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Stadt Offenbach

Magistrat stimmt Machbarkeitsstudie zum Neubau der Stadtbibliothek zu

04.08.2021

Die Stadtbibliothek kann an ihrem jetzigen Standort Büsing-Palais /Bernardbau nicht erweitert werden. Aus diesem Grund hat der Magistrat in seiner Sitzung am 14. Juli beschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben mit dem Ziel, einen Neubau in der Offenbacher Innenstadt zu prüfen. Damit setzt der Magistrat den Beschluss der Stadtverordneten zum „Zukunftskonzept Innenstadt“ vom 18. Juni 2020 um.

„Das Zukunftskonzept Innenstadt beschreibt mit der Station Mitte den sogenannten Dritten Ort eines Wissenshauses, das die Stadtbibliothek nicht nur um einen kommunikativen Lernort erweitert, sondern darüber hinaus zum Veranstaltungsort für Kultur werden lässt. Ferner kann sie für Vereine und Initiativen zum Treffpunkt werden“, sagt Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß. Der Begriff „Dritter Ort“ wurde von Ray Oldenburg, einem amerikanischen Soziologen erstmals Anfang der 2010er Jahre geprägt. Der Dritte Ort ist nicht zuhause, nicht Arbeitsplatz, nicht Schule. Er hat nichts mit Lernen zu tun. Die Menschen fühlen sich dort wohl, sie kommen und gehen, können an dem Ort essen und trinken, sie kommunizieren miteinander und tauschen sich aus.

„Die Offenbacherinnen und Offenbacher bekommen eine neue Stadtbibliothek mit der Aufenthaltsqualität eines Wohnzimmers und einem gastronomischen Angebot. Es ist ein multifunktionales Konzept geplant, dessen Umsetzung in großen Teilen von städtischer Seite erfolgt. Wir werden aber auch privatwirtschaftliche Bausteine integrieren. Dazu gehören die Gastronomie oder frei mietbare Räume für Vereine oder kulturelle Veranstaltungen“, erläutert Weiß die Planungen.

Das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement veranlasst federführend die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie „Neue Stadtbibliothek“ gemeinsam mit den Projektbeteiligten des Zukunftskonzepts „Offenbach Mitte“. Gemäß dem Grundsatzbeschluss über das Zukunftskonzept Innenstadt sollen Refinanzierungsmöglichkeiten für die neue Stadtbibliothek aus der Vermietung des Bestandsgebäudes geschätzt werden. Der Verein Offenbach offensiv e.V. begrüßt ausdrücklich einen Neubau in der Innenstadt und beteiligt sich in Höhe von 20.000 Euro an der Machbarkeitsstudie für die neue Stadtbibliothek.

Die Stadt bewirbt sich überdies für das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“, das am 26. Mai 2021 vom Land Hessen aufgelegt worden ist mit dem Ziel, die hessischen Innenstädte zu stärken. Eine Entscheidung über die Aufnahme fällt voraussichtlich im Herbst 2021. Die Refinanzierung der Machbarkeitsstudie könnte darüber erfolgen.

Hintergrund: Erweiterung der Bestandseinrichtung nicht möglich / Gründe für Neubau

Der Haupttrakt des Büsing-Palais ist langfristig an den Betreiber des Sheraton-Hotels vermietet. Eine Erweiterung der heutigen Bibliothek in diesen Bereich hinein müsste abgestimmt werden, führt zum Verlust von Mieteinnahmen und schränkt zudem die Planungsfreiheit erheblich ein.

Eine Erweiterung im Bernardbau ist aufgrund der nicht vorhandenen Flächen ebenfalls nicht möglich. Das zweite Obergeschoss ist für die Personal- und Organisationsentwicklung vorgesehen. Die freien Räume des ehemaligen Bürgerbüros scheiden aus, weil sie die Stadtbibliothek noch weiter aufteilen und Lösungen für die dadurch entstehenden betriebsorganisatorischen Angelegenheiten erfordern würden.

Der Nutzung des angrenzenden Liliparks/Lesegarten zur baulichen Erweiterung der Bibliothek steht das Planungsrecht entgegen, da der Flächennutzungsplan an dieser Stelle Grünfläche vorsieht. Ein Änderungsverfahren müsste zuvor angestrengt werden. Zudem ergeben sich durch einen Anbau an das Büsing-Palais erhebliche denkmalrechtliche Anforderungen.


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