveranstaltung ist für 2020 geplant

Peter Walther ist gespannt auf das Ergebnis: „Die Räume wirken bei jeder Schau anders, das sorgt für Abwechslung und ist für mich eine persönliche Bereicherung.“ Die Kunst im Bau falle auch vielen Besuchern der Holding positiv auf. Und die Ausstellungseröffnung beschere den Stadtwerken jedes Jahr eine schöne Veranstaltung, die allen Interessierten den Zugang zur Kunst erleichtere. An Ideen für die kommenden Jahre mangelt es nicht. „Das Rhein-Main-Gebiet ist eine der wichtigsten Gegenden für das Phänomen Künstlerbuch“, weiß Soltek. „Dadurch sparen wir Speditionskosten und können trotzdem Ausstellungen mit überregionaler Bedeutung bieten.“

Für 2020 plant der Klingspor-Leiter, die Mitglieder des internationalen Druckmuseen-Verbands zur Jahrestagung nach Offenbach einzuladen. Den bis zu 100 Gästen aus aller Welt würde Soltek dann auch die SOH-Räume zeigen. Auf Walthers Unterstützung kann er jetzt schon bauen: „Mit unseren Sponsoring-Aktivitäten unterstützen wir gerne besondere Anlässe“, betont der SOH-Geschäftsführer. „Und so eine Veranstaltung ist auch ein toller Beitrag zum Offenbacher Stadtmarketing.“

Die Ausstellung „Die Bilder der Buchkünstler VII – Petra Ober“ in der Senefelder Straße 162 ist bis 15.09.2018 zu sehen. Interessenten werden gebeten, sich anzumelden unter Telefon 069 / 840004-168.