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Beschreibung

Otto Baum, geboren am 26. März 1879 in Schornsheim, Hessen, war der Sohn von Joseph und Babette Baum. Von Beruf war er Kaufmann, lebte zuerst mit seiner Familie in Straßburg und zog um 1920 nach Offenbach in die Goethestraße 86 und später in die Bernardstraße 57. Nachdem er nach Offenbach gekommen war, arbeitete er anfänglich als Stoff- und Kleidungshändler und später als Eisenbahnangestellter. Otto Baum wurde vom 16. November bis zum 28. Dezember 1938 in Schutzhaft in das Konzentrationslager Dachau gebracht.

Seine Frau Henny Baum geb. Wolff, geboren am 09. Juli 1887 in Altona, Hamburg, war die Tochter von Waldemar und Emma Wolff.

Otto und Henny Baum hatten vier Kinder. Das älteste Kind war ihr Sohn Erwin, geboren am 05. November 1909, das zweite, eine Tochter, Erna, kam am 03. Januar 1911 in Straßburg, zur Welt. Ihr drittes Kind war Alice, geboren am 29. Dezember 1913 in Straßburg, und ihr viertes Kind Anna lebte nur vier Tage, geboren am 07. Januar 1921 und gestorben am 11. Januar 1921 in Offenbach.

Alice Baum, die am 11. April 1939 ihre Tochter Judis Baum gebar, war Schneiderin und ledig. Zwischen den Jahren 1932 und 1939 zog sie zehn Mal zwischen Frankfurt und Offenbach hin und her.
Nach den Offenbacher Meldekarten wurden Alice und wahrscheinlich auch Judis Baum (hierzu gibt es keine Angaben) am 01. Oktober 1940 nach Auschwitz deportiert, die Eltern folgten am 01. August 1941. In der zentralen Deportationsliste aus Darmstadt ist für die gesamte Familie Baum der 30. September 1942 als Deportationstag verzeichnet. Alle vier wurden 1942 in Auschwitz ermordet. Erna Baum überlebte die Nazi – Zeit. Ihr Bruder Erwin starb 1934 in Frankfurt.

Der Stolperstein wurde verlegt am 14. Februar 2009


Bernardstraße 57
63067 Offenbach