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Stadt Offenbach

Förderung aus Testraum-Fonds: Schmuckdesignerin Celina Ali eröffnet Laden in der Innenstadt

03.07.2026

Mehr Informationen zum Zukunftskonzept Innenstadt

Sie war die sechste temporäre Mieterin des Testraums, jetzt ist sie zweite Fördernehmerin des Testraum-Fonds: Celina Ali hat sich bei der Stadt Offenbach erfolgreich um die Anschubfinanzierung beworben und eröffnet nach den Sommerferien einen dauerhaften Laden in der Offenbacher Innenstadt – in unmittelbarer Nähe des Testraums in der Großen Marktstraße, gegenüber vom Komm-Center. Mit ihrer Schmuckmarke Mada setzt sie auf personalisierte Stücke, Gravuren sowie permanenten Schmuck; also Armbänder oder Ketten, die einmalig passgenau am Handgelenk oder Hals verschweißt werden. Mit dem Testraum-Fonds unterstützt die Stadt Offenbach die Jungunternehmerin in der Anfangsphase der Neueröffnung: Zusätzlich zu einer Anschubfinanzierung erhält sie fachliche Unterstützung von Expertinnen und Experten – darunter ein Architekturbüro und eine Kommunikationsagentur –, die ihr bei der Entwicklung ihres Betriebes zur Seite stehen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit der zweiten Testraum-Fonds-Förderung erneut eine junge, hochmotivierte Unternehmerin unterstützen können und bin gespannt, was sie aus ihrem Laden macht“, so Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „Dass sie sich nach ihrer Zeit im Testraum jetzt versucht dauerhaft in der Innenstadt anzusiedeln ist exakt das, was die Hoffnung und das Ziel des Projektes Testraum-Allee ist. Ich wünsche ihr viel Erfolg und natürlich viele Kundinnen und Kunden!“

Die Idee zu Mada entstand buchstäblich über Nacht: Beim abendlichen Scrollen durch Instagram stieß Celina Ali auf den Trend des permanenten Schmucks, der in den USA bereits etabliert war. Noch in derselben Nacht bestellte sie Material und begann in ihrer heimischen Küche, das Konzept in die Tat umzusetzen. Was als Experiment startete, wurde zur Überzeugung – und schließlich zur Entscheidung, die Konsequenzen zu ziehen: Nach zehn Jahren im Beamtenverhältnis beim Finanzamt Offenbach wagte sie den Sprung in die Selbstständigkeit. „Es hat sich gelohnt“, sagt sie heute. Seit der Gründung im Mai 2024 hat sie Mada über Pop-up-Stores, Events, Messen und Kooperationen – unter anderem mit einer großen Warenhauskette und dem Modehaus M. Schneider – kontinuierlich weiterentwickelt und ist bis Ende August mit einem festen Standort im Main-Taunus-Zentrum etabliert. 

Den Testraum in der Offenbacher Innenstadt nutzte sie als Pilotfläche, um zu prüfen, ob Marke, Stadt und Zielgruppe zusammenpassen. 

Das Ergebnis überzeugte – und sie pitchte erfolgreich vor der Jury des Testraum-Fonds. Im Mittelpunkt von Mada stehen permanente Schmuckstücke aus hochwertigem Edelstahl, die mittels Schweißtechnik dauerhaft am Körper angebracht werden – allergiefreundlich und ohne abzufärben. Ergänzt wird das Angebot durch Gravuren mit Namen, Daten und persönlichen Botschaften, klassischen Schmuckverkauf sowie Events und Workshops, die Celina Ali stetig weiterentwickeln möchte. „Die Idee von Mada ist es, Schmuck nicht nur als Accessoire zu verstehen, sondern als Symbol für Verbindung, Erinnerung und persönliche Geschichten", erklärt die Gründerin. „Ich möchte auch einen Ort des Zusammenkommens schaffen – einen Raum, in dem besondere Momente entstehen.“ Für den Standort in der Offenbacher Innenstadt hat sie sich bewusst entschieden: Offenbach ist ihre Heimatstadt, und die Größe und Lage der Stadt passen ihrer Einschätzung nach ideal zu ihrem Konzept.

Auch die Hausverwaltung C. Schmitt, Vermieter der neuen Ladenfläche, blickt der Eröffnung mit Freude entgegen. „Ich freue mich, dass wir die Geschichte weitererzählen können", sagt Christian Schmitt. „Mada hat im Testraum bewiesen, dass das Konzept funktioniert – und ich bin überzeugt, dass der Laden auch als dauerhafter Standort sehr gut in die Innenstadt passen wird."

Über den Testraum-Fonds

Aus dem Testraum-Fonds geförderte Ladenbetreiberinnen und -betreiber erhalten einen Mietkostenzuschuss in Höhe von 500 Euro pro Monat, höchstens 6.000 Euro insgesamt für eine Laufzeit von maximal zwölf Monaten. Hinzukommt ein einmaliger Zuschuss von maximal 5.000 Euro, der für die Ausstattung – zum Beispiel Möbel, Kassensysteme, Sicherheitssysteme – oder auch für Renovierungsarbeiten verwendet werden kann. Inhaltliche Förderung kommt vom Expertenteam der Testraum-Allee: vom Büro Design in Architektur, von der Kommunikationsagentur Urban Media Project und von Mentoren der IHK Offenbach sowie des Vereins Offenbach offensiv.

Über die „Testraum-Allee“

Die „Testraum-Allee“ ist ein Projekt des Zukunftskonzeptes Innenstadt in Kooperation mit der Agentur Mitte und Offenbach offensiv und zielt auf eine nachhaltige Aufwertung und Erweiterung des Einzelhandels ab. Das Projekt konzentriert sich auf die Umwandlung von Leerständen mit dem Ziel der langfristigen Ansiedlung von qualitätsvollen Angeboten aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen in der Offenbacher Innenstadt, die auf Dauer wirtschaftlich tragfähig sind. Das Zukunftsprojekt „Testraum-Allee“ hat zum Ziel neue, hochwertige und wirtschaftlich tragfähige Ladenkonzepte in leerstehenden oder vom Leerstand bedrohten (EG-) Ladenflächen in der Kern-Innenstadt anzusiedeln.

Dadurch soll die Attraktivität der Offenbacher Innenstadt erhöht und Impulse für eine lebendige und belebte Innenstadt gesetzt werden, von der Unternehmen, Eigentümer und Eigentümerinnen sowie Bürger und Bürgerinnen gleichermaßen profitieren. Umgesetzt und unterstützt wurden bislang vier Projekte: das temporäre Kaufhaus OFTEN, der Concept-Store „Doki Doki“, der Mini-Market im M. Schneider, der Testraum und das Ladenkonzept „Ninone by Tanja Ronaghi“, das Unterstützung aus dem Testraum-Fonds erhielt.

Mehr Informationen zum Zukunftskonzept Innenstadt

Deutsche Innenstädte stecken infolge des zurückgehenden Einzelhandels in einem harten Umbruch. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Offenbach bereits 2020 gemeinsam mit den Offenbacherinnen und Offenbachern, dem IHK-nahen Verein Offenbach offensiv sowie den Planern des Büros urbanista ein Zukunftskonzept für die Innenstadt entwickelt – ein Konzept, das mittlerweile 16 Projekte umfasst. Ziel ist es, wie Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betont, den verbliebenen Handel zu stärken und neuen Handel zu ermöglichen. Weil es aber nicht mehr so werden wird wie früher, sollen auch völlig neue Anlässe geschaffen werden, um in die Innenstadt zu kommen. Die 16 Projekte des Zukunftskonzept Innenstadt sind deshalb bewusst unterschiedliche Angebote, um das Herz der Stadt als einen einladenden und lebendigen Ort zu erhalten. Mehr als die Hälfte der Projekte befindet sich bereits in Umsetzung. Mit voller Kraft gestaltet die Stadt Offenbach den Wandel – gemeinsam mit zahlreichen innerstädtischen sowie externen Akteuren. Gemeinsam möchten wir die Stadtmitte liebenswert machen.


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