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Die Stadtwerke Offenbach setzen sich nachhaltig für eine bessere Lebensqualität in der Stadt ein – und bauen dieses Engagement weiter aus. Das Geschäftsfeld Mobilität steigt ab Ende 2020 um auf Elektrobusse, auch beim Stadtservice stehen immer mehr Fahrzeuge unter Strom. Das Geschäftsfeld Immobilien, dessen Hafenbebauung für seine Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurde, baut umweltfreundliche Schulen und Kitas aus Holz, und im Capitol feiern die Gäste seit zehn Jahren plastikfrei. Jetzt fördern die Stadtwerke auch die Landschaftspflege und Artenvielfalt in Offenbach: Mit 3.000 Euro unterstützen sie ab Juli 2020 die Schäferei Mainbogen.
SOH-Sponsoring Schäferei Mainbogen, Peter Walther und Melanie Brost
Die Stadtwerke Offenbach haben jetzt ihr eigenes Patenschäfchen: Geschäftsführer Peter Walther und Hirtin Melanie Brost mit Tilda. © Monika Müller
„Unser Ziel ist es, neben der reinen Daseinsvorsorge einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger in Offenbach zu schaffen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Walther. „Wir als Stadtwerke sind fest in der Region verwurzelt und kümmern uns um die Menschen – das geht weit über unsere Pflichtaufgaben hinaus.“ Mit ihren Spenden- und Sponsoring-Aktivitäten (Gesamtbudget 2020: 320.000 Euro) wirken die Stadtwerke nachhaltig in die Gesellschaft hinein.

Hirtin mit Vollzeitjob

Wie sind die Stadtwerke Offenbach nun auf die Schafe gekommen? Melanie Brost, Hirtin der Schäferei Mainbogen, ist seit Ende 2018 bei der SOH in der Personalabteilung angestellt. „Dass sie sich neben dem Vollzeitjob bei uns so engagiert um ihre Herde und die Landschaftspflege in Offenbach kümmert, hat mich sehr beeindruckt“, berichtet Walther. Die Beweidung des Mainbogens und anderer städtischer Flächen durch Schafe bewahrt die Natur vor der Verbuschung und fördert, auch durch den natürlichen Dünger, eine artenreiche Flora und Fauna.

In der Herde, die gerade auf einer Fläche am Bieberer Berg „mäht“, leben derzeit 56 Schafe und vier Hirtenhunde. Mittelfristig möchte Melanie Brost weitere 100 Schafe aufnehmen und auch Produkte wie Fleisch und eventuell Milch verkaufen. Mit der Stadtwerke-Spende von 3.000 Euro, die kürzlich übergeben wurde, wird die 27-Jährige vor allem das Winterfutter für ihre Tiere bezahlen. „Meine jetzige Winterquartiers-Fläche ist für die wachsende Herde zu klein geworden“, erzählt sie. „Daher habe ich bei der Stadt eine Anfrage auf ein Grundstück gestellt, auf dem wir in der kalten Jahreszeit eine Rundbogenhalle aufstellen können.“

Paten-Lämmchen hört auf den Namen Tilda

Neben den ökologischen Vorteilen ist die Bedeutung der Schafe für die Gesellschaft nicht zu unterschätzen: „Die Menschen in Offenbach begegnen mir mit großer Freundlichkeit“, erzählt die Hirtin. Sie bezeichnen die Anwesenheit ihrer Herde als „Licht in Coronazeiten“ und helfen beim Umzug der Tiere, die alle zwei Wochen eine neue Fläche beziehen. Die Facebook-Seite der Schäferei Mainbogen verzeichnete innerhalb von zwei Monaten mehr als 1.200 Follower – und bescherte allen Tieren liebevolle Patinnen und Paten. Auch Peter Walther genoss den idyllischen Vor-Ort-Termin mit der Schafherde und taufte das Patenschaf der Stadtwerke, ein sechs Monate altes Merino-Lamm, auf den Namen Tilda. „Die Nähe zu Tieren tut einfach gut“, meinte der Geschäftsführer, der sich schon auf weitere nachhaltige Begegnungen freut.
03. Juli 2020