Zuverlässig bietet der Testraum in der Offenbacher Innenstadt immer wieder neue Möglichkeiten, ausgefallene Produkte und Ideen kreativer Unternehmerinnen und Unternehmer zu entdecken: Ab 4. April bis Ende Mai wird Celina Ali aus Mühlheim am Main mit ihrer Schmuckmarke Mada den Laden in der Großen Marktstraße 39 bespielen. Sie ist damit die sechste Mieterin, die von dem Angebot der Stadt Gebrauch macht, sich im Testraum auszuprobieren. Damit trägt sie auch zur Belebung der Innenstadt bei. „Der Testraum ist beliebt – bei Mietenden und bei den Offenbacherinnen und Offenbachern“, stellt die Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften Offenbach Božica Niermann fest.
Božica Niermann, Leiterin Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften OffenbachWir freuen uns sehr, dass mit Celina Ali erneut eine junge, hochmotivierte Jungunternehmerin einzieht – und wünschen ihr viel Erfolg bei ihrem Experiment 'Eigener stationärer Handel'.
Im Mittelpunkt von Mada stehen permanenter Schmuck und zeitlose Schmuckstücke aus hochwertigem Edelstahl, die nicht trendgetrieben sind, sondern für ihre Besitzenden eine besondere Bedeutung haben. „Permanenter Schmuck sind Schmuckstücke, die dauerhaft mittels Schweißtechnik am Körper angebracht werden; die Armbänder, Halsketten und Fußkettchen haben bewusst keinen Verschluss“, erklärt Celina Ali das Prinzip. „Die Idee von Mada ist es, Schmuck nicht nur als Accessoire zu verstehen, sondern als Symbol für Verbindung, Erinnerung und persönliche Geschichten. Er macht emotionale Momente sichtbar.“ Ihr Fokus liegt daher nicht auf Masse, sondern auf Individualisierung und persönlicher Beratung. Mada richtet sich an eine Zielgruppe, die zwischen 20 und 45 Jahren ist, und Wert legt auf Qualität, Individualität und Bedeutung. Die Schmuckstücke richten sich beispielsweise an Paare, Familienmitglieder und enge Bezugspersonen sowie an Menschen, die sich mit einem Schmuckstück an besondere Momente oder bedeutende Lebensabschnitte erinnern möchten. Besonders beliebt ist das gemeinsame Erlebnis auch zu Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagen oder Junggesellinnenabschieden.
Celina Ali hat ihre Schmuckmarke im Mai 2024 gegründet und ist in den vergangenen Jahren über Pop-up-Stores, Events, Kooperationen und einen festen Standort in einem Kaufhaus organisch gewachsen. Der Testraum ist für sie ein Pilotstandort: „Ich möchte herausfinden, wie Mada als eigenständiger Store außerhalb eines Kaufhauskonzepts funktioniert, vor allem mit Blick auf Kundenfrequenz, Aufenthaltsdauer, Wiederkehr-Rate, Community-Aufbau und kleine Events.“ Die Designerin überlegt, langfristig einen festen Standort in Offenbach zu eröffnen. „Meine Zeit im Testraum dient dazu, diese Entscheidung fundiert treffen zu können und zu prüfen, wie gut Marke, Stadt und Zielgruppe zusammenpassen.“
„Geschäftsidee und Motivation haben uns überzeugt“, erklärt Božica Niermann. „Celina nutzt den Testraum genau für das, wofür wir ihn eingerichtet haben: als Möglichkeit, ihr Geschäft zu testen.“ Der Testraum ist Teil des Zukunftsprojekts Testraum-Allee, das die Stadt Offenbach gemeinsam mit dem IHK-nahen Verein Offenbach offensiv umsetzt. Er ermöglicht Unternehmen, Start-ups, Existenzgründern und -gründerinnen, in Offenbach neue Geschäftsformen unter risikoarmen Bedingungen auszuprobieren und deren Potenzial für eine dauerhafte Ansiedlung zu testen.
Der Testraum wird voraussichtlich von Mittwoch bis Freitag von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein und am Samstag von 11 bis 17 Uhr.
Über die „Testraum-Allee“
Die „Testraum-Allee“ ist ein Projekt des Zukunftskonzeptes Innenstadt in Kooperation mit der Agentur Mitte und Offenbach offensiv und zielt auf eine nachhaltige Aufwertung und Erweiterung des Einzelhandels ab. Das Projekt konzentriert sich auf die Umwandlung von Leerständen mit dem Ziel der langfristigen Ansiedlung von qualitätsvollen Angeboten aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen in der Offenbacher Innenstadt, die auf Dauer wirtschaftlich tragfähig sind. Das Zukunftsprojekt „Testraum-Allee“ hat zum Ziel neue, hochwertige und wirtschaftlich tragfähige Ladenkonzepte in leerstehenden oder vom Leerstand bedrohten (EG-)Ladenflächen in der Kern-Innenstadt anzusiedeln. Dadurch soll die Attraktivität der Offenbacher Innenstadt erhöht und Impulse für eine lebendige und belebte Innenstadt gesetzt werden, von der Unternehmen, Eigentümer und Eigentümerinnen sowie Bürger und Bürgerinnen gleichermaßen profitieren. Umgesetzt und unterstützt wurden bislang vier Projekte: das temporäre Kaufhaus OFTEN, der Concept-Store „Doki Doki“, der Mini-Market im M. Schneider, der Testraum und das Ladenkonzept „Ninone by Tanja Ronaghi“, das Unterstützung aus dem Testraum-Fonds erhielt.
Mehr Infos zum Zukunftskonzept Innenstadt
Deutsche Innenstädte stecken infolge des schrumpfenden Handels in einem harten Umbruch. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Offenbach bereits 2020 gemeinsam mit den Offenbacherinnen und Offenbachern, dem IHK nahen Verein Offenbach offensiv sowie den Planern des Büros urbanista ein Zukunftskonzept für die Innenstadt entwickelt – ein Konzept, das mittlerweile 16 Projekte umfasst. Die 16 Projekte des Zukunftskonzept Innenstadt sind deshalb ganz bewusst unterschiedliche Angebote, um das Herz der Stadt als einen einladenden und lebendigen Ort zu erhalten. Über die Hälfte der Projekte befindet sich bereits in Umsetzung. Mit voller Kraft gestaltet die Stadt Offenbach den Wandel – gemeinsam mit zahlreichen innerstädtischen sowie externen Akteuren. Gemeinsam möchten sie die Stadtmitte liebenswert machen.