Testraum-Allee: Mode-Designerin Tanja Ronaghi eröffnet mit „Ninone by“ eigenen Laden in Offenbacher Innenstadt
20.02.2026
Mit „Ninone by Tanja Ronaghi“ hat die Modedesignerin Tanja Ronaghi am Hugenottenplatz, in der Frankfurter Straße 13-15, ihren ersten eigenen Laden eröffnet. Die Ladenfläche hat sie von ihrer Mutter übernommen und mit Unterstützung des „Testraum-Fonds“ ein modernes Konzept entwickelt: Ronaghi bietet qualitativ hochwertige Mode und Accessoires, wobei sich das Sortiment nicht nur an Damen, sondern zu einem Teil auch an Herren richtet. Dabei handelt es sich sowohl um Eigenkreationen als auch um Artikel verschiedener Marken. „Ich freue mich sehr, dass Tanja Ronaghi den Laden ihrer Mutter nach einem eigenen Konzept weiterführt und unsere Stadt damit vor einem möglichen Leerstand bewahrt. Durch die Unterstützung des ‚Testraum-Fonds‘, aber auch des Zutuns durch den Vermieter, der mit Engagement und Interesse vorangegangen ist, gelingt es uns als Stadt derartige Einkaufsangebote zu sichern“, erläutert Božica Niermann, Leiterin des Amtes Wirtschaftsförderung und Liegenschaften.
Unterstützung für einen erfolgreichen Start bekommt Tanja Ronaghi aus dem „Testraum-Fonds“, ein Teil des Zukunftprojektes „Testraum-Allee“ für die Ansiedlung neuer Läden in der Offenbacher Innenstadt.
„‘Ninone by Tanja Ronaghi‘“ bietet eine Mischung aus selbst kreierter, eigenhändig geschneiderter Mode und hochwertigen Marken. Ihren Stil beschreibt Tanja Ronaghi so: „Meine Mode richtet sich nicht nach Trends; alle Schnitte sind zeitlos. Sowohl die Stoffauswahl als auch die Schnitte sind so präzise, dass sich jedes meiner Kleidungsstücke an den Körper schmiegt und nicht andersherum.“ Ihre Kollektion bietet sie im neuen Laden in mehreren Größen an, vorher waren ihre Stücke nur in Einheitsgrößen erhältlich.
Vervollständigt wird das Sortiment durch Kleidung und Accessoires lokaler und überregionaler Marken. „Ich möchte einen generationsübergreifenden Kundenkreis gewinnen“, erklärt Tanja Ronaghi. „Daher führe ich Mode für Damen und Herren unterschiedlichen Alters und habe einige Marken aus dem Laden meiner Mutter übernommen. Zahlreiche Artikel wie Socken und Schmuck eignen sich auch als Geschenke.“ Ronaghi kann sich zudem vorstellen, weitere Marken in ihr Sortiment aufzunehmen, vor allem solche, die einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legen.
Ronaghis Mutter Susan Ghods betrieb die Damenboutique „Ninone“ am Hugenottenplatz 33 Jahre lang. Da Ronaghi noch eine Stelle als Lehrerin hat, wird auch ihre Mutter die Kundinnen und Kunden im Laden beraten. „Ninone by Tanja Ronaghi“ ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Überzeugt vom neuen Ladenkonzept ist auch der Vermieter der Fläche, Rudolf Walther von der Grundstücksgemeinschaft Walter-Passage GbR. „Wir freuen uns, dass hier eine nahtlose Übernahme stattfindet. Zum Neustart gehört auch ein modernes Umfeld. Daher ließen wir den Raum vollständig modernisieren. Das Konzept der Testraum-Allee ist für uns als Immobilieneigentümer sehr stimmig: In unserem Fall förderte es das Weiterbestehen eines Mietverhältnisses, darüber hinaus eröffnet es Eigentümern attraktive Möglichkeiten, Ladenflächen neu zu besetzen.“
Testraum-Allee als Grundlage
Tanja Ronaghi war im März vergangenen Jahres die erste Mieterin des Testraums, einem zentralen Baustein des Projekts Testraum-Allee, mit dem die Stadt das Einzelhandelsangebot und die Aufenthaltsqualität in der Stadt attraktiver machen will. Vor vier Monaten hatte sie sich erfolgreich um die Förderung aus dem Testraum-Fonds beworben und ist damit die erste Fördernehmerin dieses Fonds. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt lief in allen Belangen hervorragend“, resümiert Ronaghi. „Die Leistungen aus dem Testraum-Fonds haben mir enorm dabei geholfen, den Schritt hin zum eigenen Laden zu wagen. Dabei sind es nicht nur die Gelder, die man als Anschubfinanzierung erhält. Sehr wertvoll war und ist auch die fachliche Unterstützung durch das Expertenteam der Testraum-Allee, das mich unter anderem bei dem Umbau, der Einrichtung und der Kommunikation beraten hat.“
Fördernehmer des Testraum-Fonds erhalten neben einem monatlichen Mietkostenzuschuss von bis zu 500 Euro für ein Jahr auch einen einmaligen Zuschuss von 5.000 Euro für Renovierung und Einrichtung ihres Ladens. Darüber hinaus stehen ihnen Expertinnen und Experten zur Seite; von Architekten für die Gestaltung des Ladens über Kommunikationsfachleute für eine effektive Werbung bis zu Mentoren der IHK Offenbach.
Über die Testraum-Allee
Die Testraum-Allee ist ein Projekt des Zukunftskonzeptes Innenstadt in Kooperation mit der Agentur Mitte und Offenbach offensiv und zielt auf eine nachhaltige Aufwertung und Erweiterung des Einzelhandels ab. Das Projekt konzentriert sich auf die Umwandlung von Leerständen mit dem Ziel der langfristigen Ansiedlung von qualitätsvollen Angeboten aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen in der Offenbacher Innenstadt, die auf Dauer wirtschaftlich tragfähig sind. Das Zukunftsprojekt Testraum-Allee hat zum Ziel neue, hochwertige und wirtschaftlich tragfähige Ladenkonzepte in leerstehenden oder vom Leerstand bedrohten (EG-)Ladenflächen in der Kern-Innenstadt anzusiedeln. Dadurch soll die Attraktivität der Offenbacher Innenstadt erhöht und Impulse für eine lebendige und belebte Innenstadt gesetzt werden, von der Unternehmen, Eigentümer und Eigentümerinnen sowie Bürger und Bürgerinnen gleichermaßen profitieren. Umgesetzt und unterstützt wurden bislang vier Projekte: das temporäre Kaufhaus OFTEN, der Concept-Store „Doki Doki“, der Mini-Market im M. Schneider und der Testraum.
Mehr Infos zum Zukunftskonzept Innenstadt
Deutsche Innenstädte stecken infolge des schrumpfenden Handels in einem harten Umbruch. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Offenbach bereits 2020 gemeinsam mit den Offenbacherinnen und Offenbachern, dem IHK nahen Verein Offenbach offensiv sowie den Planern des Büros urbanista ein Zukunftskonzept für die Innenstadt entwickelt – ein Konzept, das mittlerweile 16 Projekte umfasst. Die 16 Projekte des Zukunftskonzept Innenstadt sind deshalb ganz bewusst unterschiedliche Angebote, um das Herz der Stadt als einen einladenden und lebendigen Ort zu erhalten. Über die Hälfte der Projekte befindet sich bereits in Umsetzung. Mit voller Kraft gestaltet die Stadt Offenbach den Wandel – gemeinsam mit zahlreichen innerstädtischen sowie externen Akteuren. Gemeinsam möchten sie die Stadtmitte liebenswert machen.