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Präsentation der Pläne für das Gutsche-Areal
© OPG, Foto: Bernd Georg

Raum für Begegnung am Gutsche-Park

Quartier Marina Gardens Offenbach verbindet Hafen und Nordend


Der Hafen Offenbach und die Innenstadt wachsen enger zusammen. An der
Schnittstelle des neuen Stadtviertels und den gewachsenen Strukturen des
Nordends entsteht südlich des Hafenbeckens, zwischen Hafenallee und
Gutsche-Park, das Teilquartier Marina Gardens Offenbach - ein offenes,
durchlässiges Mischquartier mit begrünten Innenhöfen, kleinteiligem
Gewerbe, Gastronomie und ansprechend gestalteten Freiflächen.
Bauherr und Investor ist die Hamburger PRIMUS developments GmbH. Das
auf anspruchsvolle Wohn- und Büro-Objekte vornehmlich in Wasserlage
spezialisierte Unternehmen hat auch schon die Greenpeace-Zentrale in der
Hamburger HafenCity entwickelt. Aus dem Offenbacher
Investorenauswahlverfahren Quartier am Gutsche-Park mit städte- und
hochbaulicher Studie ging es als klare Siegerin hervor.


Den Wettbewerb hatte 2014 die Grundstückseigentümerin Mainviertel
Offenbach GmbH & Co. KG ausgelobt. Ziel war es, das hohe Gesamtniveau
der Bauqualität im Hafen Offenbach zu sichern. Mit der Durchführung des
Wettbewerbs wurde die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft
mbH beauftragt. Beides sind Unternehmen im Geschäftsfeld Immobilien der
Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe (SOH). In dem
Auswahlverfahren fiel das Votum der Jury unter fünf Bewerbern einstimmig
auf den Entwurf der Hamburger.


Lebendige Wohn- und Gewerbehöfe
Nach den Plänen der Frankfurter Architektengemeinschaft bb22 und Ilter
Architekten entsteht ein architektonisch anspruchsvolles Ensemble von acht
größeren und drei kleineren Bauten, die durch ein Netz aus grünen
Quartiershöfen, Wegeverbindungen und Plätzen sowohl untereinander als
auch mit dem Umfeld des Quartiers verknüpft sind.

„Mit dem Bauprojekt Marina Gardens legt erneut ein überregionaler Investor
im Hafen Offenbach an“, freut sich Oberbürgermeister Horst Schneider.
Gerade auch mit seinem markanten Abschluss am Gutsche-Park, vier
kubischen Einzelbauten, die wie Skulpturen zur Marina zeigten, setze das
neue Quartier im Hafen ein starkes architektonisches Ausrufezeichen.
Zusammen mit seinen Düsseldorfer Projektpartnern, der BeeCapital GmbH
und der Möser Beteiligungsgesellschaft, wird PRIMUS developments
voraussichtlich ab 2016 in etwa eineinhalb- bis zweijähriger Bauzeit auf einer Fläche von 7300 Quadratmetern ca. 121 Eigentums- und Mietwohnungen
errichten. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 55 Millionen Euro.
Das Grundstück in dem Mischgebiet erstreckt sich zwischen Blauem Kran
und Fußgängerbrücke.

Im Osten grenzt es an die künftige Hafenschule und Kita, im Norden an den Gutsche-Park vor dem Hafenbecken. Dabei handelt es sich um einen geplanten Grünzug, der nach Offenbachs ehemaligem Gartenbaudirektor Oskar Gutsche benannt ist. Das westliche Nachbargrundstück hat die OPG für einen Neubau der OffenbacherHochschule für Gestaltung (HfG) reserviert.


„Unsere Leitidee war es“, sagt PRIMUS developments-Geschäftsführer
Achim Nagel, „als Bindeglied zwischen Hafen und Nordend ein lebendiges
Quartier zu schaffen. Es soll mit einem breiten Angebot qualitativ
hochwertiger Wohnungstypen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und
mit seinen Hinterhöfen, seinen kleinen Geschäften, Ateliers und Lokalen
Nachbarschaft und Begegnung ermöglichen.“


Attraktives Gegenüber zum Gründerzeitviertel
Das hat auch die Jury des Auswahlverfahrens überzeugt. „Der Entwurf“, sagt
OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha, „nimmt in überzeugender Weise die
bestehenden Strukturen im Umfeld des Quartiers auf. Mit seinen reizvollen
Wohn- und Gewerbehöfen und der gegliederten Fassade entlang der
Hafenallee gibt Marina Gardens Offenbach eine zeitgemäße Antwort auf die
Blockrandbebauung und die Hofwelten des benachbarten
Gründerzeitviertels.“


Zentrale Themen des Entwurfs sind laut Jan Schulz vom Architektenbüro
bb22 die „unterschiedlichen Bezüge des Quartiers nach außen sowie die
kleinteilige, stark durchgrünte Struktur im Innern“.
Als attraktives Gegenüber zum bestehenden Blockrand des Nordends
entsteht entlang der Hafenallee ein in vier Stadthäuser gegliederter,
fünfgeschossiger Wohnriegel mit Staffelgeschossen und kleinen
Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss.

Hell gestaltete Durchgänge führen ins Innere des Komplexes. Sie
erschließen sowohl die Hauseingänge als auch eine Serie von Wohn- und
Gewerbehöfen mit zentral gelegenen ein- bis zweigeschossigen
„Gartenhofhäusern“, mit kleinen Ateliers, Studios und kleinteiligen
Ladeneinheiten für den Bedarf der Anwohner, von der Bäckerei über den
Friseur bis zur Apotheke.


Auf der Hafenseite bestimmen vier fünfgeschossige Solitäre mit
Staffelgeschossen und ausdrucksstarker Architektur das Bild. Die Planer
sehen sie als „adäquate Nachbarn“ zum Wahrzeichen des Hafens
Offenbach, dem Blauen Kran. Dort, im Nordosten des Quartiers, soll ein
Café-Restaurant mit Sommergarten entstehen. Im Westen, in möglicher
Nachbarschaft zur HfG, ist ein Hafen-Bistro vorgesehen.