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Stadt Offenbach

Corona-Tests und Testmöglichkeiten

Ab dem 1. Juli sind die Bürger-Tests nur noch für bestimmte Gruppen kostenfrei. Informationen welche Regelungen gelten, zu den verschiedenen Tests, Testmöglichkeiten und Testtypen sind hier zu finden.

Neue Regeln für Antigen-Schnelltests ab 1. Juli

Bis zum 30. Juni haben Bürgerinnen und Bürger den Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche bei anerkannten Teststellen. Ab dem 1. Juli sind die Tests nur noch für bestimmte Gruppen kostenfrei. 

Personen, die am selben Tag eine Veranstaltung in Innenräumen besuchen wollen, oder Kontakt zu Personen ab 60 Jahren oder Personen mit schweren Vorerkrankungen am selben Tag haben werden, müssen 3 Euro als Eigenanteil zuzahlen. Dies gilt auch für Personen, die durch die Corona-Warn-App einen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko erhalten haben. Für Bürgertests mit Eigenbeteiligung ist es notwendig, den Anspruch nachweisen zu können. Das geht z. B. mit der Eintrittskarte für eine Veranstaltung, dem Vorzeigen der Corona-Warn-App oder bei Kontakten mit Risikopatienten einer Selbstauskunft, die auf einem Formblatt bzw. im Rahmen eines digitalen Registrierungsvorgangs festgehalten wird.

Kostenfreie Test erhalten folgende Personengruppen:

  • Kinder bis 5 Jahre
  • Schwangere im ersten Trimester
  • Personen, die in einer Klinik, Behinderten- oder Pflegeeinrichtung leben oder arbeiten oder dort jemanden besuchen
  • Personen, die mit jemandem in einer Wohnung zusammenleben, der an Covid-19 erkrankt ist
  • Personen, die zu Hause einen Angehörigen pflegen
  • Personen, die nach einer Corona-Infektion einen Beleg dafür brauchen, dass sie wieder negativ sind
  • Jene, die sich wegen medizinischer Gründe nicht impfen lassen können

Wer eine kostenlose Testung in Anspruch nehmen möchte, muss sich gegenüber der testenden Stelle ausweisen und einen Nachweis erbringen: Bei Kleinkindern ist das die Geburtsurkunde oder der Kinderreisepass, bei Schwangeren der Mutterpass. Wer aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, muss ein ärztliches Zeugnis im Original über die medizinische Kontraindikation vorlegen. Wer sich freitesten will, legt den PCR-Test vor, gleiches gilt für Haushaltsangehörige von Infizierten, die zudem einen Nachweis für die übereinstimmende Wohnanschrift benötigen. Bei Besuchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern kann ein kostenloser Test vor Ort gemacht werden oder der Besuch wird der Teststelle gegenüber glaubhaft gemacht. 

Bei Krankheits-Symptomen ist ein Antigen-Schnelltest nicht möglich, denn man kann öffentliche Teststellen zur Bürgertestung nur symptomfrei aufsuchen. Bei nachweislich engem Kontakt zu einer infizierten Person, sollte kein Schnelltest gemacht werden. Ein Schnelltest reicht bei einem begründeten Corona-Verdacht nicht aus.

Bei Krankheits-Symptomen oder als enge Kontaktperson muss unbedingt der behandelnde Arzt kontaktiert werden. Ob dann ein kostenfreier PCR-Test bei Personen durchgeführt wird, entscheiden die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Die Anmeldung erfolgt über den eigenen Hausarzt.

Wenn eine Person Erkältungssymptome hat, kann er oder sie zur Sicherheit zunächst einen Selbsttest machen und dann unbedingt den Hausarzt kontaktieren.

Mehr zu den Regeln für Quarantäneregeln, Kontaktpersonen und Fragen und Antworten zum Negativ- und Testnachweis unter:

Antigen-Schnelltest in Alten- und Pflegeheimen

Für den Besuch in Alten- und Pflegeheimen ist ein Negativnachweis notwendig. Es bestehen drei Möglichkeiten, wie Besucher, die nicht geimpft oder genesenden sind, ihren Testnachweis erbringen können:

  • Die Einrichtung bietet einen Schnelltest vor Ort an (keine Ausstellung eines Zertifikats, gilt nur vor Ort). 
  • Besucher bringen einen anerkannten Schnelltest mit und führen diesen vor Ort und unter Aufsicht durch (keine Ausstellung eines Zertifikats, gilt nur vor Ort).
  • Schnell-Test in einem Testzentrum, der dann durch Zertifikat nachgewiesen wird.

Welche Personen erhalten einen kostenlosen PCR-Test?

  • Der grundsätzliche Anspruch auf einen PCR-Test bleibt bestehen. Kostenlose PCR-Tests wird es künftig aber nur noch nach positivem Antigen- Schnelltest geben
  • Bei Diagnose und Auswertung der PCR-Tests werden Risikopatienten, Personen in vulnerablen Bereichen (Pflege, Eingliederungshilfe, häusliche Pflege) und in medizinischen Bereichen (Praxen, Krankenhaus, Pflege, Rettungsdienste) bevorzugt. Auch sie benötigen allerdings einen positiven Antigen-Schnelltest, bevor sie den PCR-Test machen können
  • Eine rote Warnmeldung auf der Corona-Warn-App reicht nicht mehr aus, um einen PCR-Test zu bekommen. Ein Anspruch muss zunächst mit einem Antigentest abgeklärt werden
  • Auch Kinder werden weiterhin Zugang zu PCR-Tests haben

Der PCR-Test ist kostenlos, wenn die testende Stelle direkt mit der Krankenkasse abrechnen kann. Das ist bei Hausärzten und bei einigen Testzentren der Fall.

Wo kann ich mich testen lassen?

Hinweise: An den Feiertagen können gesonderte Öffnungszeiten gelten. Das Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung ist geschlossen. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Übersicht der Teststellen in Hessen

Eine Übersicht der Teststellen in Hessen findet man auf der Seite von Corona Test Hessen - es besteht für die Teststellen allerdings keine Verpflichtung, sich auf dieser Webseite zu registrieren, so dass bei der hier gegebenen Übersicht kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht.

PCR Testmöglichkeiten Offenbach und Frankfurter Flughafen

Wer einen kostenpflichtigen PCR-Test aus privaten Gründen machen möchte, findet nachstehend eine Auswahl an Adressen und Preisen.

Positives Testergebnis - Regelungen und Verpflichtungen

Was ist ein Selbst-Test, Antigen-Schnelltest, PCR-Test

Selbst-Tests kann jede Bürgerin und jeder Bürger selber zuhause durchführen. Die Testperson ermittelt selber anhand des Teststreifens und der Gebrauchsanweisung das Ergebnis. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Dauer ca. 15-30 Minuten. Der Selbst-Test ist frei verkäuflich in Apotheken, im Einzelhandel und in Drogerien. Der Selbsttest gilt aber nicht als Negativnachweis, wenn 3G (geimpft, genesen, getestet) gefordert ist. Ausnahme: Der Selbsttest wird von einem Leistungserbringer gemacht und überwacht (z.B. im Pflegeheim, bei einer Veranstaltung). Er gilt dann aber nur an diesem Ort, eine Bescheinigung wird nicht ausgestellt,

Antigen-Schnelltest können nur durch geschultes Personal durchgeführt werden - dafür wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Vor Ort wird das Ergebnis ausgewertet. Dauer ca. 15-30 Minuten. Die Testperson erhält einen Nachweis, dieser ist 24 Stunden gültig. 

PCR-Tests können nur mit Probenentnahme durch medizinisches Personal erfolgen - die Auswertung durch Labore. Die Probeentnahme erfolgt meist im Nasen- oder Rachenraum. Je nach Auslastung der Labore liegt das Testergebnis nach ein bis zwei Tagen vor. Die Testperson erhält einen schriftlichen oder digitalen Nachweis. Der PCR-Test ist geeignet, um zum Beispiel bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt oder um einen positiven Schnell- oder Selbsttest zu verifizieren. 

Wichtig zu wissen!: Schnell- und Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Ein negatives Ergebnis im Schnell- und Selbsttests schließt eine Infektion nicht aus. Denn insbesondere zu einem frühen Zeitpunkt der Infektion, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt kann der Test ein negatives Ergebnis bringen. Oder man kann man nach einem negativen Schnelltest möglicherweise in Kontakt mit einer infizierten Person kommen und beim nächsten Test schon positiv sein. Daher ist der Zeitpunkt der Testung auch hier entscheidend und stellt ebenfalls immer nur eine Momentaufnahme dar. Auch der PCR-Test liefert nur eine Momentaufnahme vom Zeitpunkt der Entnahme des Abstrichs aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum!

Stand: 30. Juni 2022

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