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Daniela Matha, OB Horst Schneider und BM Peter Schneider mit Bagger
Daniela Matha,Geschäftsführerin der Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG, Oberbürgermeister Horst Schneider und Bürgermeister Peter Schneider auf dem Gelände © georg-foto.de
Mit den Gründungsarbeiten hat am Dienstag, 16. Juni, der Bau der neuen vierzügigen Grundschule und der Kindertagesstätte mit neun Gruppen im Hafen Offenbach begonnen. Es handelt sich um die erste Neugründung einer Schule in Offenbach seit mehreren Jahrzehnten. Oberbürgermeister Horst Schneider, Bürgermeister Peter Schneider und die Geschäftsführerin der Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG, Daniela Matha, haben symbolisch die ersten von insgesamt 460 Stahlbetonpfählen, die das neue Gebäude tragen werden, maschinell in den Boden gerammt.

Auf einer Grundstücksgröße von 7.093 Quadratmetern entstehen im Hafen Offenbach fast 11.000 Quadratmeter nutzbare Fläche für Erziehung, Bildung und Sport. Ein rund hundert Meter langer, fünfgeschossiger Gebäuderiegel entlang der neuen Hafenallee nimmt den Fachklassentrakt sowie zwei übereinander liegende Einfeld-Sporthallen auf und schirmt die sich kammartig in Richtung Hafenbecken anschließenden, zweigeschossigen Klassen- und Gruppenbereiche vom Verkehrslärm ab.

Die Schule bietet Ganztagsangebote sowie Fachklassen für Musik, Werken, Kunst und EDV sowie eine Bibliothek, einen Mehrzweckraum und eine Mensa. Die beiden Sporthallen stehen auch Offenbacher Vereinen zur Verfügung. Die Hafenschule wird vierzügig geführt und ist als ganztägig arbeitende Schule vorgesehen. Unterrichtet werden einschließlich einer Vorklasse insgesamt 420 Kinder.

„Mit der Errichtung der Hafenschule haben wir endlich die Möglichkeit, den Druck auf die seit Jahren völlig überlastete Goetheschule im Nordend zu verringern“, freut sich Oberbürgermeister und Baudezernent Horst Schneider über den Baubeginn. Den Grundsatzbeschluss hatten die Stadtverordneten im Rahmen des Schulbausanierungsprogramms bereits im Jahr 2010 getroffen. Da die Stadt von 2013 bis 2015 keine Genehmigung der Kommunalen Finanzaufsicht für weitere Schulbauinvestitionen erhalten hatte, verzögerte sich auch der Bau der Hafenschule und der Kita um zwei Jahre.

Hafenschule, Perspektive Hafen
© waechter & waechter BDA

Mit Gesamtkosten von 26,61 Millionen Euro stellt das Projekt die bislang größte Einzelinvestition im städtischen Schulbausanierungsprogramm dar. Dabei wird der Neubau der Kindertagesstätte wesentlich aus Mitteln des Regionalfonds zur nachhaltigen Kommunalentwicklung gefördert (Regionalfonds Fluglärmschutz).

Der Bereich Hochbaumanagement des Amts für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement hat die Bauherrenvertretung und Gesamtprojektleitung inne. Die Leistungen reichen von der Herbeiführung aller notwendigen Beschlüsse, der Durchführung des Realisierungswettbewerbs und des EU-weiten Vergabeverfahrens für die Planungsleistungen über die Betreuung der Planung einschließlich Abstimmung mit den künftigen Nutzern und deren Vertretern bis zur Betreuung des Gebäudes auch nach seiner Fertigstellung.

Die Projektsteuerung sowie treuhänderisch auch die Auftragsvergabe und Zahlungsabwicklung der Bauausführung übertrug die Kommune der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH. Zusammen mit der Mainviertel-Gesellschaft, ebenfalls ein Unternehmen im Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe (SOH), hat die OPG das Baufeld vorbereitet.

„Grundschule und Kita sind nicht nur ein bedeutender Baustein des neuen Bildungscampus im Hafen Offenbach“, sagt die Geschäftsführerin der beiden Unternehmen, Daniela Matha. „Sie sind auch ein wichtiges Bindeglied zwischen Hafen und Nordend.“

Modell der Hafenschule, Aufsicht
© waechter & waechter BDA

Die Fertigstellung des Standortes „Hafenallee 13 bis 15“ ist zum Schuljahr 2017/18 geplant. Bis dahin werden bereits zwei Klassen mit Schülerinnen und Schülern der Goetheschule, die künftig in der Hafenschule unterrichtet werden, interimsweise auf dem Gelände der Schillerschule in modernen und geräumigen Klassenraummodulen untergebracht. Zusätzlich errichtet wird ein Sanitärcontainer, so dass der Schulbetrieb der neuen Hafenschule vom Betrieb der Schillerschule vollständig separat erfolgen kann.