Sprungmarken
Suche
Suche

Beschreibung

Er engagierte sich in der Arbeitsgemeinschaft junger Sozialdemokraten. Nach der Machtübergabe an die Nazis wurden in Offenbach am 3. Februar 1933 alle Demonstrationen polizeilich verboten. Unkelbach musste sich zweimal täglich bei der Polizei melden, er nahm jedoch weiterhin an geheimen Versammlungen teil.

Am 7. Mai 1936 wurde er zusammen mit Friedrich Wagner verhaftet. In der Anklageschrift von September 1936 wurde ihm vorgeworfen, den organisatorischen Zusammenhang der verbotenen SPD wieder herstellen zu wollen und ein hochverräterisches Unternehmen vorzubereiten. Am 20./21. November verurteilte das Gericht ihn wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 4 Jahren Zuchthaus und der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. Der Antrag seiner Frau von Anfang 1940, die Reststrafe zu erlassen, lehnten die Richter ab. Er wurde am 21. Juni 1940 entlassen.

Im Februar 1943 wurde Unkelbach zum Strafbataillon 999 eingezogen und in Griechenland eingesetzt. Ende Januar wurde er in Jugoslawien als vermisst gemeldet.

Erst nach 30 Jahren Ungewissheit erhielt seine Frau die Information des DRK-Suchdienstes, ihr Mann sei vermutlich am 12. April 1945 bei Lovas, 100 km von Belgrad entfernt, gefallen.

Patin für die Stolpersteine für Valentin Unkelbach ist die historische Kommission der SPD
Verlegt am 21. Oktober 2006


Senefelder Straße 120
63069 Offenbach