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Stadt Offenbach

Ab sofort Bewerbungen für „Testraum“ und „Testraum-Fonds“ möglich

30.12.2025

Blick in den Testraum

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung der Verlängerung des Zukunftsprojekts „Testraum-Allee“ bis Ende 2027 zugestimmt hat, startet jetzt die Bewerbungsphase. Unternehmer, Existenzgründer und Start-ups können sich mit ihren Geschäftsideen bewerben. Interessierte können sich entweder um die Nutzung des „Testraums“ in der Großen Marktstraße 39 oder um eine Anschubfinanzierung aus dem „Testraum-Fonds“ bewerben. „Mit dem Zukunftskonzept ‚Testraum-Allee‘ wollen wir Unternehmerinnen und Unternehmern den Einstieg in das Geschäftsleben erleichtern, kreative Ideen fördern und das Ansiedeln neuer, individueller Läden in unserer Innenstadt möglich machen. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die den Mut haben, etwas Neues zu wagen – und genau diesen Mut unterstützen wir“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. 

Der „Testraum“ ist rund 46 Quadratmeter groß und modular eingerichtet. Unternehmerinnen und Unternehmer können hier mietfrei mindestens drei Monate lang – optional auch länger – ihre Geschäftsideen in zentraler Lage testen. „Wer den ‚Testraum‘ mieten möchte, sollte in überzeugendes Markenkonzept haben – und vor allem Lust, dies in die Offenbacher Innenstadt zu bringen und zu testen“, erklärt Projektmanagerin Isabel Glavašević. „Dabei kann es sich um ein neues, kreatives Produkt handeln oder um eins, das bisher nur online vertrieben wird und jetzt im stationären Handel getestet werden soll. Das Konzept des ‚Testraums‘ ermöglicht ein risikoarmes Ausprobieren von Geschäftsideen. Wir freuen uns auf neue Konzepte und mutige Ideen für die Offenbacher Innenstadt.“ Jede Bewerbung wird vom Projektteam evaluiert und die Bewerberinnen und Bewerber werden zu persönlichen Beratungsgesprächen eingeladen. Glavašević betont aber auch, dass es Ausschlusskriterien gibt: „Das Geschäftskonzept muss die Innenstadt bereichern und bunter machen. Ausgeschlossen sind zum Beispiel Gastronomie, Kioske, Shisha-Bars und Wettbüros.“ Details zu den Anforderungen und Ausschlusskriterien sind auf der Bewerbungs-Website erläutert. 

Parallel zum „Testraum“ können sich Interessierte um eine Förderung aus dem „Testraum-Fonds“ bewerben. Die aus dem städtischen Haushalt finanzierte Förderung ist für Existenzgründende und Unternehmer gedacht, die in der Offenbacher Innenstadt ein Geschäft eröffnen wollen. Aus dem „Testraum-Fonds“ geförderte Ladenbetreiberinnen und -betreiber erhalten einen Mietkostenzuschuss in Höhe von 500 Euro pro Monat, höchstens 6.000 Euro insgesamt für eine Laufzeit von maximal zwölf Monaten. Hinzukommt ein einmaliger Zuschuss von maximal 5.000 Euro, der für Ausstattung oder Renovierungsarbeiten verwendet werden kann. Inhaltliche Förderung kommt vom Expertenteam der „Testraum-Allee“: von Design über Architektur bis hin zu Kommunikation.

Erste „Testraum“-Nehmerin in diesem Jahr war Tanja Ronaghi. Nachdem sie drei Monate im „Testraum“ Mode ihres Labels „tanjaronaghi“ sowie Produkte anderer Designerinnen und Designer verkauft hat, eröffnet sie im Februar 2026 einen dauerhaften Laden am Hugenottenplatz. Für die Designerin ist klar: „Das Projekt ‚Testraum-Allee‘ ist für mich ein Glücksfall. Ohne die Möglichkeit, mich im ‚Testraum‘ auszuprobieren, hätte ich den Schritt in ein eigenes Ladenlokal vielleicht nicht so schnell gewagt. Die Zeit im ‚Testraum‘ hat mir gezeigt: Ich kann das – und ich will das. Dass die Stadt mich jetzt mit dem ‚Testraum-Fonds‘ unterstützt, macht mir den Start im eigenen Laden leichter und gibt mir enorm viel Sicherheit.“

Die Stadt will in den kommenden zwei Jahren bis zu sechs Ladenkonzepte mit dem „Testraum-Fonds“ fördern.

Über die „Testraum-Allee“

Die „Testraum-Allee“ ist ein Projekt des Zukunftskonzeptes Innenstadt in Kooperation mit der Agentur Mitte und dem IHK-nahen Verein Offenbach offensiv und zielt auf eine nachhaltige Aufwertung und Erweiterung des Einzelhandels ab. Das Projekt konzentriert sich auf die Umwandlung und Verhinderung von Leerständen mit dem Ziel der langfristigen Ansiedlung von qualitätsvollen Angeboten aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen in der Offenbacher Innenstadt, die auf Dauer wirtschaftlich tragfähig sind. Dadurch soll die Attraktivität der Offenbacher Innenstadt erhöht und Impulse für eine lebendige und belebte Innenstadt gesetzt werden, von der Unternehmen, Eigentümer und Eigentümerinnen sowie Bürger und Bürgerinnen gleichermaßen profitieren. Umgesetzt und unterstützt wurden bislang vier Projekte: das temporäre Kaufhaus OFTEN, der Concept-Store „Doki Doki“, der Mini-Market im M. Schneider und der Testraum. Im Februar 2026 wird das erste durch den „Testraum-Fonds“ geförderte Ladengeschäft eröffnen. 

Mehr Infos zum Zukunftskonzept Innenstadt

Deutsche Innenstädte stecken infolge des schrumpfenden Handels in einem harten Umbruch. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Offenbach bereits 2020 gemeinsam mit den Offenbacherinnen und Offenbachern, dem IHK nahen Verein Offenbach offensiv sowie den Planern des Büros urbanista ein Zukunftskonzept für die Innenstadt entwickelt – ein Konzept, das mittlerweile 16 Projekte umfasst. Ziel ist es, wie Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betont, den verbliebenen Handel zu stärken und neuen Handel zu ermöglichen. Weil es aber nicht mehr so werden wird wie früher, sollen auch völlig neue Anlässe geschaffen werden, um in die Innenstadt zu kommen. Die 16 Projekte des Zukunftskonzept Innenstadt sind deshalb ganz bewusst unterschiedliche Angebote, um das Herz der Stadt als einen einladenden und lebendigen Ort zu erhalten. Über die Hälfte der Projekte befindet sich bereits in Umsetzung. Mit voller Kraft gestaltet die Stadt Offenbach den Wandel – gemeinsam mit zahlreichen innerstädtischen sowie externen Akteuren. Gemeinsam möchten sie die Stadtmitte liebenswert machen. 


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