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12Klingspor003.jpg © Stadtarchiv

Beschreibung

1892 übernahmen die Brüder Karl und Wilhelm Klingspor die alteingesessene Rudhardsche Schriftgießerei. Schon 1897 bezog die Firma an der Ludwigstraße Neubauten im Blockinneren. Heute umfasst der Gebäudebestand Fabrikbauten aus der Zeit um 1900 und den Wiederaufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg, die durch Umbauten vereinheitlicht wurden. Durch Karl Klingspor, 1907 einer der Mitbegründer des Deutschen Werkbundes, wurde die Schriftgießerei Gebr. Klingspor zu einem der führenden Anbieter moderner Schriften und Förderer künstlerischer Buch- und Drucksachengestaltung in Deutschland.

Jugendstilkünstler wie Otto Eckmann und Peter Behrens, Walter Thiemann und vor allem der Schriftgestalter Rudolf Koch arbeiteten mit Klingspor zusammen. Qualitätsbewusstsein und “Wertarbeit” im Sinne des Deutschen Werkbundes prägten jahrzehntelang das Image der Firma.

1956 wurde der graphische Betrieb von der Frankfurter Firma Stempel übernommen. Der erhaltene Nachlass der Firma und die Buchsammlung Karl Klingspors bildeten 1953 den Grundstock des Klingspor Museums in der Herrnstraße 37.