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Beschreibung

Gottesdienst: Sonntag und Feiertag 10 Uhr,
Mittwoch 19.30 Uhr Taizé-Gebet (alle 14 Tage):
Christuskirche, Bismarckstr. 105

In markantem schwarzem Eifler Vulkanbasalt setzt die Altkatholische Christuskirche in der vielbefahrenen Bismarckstraße gegenüber von Busbahnhof und Bahngleisen ihren besonderen Akzent. Von außen ist sie bis hin zu den Beschlägen der schweren Kirchentüren original im neugotischen Stil der Erbauungszeit erhalten und gibt der Kaiserzeitbebauung der Straße eine eigene Note. Die Abspaltung der Altkatholiken von der Katholischen Kirche erfolgte nach dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870, bei dem u.a. das Unfehlbarkeitsdogma verkündet worden war. Die Gemeinde wurde 1873 gegründet und war die erste in Hessen. Der vielfältig aktive Offenbacher Architekt Max Schröder entwarf den 1899 begonnenen und 1901 eingeweihten Kirchenbau, für den im ganzen Kaiserreich gesammelt worden war. Nur wenige Teile der neugotischen Inneneinrichtung, die von dem Bildhauer Valentin Klimm gefertigt wurde, haben die Kriegsschäden und Nachkriegsrenovierungen überstanden, so wie Bänke, Teile der Kommunionbank, Leuchter und die Kriegergedächtnistafel. 1968 wurde die Kirche einer gründlichen Innenrenovierung unterzogen. Die kriegszerstörten Fenster wurden durch neue Buntglasfenster nach Entwürfen von Karl Lutz ersetzt. Sie geben die Symbole der sieben Sakramente wieder. Die Madonna und die vier Evangelisten an den Chorwänden wurden ebenso wie der Tonentwurf eines Kruzifixes anstelle des zerstörten Chorabschlussfensters von dem Westerwälder Bildhauer Heinrich Voegele-Mönnighoff entworfen, ebenso die Steinmetzarbeiten am Altar und an der Kanzel.