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Stadt Offenbach

Stadt erwartet weitere Fördermittel für Zukunftskonzept Innenstadt

16.03.2022 – Die Stadt Offenbach kann weitere finanzielle Unterstützung für die Umsetzung des Zukunftskonzepts Innenstadt erwarten. Der Bund hat in Aussicht gestellt, das Vorhaben zur Umgestaltung und Umnutzung des Rathaus-Pavillons in ein Förderprogramm aufzunehmen. Dafür und für die Verstetigung der Bürgerbeteiligung zur Innenstadtentwicklung stehen Fördermittel in Höhe von 262.500 Euro in Aussicht.

So soll der Rathaus-Pavillon einmal aussehen.

Dazu ging der Stadt Offenbach Ende 2021 ein entsprechendes Schreiben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BSSR) zu. Am 23. Februar hat der Magistrat beschlossen, dass die städtische Wirtschaftsförderung nun die formale Aufnahme in das Programm des BSSR beantragen soll. Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Antrag nun zugestimmt.

„Auch, wenn es einen langen Atem erfordert sind wir fest entschlossen, das Zukunftskonzept Innenstadt Baustein für Baustein Wirklichkeit werden zu lassen. Gemeinsam mit dem Verein „Offenbach offensiv“ und in engem Schulterschluss mit den Eigentümerinnen und Eigentümern, den Geschäftstreibenden sowie den Bürgerinnen und Bürgern. Es ist sehr wichtig und motivierend, dass die gemeinsame Arbeit hier in Offenbach jetzt so viel Anerkennung von außen erfährt und wir neben dem Landesförderprogramm ,Zukunft Innenstadt‘ nun auch eine Förderung vom Bund erhalten“, betont Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke.

Im Juli 2021 hatte das BBSR im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) bundesweit Kommunen aufgerufen, Interessensbekundungen für das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ einzureichen. Auch Offenbach beteiligte sich an diesem Aufruf. Zugleich wurden die Mittel für das neu aufgelegte Programm „Förderung innovativer Konzepte zur Stärkung der Resilienz und Krisenbewältigung in Städten und Gemeinden“ von ursprünglich 25 Millionen Euro um das Zehnfache auf 250 Millionen Euro erhöht. „Die Aufstockung der Programmmittel ermöglicht eine breite Bundesförderung für Städte und Gemeinden aller Größenklassen, um bestehende Förderbedarfe für die zukunftsfähige Entwicklung von Innenstädten sowie Stadtteil- und Ortszentren zu erfüllen“, heißt es in dem Schreiben des BSSR an die Stadt Offenbach. 238 Kommunen sind für eine Förderung ausgewählt worden.

Breite Beteiligung soll beibehalten werden

Im Rahmen des 2020 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Zukunftskonzepts Innenstadt wurde neben anderen konkreten Projekten die Umnutzung und Umgestaltung des Rathaus-Pavillons im Grundsatz beschlossen. Das Vorhaben wurde bereits mit dem Programm „Aktive Kernbereiche / lebendige Zentren“ angestoßen, nachdem der bislang noch vom Polizeiladen genutzte Pavillon im Planungsprozess von der Bürgerschaft als wichtiges Einzelprojekt zur Aufwertung und Belebung des Stadthofs identifiziert wurde.

Die 2021 erfolgte Machbarkeitsstudie, die verschiedene Varianten der Nachnutzung und Umgestaltung untersuchte, wurde nun dem Magistrat vorgestellt. Die Machbarkeitsstudie Rathaus-Pavillon wurde mit den Architekturbüros „bb22“ und „riemenschneider+“ unter Beteiligung von Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Stadtplanung, Hauptamt und Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft erarbeitet.

„Die entwickelten Varianten bauen aufeinander auf und machen maximale Flexibilität für die neue Nutzung des Rathaus-Pavillons möglich. Eine geänderte Nutzung ist jederzeit möglich. In der Planungsphase wird nun geprüft, ob die weitreichendste Variante zusammen mit einer Dachbegrünung und einer teilweise öffentlichen Nutzung baulich und finanziell umsetzbar ist. Darüber entscheiden dann wieder die Stadtverordneten“, erläutert Baudezernent Paul-Gerhard Weiß.

Um ein mögliches Betreiberkonzept zu finden, sind der Stadt Offenbach im Rahmen des Landesförderprogramms „Zukunft Innenstadt“ bereits 2021 Fördermittel bewilligt worden. Entwickelt werden soll parallel zum Planungsprozess eine konkrete Strategie, wie der Weg zu einem künftigen Betreibermodell aussehen kann. Denkbar ist beispielsweise ein innovativer Mix aus Diskurs-Formaten mit interessierten Akteuren und Akteurinnen und der Stadt, der zusätzliche Öffentlichkeit schafft und einem daran anschließenden Wettbewerbsformat. Die Ergebnisse aus der vertiefenden Objektplanung und die möglichen Betreiberkonzepte werden dann erneut den Stadtverordneten zum Beschluss vorgelegt.

Für sämtliche Themen unter dem Dach des „Zukunftskonzepts Innenstadt“ soll die bereits in der Konzeptionsphase begonnene breite Bürgerbeteiligung nun von der neu gegründeten Agentur Mitte in einem festen Format verstetigt werden. Auch für die Konzeption und Umsetzung dieses Formats können die Mittel vom Bund nach Erhalt des Förderbescheids eingesetzt werden.

Das Beteiligungsformat richtet sich an alle Akteurinnen und Akteure in der Innenstadt, dazu zählen etwa Eigentümerinnen und Eigentümer, Investoren, Gewerbetreibende, der Verein „Offenbach offensiv“, die Stadtverwaltung, die Hochschule für Gestaltung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.  „Wir fördern im Rahmen unserer Mittel laufend neue Interventionen und Kooperationen – die Innenstadt soll eine lebendige Mitte von und für alle werden“, erläutert Anna-Maria Rose von der Agentur Mitte die Gesamtkoordination aller Projekte, die unter dem Dach des Zukunftskonzepts Innenstadt laufen. OB Schwenke ergänzt: „Die Stärke unseres Offenbacher Ansatzes ist es, dass wir nicht nur in Einzelprojekten denken, sondern diese in eine Gesamtstrategie für das nächste Jahrzehnt einbinden. Dafür ist es auch notwendig alle Akteurinnen und Akteure bei den nächsten Umsetzungsschritten mitzunehmen, denn diese gewaltige Aufgabe schaffen wir nur gemeinsam.“


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