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Stadt Offenbach

Spring Meeting des Wirtschaftsclub Kaiserlei beschäftigte sich mit ehemaligem KWU-Areal / Kaiserviertel weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Standorts

28.04.2026 – Zum mittlerweile vierten Mal lud die städtische Wirtschaftsförderung Mitte April zum Spring Meeting des Wirtschaftsclub Kaiserlei ein. Ausnahmsweise traf man sich diesmal in den Veranstaltungsflächen der Stadt im Bernardbau. Grund dafür: mit der ABG FRANKFURT HOLDING war an diesem Abend der Bauherr und Projektentwickler zu Gast, der gerade den Abbruch des ehemaligen KWU-Areals zur Entwicklung des Kaiserviertels vorbereitet.

Informierten die zahlreichen Gäste über die aktuellen Entwicklungen im Kaiserlei-Viertel (v.l.n.r.): Bozica Niermann, Leiterin der Wirtschaftsförderung Offenbach; Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding; Dr. Felix Schwenke, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main. 

Das Kaiserlei-Viertel als Premiumstandort in der Metropolregion FrankfurtRheinMain sichtbar und für hochkarätige Unternehmensansiedlungen interessant zu machen ist gemeinsames Ziel der zahlreichen Partner im Wirtschaftsclub. Dieser hat sich 2023 als gemeinsame Initiative von Investorinnen und Investoren, Planerinnen und Planern, Eigentümerinnen und Eigentümern, ansässigen Unternehmen und der Wirtschaftsförderung gebildet. Der Wirtschaftsclub Kaiserlei bietet dabei eine Plattform, um im gemeinsamen Austausch an neuen Strategien und Projekten zu arbeiten, die insbesondere das Kaiserlei-Viertel als wichtigen Unternehmensstandort in Offenbach und der Region voranbringen.

„Durch den Wirtschaftsclub ist es uns gelungen, dem Kaiserlei-Viertel bei Unternehmen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und die vorhandenen starken Standortfaktoren – eine exzellente Anbindung mit in Echtzeit optimiertem Straßenverkehr, flächendeckendes Glasfasernetz nahe dem DE-CIX und der attraktiven Lage am Main, direkt gegenüber der Europäischen Zentralbank – deutlich erfolgreicher zu kommunizieren“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke in seinem Update Kaiserlei.

Das habe mittlerweile dazu geführt, dass sich zahlreiche namhafte Unternehmen für das Kaiserlei-Viertel entschieden haben. Ende vergangenen Jahres richtete der Snackhersteller Lorenz seinen neuen Unternehmenssitz sowie das Produktentwicklungs- und Sensoriklabor im Kaiserlei-Viertel ein. Und auch der größte Elektroautohersteller der Welt, der chinesische BYD-Konzern, hat vor kurzem seine Arbeit in der neuen Deutschland-Zentrale an der Strahlenbergerstraße aufgenommen. Im Laufe des Jahres werde hier noch ein großer Showroom folgen.

Messbare Erfolge nach 21 Jahren Stillstand

„Diese messbaren Erfolge haben wir trotz des rund 21 Jahren andauernden Stillstands auf dem ehemaligen KWU-Areal geschafft“, so Schwenke weiter. „Umso mehr freut es uns, dass es mit dem Kaiserviertel der ABG dort nicht nur eine attraktive Entwicklungsperspektive gibt, sondern es jetzt endlich auch ganz konkret losgeht.“ Denn, ergänzt Schwenke, das Vorhaben mache nun auch den Goethering-Umbau endlich möglich. Durch den Rückbau der nicht mehr benötigten Baustelleneinrichtungsfläche im Goethering auf Höhe des Goethe-Quartiers, kann nun der Lückenschluss des Grünrings vom Max-Willner-Platz zur bereits hergestellten Hafenallee angegangen werden. „In fünf Jahren werden wir also neben dem Park am Nordkap auch an dieser wichtigen Stelle eine deutlich höhere Verkehrs- und Aufenthaltsqualität im Viertel haben. Im Westen wird mit der Einrichtung des Sportpark Oberrad durch die Stadt Frankfurt zudem ein attraktives Sport- und Freizeitangebot an den Kaiserlei ziehen.“

Auf den Fahrplan rund um die Projektentwicklung Kaiserviertel ging an diesem Abend Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG FRANKFURT HOLDING, ein. Das Unternehmen hat das rund drei Hektar große Areal im Herbst letzten Jahres erworben und wird es als gemischtgenutztes Quartier neu entwickeln.

„Wir werden die Bestandsgebäude abtragen und ganz neu bauen“, beantwortet Junker gleich zu Beginn eine der vielen Fragen, die rund um das Projekt bestehen. „Dank der sehr guten Gespräche mit der Stadt Offenbach konnten wir eine Quartiersentwicklung erreichen, die sowohl wichtigen neuen, und auch geförderten, Wohnraum und gleichzeitig die Einbindung in den Gewerbestandort Kaiserlei schafft“, betont Junker.

Das Kaiserviertel wird als autofreies Quartier realisiert. Die insgesamt 1.179 neuen Mietwohnungen entstehen um insgesamt sechs begrünte Innenhöfe herum. Im Norden, zur Strahlenbergerstraße hin, schließen sich die gewerblichen Flächen für Einzelhandel und Büronutzung an. Hier werden auch die Quartiersgarage sowie der Neubau des bereits bestehenden Hotels entstehen.

Über den Zeitplan der Arbeiten informiert Junker: „Aktuell bereiten wir die Abbrucharbeiten vor, die im Mai starten werden. Den Rückbau und die Aufbereitung des Materials, das wir im Sinne der Kreislaufwirtschaft weitgehend vor Ort wiederverwenden werden, wollen wir bis Jahresende abschließen.“ Im Anschluss beginnen die Arbeiten an den ersten Neubauten, die ab 2029 bezugsfertig werden sollen. „Die ABG plant an diesem Standort insgesamt eine Investition von mehr als 500 Millionen Euro.“

Moderatorin Bozica Niermann, Leiterin der Offenbacher Wirtschaftsförderung, machte deutlich, dass das Kaiserviertel der ABG ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung des gesamten Kaiserlei-Viertels sei. „Gerade an diesem Ort im Westen der Stadt, an dem Frankfurt und Offenbach aufeinandertreffen, entsteht eine besondere Chance, das Zusammenspiel innerhalb der Metropolregion nachhaltig zu stärken.“ Seit Bekanntwerden des Erwerbs durch die ABG habe es zahlreiche Nachfragen zum Projekt gegeben. „Das zeugt von großem Interesse am Standort Offenbach. Mit dem Kaiserviertel bauen wir Qualitäten aus und werden in Zukunft noch attraktiver für Unternehmen“, so Niermann weiter.


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