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Stadt Offenbach

Offenbach behauptet sich als dynamischer Wachstumsstandort: Immofrühstück lockte zahlreiche Branchenvertretende

07.07.2026

Offenbach entwickelt sich dynamisch und setzt auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wichtige Impulse für die Zukunft des Standorts. Wie groß das Interesse an dieser Entwicklung ist, zeigte das jüngste Immofrühstück der städtischen Wirtschaftsförderung: Rund 120 Vertreterinnen und Vertreter der Immobilienbranche folgten der Einladung in die Güterhalle des Quartier 4.0 im Osten der Stadt, um sich über aktuelle Projekte und Perspektiven am Standort zu informieren.

Die mittlerweile 13. Auflage des Immofrühstücks fand in diesem Jahr in Kooperation mit dem Projektentwickler und Eigentümer des ehemaligen Güterbahnhof-Areals Aurelis Real Estate statt. Die Güterhalle im Quartier 4.0 bot dabei einen eindrucksvollen Rahmen für das Branchentreffen. Ein Ort, der „mit seiner industriellen Vergangenheit und vielfältigen zukünftigen Nutzungen Offenbachs Wandel perfekt widerspiegelt“, macht Bozica Niermann, Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, in ihrer Begrüßung deutlich.

Masterplan bietet Investoren Verlässlichkeit in herausfordernden Zeiten

Auf einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts wies Prof. Dr. Elmar Schütz, Leiter Land Development bei Aurelis, gleich zu Beginn hin: „Der Masterplan wirkt.“ Die konsequente Ausrichtung auf die Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen sowie die breite Akzeptanz dieses Steuerungsinstruments über Partei- und Institutionsgrenzen hinweg, biete Investoren die Planbarkeit und Verlässlichkeit, um Projekte erfolgreich umzusetzen.

Schütz beschrieb eine solche Verpflichtung als Glücksfall, denn „die diversen Krisen hatten konkrete Auswirkungen auf unsere Projekte. Wir bemerken aber Aufbruchsstimmung und können auf dieser Grundlage nun schnell in die Umsetzung kommen.“ Auf diese Umsetzung ging sein Kollege Sebastian Wittemaier näher ein: „Wir haben Erfahrung darin, Nebenzentren zu gestalten und finden dafür im Offenbacher Osten optimale Bedingungen vor.“ Das Quartier 4.0 liegt mitten in der Metropolregion FrankfurtRheinMain und ist durch den ÖPNV-Knoten Offenbach-Ost und die Lage an der B 43 bestens an den überregionalen Verkehr angebunden. Einigkeit bestand zwischen Niermann und Wittemaier darüber, dass das Quartier 4.0 und der benachbarte Innovationscampus gemeinsam betrachtet werden sollten, um vorhandene Synergiepotentiale effektiv zu nutzen.

Wittemaier stellte auch die nächsten Entwicklungsschritte vor: „Im Quartier 4.0 sind unterschiedliche Nutzungen vorgesehen. Während die Stadt Offenbach bereits mit dem Bau der Emmy-Noether-Schule begonnen hat, bereitet Aurelis die Entwicklung weiterer Teilbereiche vor.“

Quartier 4.0 bietet Perspektiven für kleine und regional orientierte Unternehmen

Mit Blick auf die wirtschaftlichen Herausforderungen informierte Wittemaier zudem über die fortlaufende Anpassung des Projekts. So wurden zwei der gewerblichen Baufelder nochmals überplant und werden nun kleinteiliger strukturiert. Die sogenannten „Ateliers“ richten sich insbesondere an Handwerksbetriebe, Kleingewerbe und Kreative. 

In die ehemalige und mittlerweile sanierte Güterhalle sind bereits zwei Mieter eingezogen. Einen davon hatte Aurelis gleich zum Immofrühstück mitgebracht, von dessen Produkten sich die Gäste des Immofrühstücks direkt vor Ort überzeugen konnten: Unternehmer Samson Habtom realisiert mit seinem Rösterei- und Café-Unternehmen BUNCA. gerade eine rund 650Quadratmeter große Fläche in der Güterhalle des Quartier 4.0 und lud die Anwesenden auf den Frühstückskaffee ein. „Wir wollen Leute zusammenbringen und haben dafür einen Ort gesucht, der uns dabei unterstützt. Die Güterhalle und das zukünftige Quartier 4.0 bieten uns genau diese Perspektive“, erläutert Habtom seine Beweggründe.

Und in Offenbach hat er viel vor: In der neugestalteten Fläche wird neben einem der größten elektrisch-betriebenen Trommelröster der Welt und einer über 8 Meter langen Theke auch die neue hauseigene Backstube eingerichtet. Im eigenen Verkostungsraum können im Rahmen der BUNCA. Academy Coffee-Tastings und Workshops angeboten werden.

Mit seinem Anspruch, Zukunft gemeinsam zu gestalten, weist auch er auf den gelungenen Masterplan hin und appelliert an andere Unternehmer: „Die Stadt ist wie ein Rohdiamant und bietet großes Potential. Ich empfinde unsere Möglichkeiten hier als großes Privileg und würde mir wünschen, dass sich weitere regional orientierte Unternehmen dieser Entwicklung anschließen.“

Offenbach erarbeitet sich Trendwende

In seinem Update zum Wirtschaftsstandort Offenbach nahm Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke diesen Punkt auf: „Wir hatten mit 53.710 Arbeitsplätzen in 2025 so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie seit 51 Jahren nicht mehr. Das haben wir auch Unternehmern wie Samson Habtom zu verdanken, die an diesen Standort auch in Zeiten der Krise glauben und das vorhandene Potential sehen.“ Offenbach ist es gelungen, den Negativtrend zu stoppen. „Wir haben uns eine Trendwende erarbeitet“, so Schwenke weiter und stimmt mit Prof. Dr. Schütz überein: „Der Masterplan wirkt, weil er klar fokussiert und alle vereint.“ Aus diesem Grund werden Stadt und IHK Offenbach den Masterplan mit Perspektive bis 2045 fortschreiben. 

Neben der genauen Festlegung von Flächen für Industrie und Gewerbe ist laut Schwenke aber auch die lösungsorientierte Haltung der Stadtverwaltung ein wichtiger Erfolgsfaktor. „An den großen, geopolitischen Herausforderungen können wir als Kommune wenig rütteln. Wo wir stark sind und direkten Einfluss darauf haben, ist hier vor Ort, etwa in den baurechtlichen Verwaltungsverfahren. Hier können wir schnell, lösungsorientiert und zuverlässig sein.“ Und das zahle sich aus: In den Rekord-Arbeitsplatzzahlen sind die jüngsten Entwicklungen wie die Ansiedlung von Lorenz Snacks, BYD, großen Teilen von SAMSON oder der angekündigte Zuzug von Pan Dacom noch nicht inbegriffen.

Oberbürgermeister Schwenke mahnte bei aller Euphorie aber auch: „Ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass die wirtschaftliche Krise spurlos an uns vorbeigeht. Auch wir werden Rückschläge erleben, wie wir gerade an Manroland Sheetfed sehen. Aber: Wir sind seit sehr langer Zeit erstmals wieder so gut aufgestellt, dass wir diese Rückschläge überstehen und daraus Chancen generieren können.“

Dynamik zieht weitere positive Entwicklungen nach sich

Darüber hinaus wird sich Offenbach auch qualitativ neu aufstellen. Die begonnene Entwicklung des Kaiserviertels der ABG auf dem ehemaligen KWU-Areal bietet nun die Möglichkeit, den Alleen-Ring von der Berliner Straße bis zur Hafenallee zu schließen. Spätestens in fünf Jahren wird der Park am Nordkap kommen und mehr Aufenthaltsqualität in das Kaiserlei-Viertel bringen. 

Die Station Mitte mit ihrem vielfältigen Angebot von Stadtbibliothek, Ton- und Filmstudio, Lernbereichen bis hin zu Gastronomie und Gewerbe wird ein neuer, attraktiver Frequenzbringer in der Innenstadt. Weitere neue Angebote werden zurzeit erfolgreich im Rahmen der Testraum-Allee und dem zugehörigen Testraum erprobt. 

„Unser Selbstverständnis als Soul OF Hessen ist unsere Einladung an Sie, sich aktiv an der Gestaltung unseres Standorts zu beteiligen“, betonte Schwenke vor den zahlreichen Gästen. Im Anschluss nutzten diese die Gelegenheit, sich bei einer Besichtigung der benachbarten Rösterei ein Bild vom Fortschritt des Projekts zu machen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemeinsames Frühstück. In entspannter Atmosphäre nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zum Netzwerken.


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